Haben Chemie und Pharma in Deutschland noch eine Zukunft? Wolfgang Große Entrup, Verband der Chemischen Industrie (VCI) - 101

Shownotes

Die Chemie- und Pharmaindustrie ist die drittgrößte Industriebranche in Deutschland. Sie steht am Anfang fast aller Wertschöpfungsketten. Wenn es ihr schlecht geht, spürt das die ganze Wirtschaft. Und im Moment geht es ihr nicht gut.

In dieser Episode spreche ich mit Dr. Wolfgang Große Entrup, Hauptgeschäftsführer des Verbands der Chemischen Industrie (VCI). Der VCI ist Europas größter Verband für Chemie und Pharma und vertritt rund 2.000 Unternehmen.

Wolfgang Große Entrup spricht von einer Strukturkrise. Deutschland habe es zehn Jahre lang verpennt, den Standort zukunftsfest zu machen. Wir reden über Energiepreise, Steuern und Bürokratie, über Dumpingware aus China und darüber, warum die Chemiekrise im Land kaum jemand bemerkt. Es geht um die Lage der Pharmaindustrie und um Forschung, die ins Ausland abzuwandern droht. Es geht um das verlorene Vertrauen zwischen Politik und Unternehmern. Und es geht um Klimaschutz, der aus seiner Sicht nur mit der Industrie gelingt.

Außerdem erzählt er, wie Lobbyarbeit heute funktioniert und warum er die Politik coachen will. Er erklärt, wieso ein Verband bis 17 Uhr eine Meinung haben muss. Wir sprechen über seinen Weg vom Agraringenieur über den Bundestag, BASF und Bayer an die Spitze des VCI. Und wir sprechen über Führung in einem Verband, der nichts anordnen kann.

Über den Podcast Chefetage

In meinem Podcast Chefetage spreche ich mit Führungspersönlichkeiten und Unternehmern über ihre Karrierewege, persönlichen Erfahrungen, ihr Mindset, ihr Führungsverständnis und die Herausforderungen ihrer Branche. Du bekommst Impulse, wie Leadership und Unternehmertum heute funktionieren – authentisch, inspirierend und ganz praktisch.

Ich bin Leif Neugebohrn und unterstütze Führungskräfte und Unternehmer mit meiner Agentur Magnecon dabei, sich klar zu positionieren – mit einer starken Strategie, klarer Kommunikation und wirkungsvollem Leadership.

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Ein Podcast von Magnecon – Unternehmensberatung für Strategie und Kommunikation von CEOs und Unternehmern

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Transkript anzeigen

00:00:00: Also wir stecken in brutalen Herausforderungen für diesen Stand auf Deutschland, um ihn zukunftsfähig zu machen.

00:00:05: Die Summe was die wir im Moment haben ist natürlich schon abenteuerlich.

00:00:08: also wir haben es schlichtweg sagen mal zehn Jahre verpennt diesen stand auch zukunft festzumachen.

00:00:13: also diese unvorstellbare Bürokratie mit dem man in Europa aufgebaut hat das muss einfach beendet werden.

00:00:18: glaubt man da dran als Unternehmer dass das passiert und investiert als Chemie- und Pharmaproduzent hier am Stand auch in einer Anlage, die ja dann dreißigvierzig Jahre hier steht.

00:00:27: Das ist ja nicht etwas wo man nach zwei Jahren sagt euch hat mich vertan ich nehme das Ding mit und mach mal das jetzt woanders.

00:00:32: oder glaubt man daran dass US-amerikanische der chinesischen Markt Zukunftsmärkte sind?

00:00:36: Und da sind Themen an die müssen wir ganz schnell ran.

00:00:39: Da gibt es die ersten Vorhaben die jetzt angegangen werden aber es reicht uns natürlich vorne und hinten nicht.

00:00:52: Ja moin nun herzlich willkommen zu einer neuen Episode im Podcast Chefetage!

00:00:56: Ich freue mich total, dass du wieder dabei bist.

00:00:58: Ich bin live neu geboren und du weißt ja hier mein Podcast.

00:01:01: Da geht es immer rund um die Themen Unternehmertum, um Führung und Leadership aber auch so große Fragestellungen wie Transformationsprozesse und Nachfolgeregelungen in Familienunternehmen über den Wirtschaftsstandort Deutschland und die Herausforderungen von ganz vielen Branchen und dazu lade ich CEOs und andere Führungskräfte aus Unternehmen ein Aber auch Unternehmerinnen und Unternehmer viele weitere Führungspersönlichkeiten aus der Wirtschaft, aus der Politik und aus dem Sport.

00:01:29: Und dazu gehören natürlich auch Verbände die eine ganz, ganz wichtige Arbeit leisten für die Wirtschaft in Deutschland und generell für die Art wie so unsere Politik und Gesellschaft funktionieren.

00:01:41: Deshalb hatte ich hier auch schon mehrere Vertreterinnen von großen Verbänden zu Gast und heute ist es mal wieder soweit!

00:01:49: Ich möchte mich heute der Chemie-und Pharmaindustrie zuwenden.

00:01:53: warum?

00:01:54: Ganz einfach, das ist man kann wahrscheinlich sagen eine der wichtigsten Industrien die wir in Deutschland überhaupt haben.

00:02:00: Und zwar nicht nur weil sie die drittgrößte Industrie ist mit so circa zweihundertzwanzig Milliarden Euro Umsatz im Jahr und ich glaube die aktuelle Zahl war irgendwie so um die vierhundertsechsensechzigtausend Mitarbeitende sondern auch deshalb weil sie ganz häufig am Anfang der Wertschöpfungskette von ganz vielen anderen Industrien steht und dementsprechend auch da eine ganz große Bedeutung hat.

00:02:24: Und ich habe ja hier auch schon Unternehmen aus diesem Bereich gehabt, den Podcast und gleichzeitig hab' ich so das Gefühl... Ja bei dieser Branche passiert gerade einiges!

00:02:34: Da ist vielleicht nicht alles nur eitel Sonnenschein, da sind ganz viele Neuerungen, da is viel im Wandel, vielleicht auch das ein oder andere Problem?

00:02:43: Und deshalb dachte ich mir, lohnt es sich doch mal grundsätzlich auf diese Branche zu schauen und gleichzeitig mal wieder zu gucken Wie funktioniert eigentlich so ein Verband?

00:02:53: Und deshalb bin ich heute in Frankfurt am Main im knapp neunten Stock von einem dieser vielen großen Hochhäuser hier und bin beim VCI, beim Verband der chemischen Industrie.

00:03:04: Mein Gast ist der Hauptgeschäftsführer Wolfgang Großer-Entrub.

00:03:08: Hallo und herzlich willkommen!

00:03:09: Guten

00:03:10: Morgen Leif.

00:03:10: Herzlich Willkommen in Frankfurt.

00:03:12: Ja Vielen Dank.

00:03:13: Anreise war schon total wild Unfall unterwegs Hier unten nur Stau.

00:03:18: Ich bin irgendwie viermal um den Block gefahren.

00:03:21: Also der Standort ist herausfordernd?

00:03:23: Oder wie kommst du jeden Morgen hierher, musst du parken?

00:03:26: Ich hoffe nicht.

00:03:27: Nee ich komme tatsächlich zu Fuß und habe eine kleine Wohnung hier, wohne noch im Rheinland.

00:03:31: da komme ich her Und von daher ist das machbar.

00:03:33: aber es ist schon eine Herausforderung.

00:03:36: Man merkt einfach auch durch Corona und alles was passiert ist Es ist unheimlich viel Veränderungen im Moment hier Auch ganz unterschiedlich zwischen den Firmen.

00:03:43: also eine deutsche Bank versucht gerade die Mitarbeitenden wieder zurück in die Büros zu kommen.

00:03:47: Eine Kommerzbank gibt wieder mehr Freiheitsgrade.

00:03:49: Es gibt einfach noch nicht so den klassischen Weg, wie man jetzt nach Corona mit dem Thema physische Präsenz am Arbeitsplatz und allem umgeht.

00:03:56: Also weiterhin extrem spannend!

00:03:58: Ich

00:03:58: mag diese Stadt aber trotzdem total weil es ist irgendwie ein Schmelztiegel und dann.

00:04:03: es gibt teilweise also Sachen die mir kulinarisch total liegen und es ist super spannend hier.

00:04:08: Das letzte Mal, als ich hier war bei der Frankfurter Messe bei Wolfgang Nazin hört man in dieser Episode rein.

00:04:12: Da gibt es noch leider kein Video von nur Audio aber ist trotzdem sehr spannend und habe im Messe Tower gesessen und man hat die Skyline so ein bisschen Entfernung gesehen und heute sind wir richtig drin also

00:04:21: auch gut.

00:04:22: Also ich hab Frankfurt auch nie so wahrgenommen und muss sagen Ich hab's kennen und leben gelernt.

00:04:26: jetzt und das ist eine spannende Stadt her.

00:04:27: Das glaube ich ja Bevor wir auf die Chemie schon auch die pharmazeutische Industrie kommen Auf den Verband kommen geht es hier erstmal immer auch um die Person dich als Menschen, von daher fangen wir doch damit mal an.

00:04:42: Die Frage ganz am Anfang wer bist du denn wenn du mal nicht arbeitest?

00:04:45: was gibt es über dich da so zu erzählen?

00:04:48: Auch ganz viel das würde aber alles sprengen.

00:04:50: ja also ich glaube ich bin ein wie ich mich selber immer bezeichne werde auch öfter mal gefragt was machst du eigentlich wenn du nicht im VCI bist?

00:04:58: wie entspannst du dich was?

00:04:59: was tust du so?

00:04:59: und ich habe das mal mit drei großen Fs definiert die mich so ein bisschen auszeichen.

00:05:05: also ich bin extremer Familienmensch.

00:05:08: Ich habe eine große Familie mit Töchtern und Enkelkindern.

00:05:11: Und dazu kommt das zweite große F neben Familie ist Freunde, ich bin bedingt auch meine Frau Komters Göttingen.

00:05:18: wir sind hier zusammengekommen und ich hab viele berufliche Stationen hinter mir, ich habe also einen weitverbreiteten Freundeskreis den wir versuchen zu pflegen.

00:05:26: Auch da hat Corona einen kleinen Einschnitt gebracht glaube ich.

00:05:28: bei jedem.

00:05:29: Da hat man die Spreusung vom Weizen getrennt aber dass was übrig geblieben ist nach ausreichend Und wir machen extrem viel mit Freunden zusammen.

00:05:37: Das dritte F ist frische Luft, das ist das was ich brauche.

00:05:40: Ich bin von der Ausbildung Herr Agrar-Engineur.

00:05:42: also das Berufsziel war eigentlich mal ein ganz anderes als hier zu sitzen und somit leben wir nicht nur naturnah sondern ich habe auch immer einen Rhodesian Ridgeback gehabt.

00:05:53: Also er holte sehr viele Bewegungen und freiraum braucht und das ist eigentlich das was mich so im privaten Umfeld definiert

00:06:01: Klasse, Agrar-Engineer.

00:06:02: Das hört man tatsächlich selten interessanterweise oder witzigerweise.

00:06:07: ich kenne es ganz gut weil mein Vater ist Agrar Engineer der zuerst eine Ausbildung als Landwirt gemacht und dann Agrar Engine Wesen in Nürtingen studiert.

00:06:15: Wo kann man das heute studieren?

00:06:17: Weißt du das?

00:06:17: Oder hast du studiert?

00:06:18: Das kann man in München, das kann man im Kiel.

00:06:20: Das kann ich natürlich in Bonn studieren und da habe ich es studiert.

00:06:23: Ja!

00:06:24: Das war eine ganz spannende Zeit weil Bonn damals noch Regierung sitzt.

00:06:27: also so alt bin ich schon ja und hab auch in Bonnen promoviert nachdem ich lange überlegt habe ob ich nicht nach dem Studium mal den Studienort wechseln sollte für die Promotion.

00:06:36: aber Bonn war bestens ausgestattet als Landwirtschaftsministerium bei neben der Universität und somit habe ich dann drei Jahre in Bonnan gearbeitet und studiert also extern promowiert Und dann anschließend auch eine Stelle im Bundestag angenommen.

00:06:49: noch und somit bin ich also quasi aus Bonn gekommen.

00:06:54: Der Lebensweg war ursprünglich anders gedacht, also ich wollte auch ziemlich operativ in der Landwirtschaft tätig werden aber das hat sich dann verändert weil ich dann plötzlich mal einen Anruf bekam nach der Promotion ob ich mir meinem Leben auch was anderes vorstellen könnte.

00:07:06: Hast du denn mal richtig auf dem... also außer jetzt von mal Ferienjob oder so eine Phase gehabt, wo du auf einem Bauernhof gearbeitet

00:07:13: hast?

00:07:13: Ich komme aus der Landwirtschaft.

00:07:14: Mein Vater ist praktizierender Landwirt gewesen und komme aus einer Landwirtschaft und von daher ist das immer ein Thema meines Lebens gewesen.

00:07:22: Und ich habe in Semesterferien grundsätzlich immer gearbeitet irgendwo Geld zu verdienen und hab regelmäßig Strohwagen umgeschmissen und ähnliches was man so tut wenn man als junger Bilder Werksstudent irgendwo in der Firma arbeitet oder auf einer Landwirtschaft arbeitet.

00:07:40: Also das war immer, ist immer ein Thema gewesen?

00:07:42: Ja.

00:07:43: Das Thema letztlich Chemie ist daher relativ nah dran.

00:07:47: also es gibt ja ganz viele Dinge die da auch mit Chemie im positiven Sinne zu tun haben.

00:07:53: von Wiesenboden beschaffen über wie düngt man also.

00:07:56: von daher hat der Weg.

00:08:00: Wir sind immer noch einer der größten agrar chemischen Standorte in Deutschland mit den Firmen, die hier produzieren.

00:08:06: Auch in der Forschung und Entwicklung.

00:08:07: Also Deutschland hat da immer noch einen guten Ruf für das keine Firmen nennen, aber wir sind glaube ich bekannt.

00:08:13: Und von daher ja Landwirtschaft und Chemie ist das Bedingteinander über Düngungen, über Pflanzenschutz, über Biotechnologie neue Formen, Gentechnik alles.

00:08:22: Das sind Themen ohne die eine moderne, zukunftsgerichtete Ernährung einer stetig wachsenden Weltbevölkerung nicht auskommen wird.

00:08:28: Wir haben immer weniger Fläche zur Verfügung und müssen auf dieser Fläche immer mehr produzieren um immer mehr Menschen natürlich zu ernähren.

00:08:35: Und das wird perspektivisch ohne Agrarchemie auch nicht funktionieren können.

00:08:40: Spannend!

00:08:40: Jetzt sind wir schon direkt in einem Thema drin aber das will nochmal einen Schritt zurückgehen.

00:08:45: Du hast jetzt schon so ein bisschen was von deinem Werdegang so angetriggert und erzählt versucht das da noch mal so ein bißchen zusammenzufassen?

00:08:52: So nach dem Studium Wie kommt man dann zu der Position des Hauptgeschäftsführers, das VCI?

00:08:58: Wie ist so ein Weg?

00:09:00: Also den Weg kann man natürlich nicht planen und wie ich eben schon sagte war ursprünglich auch so nicht vorgesehen.

00:09:05: Und ich hätte es wahrscheinlich auch damals gänzlich ausgeschlossen dass ich jemals sowas machen könnte.

00:09:09: also das Ziel war wirklich ziemlich praktisch in die Landwirtschaft einzusteigen.

00:09:12: Ich habe aber nicht so in der klassischen Landwirtschaft schon einen größeren Unternehmen vor dem Studium ein eingehöriges Trainee-Programm im Bayer Konzern gemacht, auf einem Versuchsgut im Forschungszentrum.

00:09:25: Das war extrem spannend.

00:09:27: also Forschung, Entwicklung, Anwendung alles das zu erleben, ein Jahr komprimiert und bin eigentlich mit dem Ziel da irgendwo wieder hinzukommen dann eben auch zur Uni gegangen und dann promoviert.

00:09:37: und dann habe ich halt neben der Promotion weil die sehr schnell promovieren wollte.

00:09:42: eine Promotion in der Landwirtschaft dauert in der Regel fünf Jahre.

00:09:44: das waren wir zu lange.

00:09:46: Deswegen sollte das in drei Jahren durch sein.

00:09:48: Das war nur möglich, indem ich keine sozialen Verpflichtungen im Institut eingehe.

00:09:53: Ich habe mich selber finanziert und musste keine Klausuren korrigieren, musste nicht auf Exkursionen mitfahren oder alles was man als Doktorrand zur Entlastung des Doktorvaters tun darf.

00:10:02: Ich hab also dann drei Jahre promoviert und nebenbei am Deutschen Bundestag gearbeitet.

00:10:08: und war halt dann Assistent eines ziemlich schnell bedeutend werdenden Abgeordneten.

00:10:12: Das lag natürlich an meiner Zuarbeit, dass er so gut performte.

00:10:16: Selbstverständlich?

00:10:18: Ja.

00:10:18: Und bin dann aufmerksam geworden für jemanden aus der BRSF, der gesagt hat Mensch also ist so ein Typ den könnten wir eigentlich gebrauchen.

00:10:26: Der kommt aus der Praxis, der hat jetzt fast promoviert ein politisches Verständnis mitbringt, aus dem heraus, was er jetzt ein paar Jahre gemacht hat.

00:10:36: Und schwupp war ich in der BSF.

00:10:38: Das ging damals so schnell und da habe ich Unternehmen auch zum ersten Mal in einem Maße kennengelernt wo ich gesagt hab wenn jemand etwas will in einem Unternehmen dann schafft das auch irgendwo.

00:10:47: Also wir hatten damals Bekannte in Bonn die waren im Urlaub und als sie zurückkam haben sie gedacht wo sind die eigentlich?

00:10:51: Achso die sind kurzfristig, die sind jetzt bei der BSf.

00:10:54: Also es ging so schnell, dass ich innerhalb von zweieinhalb Wochen von der Anfrage bis zur Vertragsunterzeichnung und Auflösung im Deutschen Bundestag.

00:11:01: Also alles das ging relativ zügig.

00:11:03: Da war ich dann bei BRSF und bin auf einer Stapsebene eingestiegen also jenseits vom wahren Leben in einem Unternehmen.

00:11:13: man ruft irgendwo an und man kriegt direkt die Antwort Es wird direkt geholfen und am liebsten schon gestern also alles was völlig realitätsfern ist Und nachdem der Mensch, mit dem ich da zusammen war dann relativ kurzfristig auch die Firma verließ.

00:11:27: Was manchmal vorkam, hat man sich dann die Frage gestellt was machen wir jetzt mit dem jungen Mann?

00:11:31: und weiter so?

00:11:32: eine Funktion macht keinen Sinn und ich habe damals zum Glück Menschen gehabt, die es gut mit mir meinten hab gesagt du musst jetzt ins operative Geschäft.

00:11:39: Du musst richtig an den Kunden ran, du musst da wo's kracht und wo wirklich das Unternehmen die Umsätze macht und bin dann in eine Vertriebsorganisation gegangen, habe dann Marketingfunktionen wahrgenommen und vieles andere.

00:11:49: Und hab die ganz andere Seite eines Unternehmens kennengelernt wirklich am Puls der Zeit.

00:11:55: Das habe ich dann zwei Jahre gemacht und bin auch wieder in andere Funktionen gekommen und bin von der Bayer AG abgeworben worden was damals ziemlich spektakulär war.

00:12:06: Ich muss sagen das war absolut unüblich dass zwei Marktteilnehmer einander die Mitarbeiter abspänzig machen.

00:12:13: Ich wurde dann auch ein Dreivierteljahr freigesetzt, das war eigentlich die schönste berufliche Zeit ich so hatte weil man eben auch wollte dass sich alles das was ich in der BSF wusste vergesse.

00:12:23: also das ist heute alles so gar nicht mehr vorstellbar.

00:12:26: und ja und bin dann in verschiedene Funktionen im Bayerkonzern aktiv gewesen und nach fünfzehn Jahren bei er dann wieder Aufmerksam geworden auf jemanden, der mich dann angerufen hat.

00:12:39: Ein Personalberater und gefraht hat mit mir in meinem Leben auch eine Verbandsfunktion vorstellen konnte.

00:12:44: Habe ich damals relativ ausgeschlossen?

00:12:46: Das ist schwierig!

00:12:48: Es gibt auch Kollegen die gesagt haben also du und Verband das passt eigentlich gar nicht.

00:12:51: entweder kommst nach einem halben Jahr zurück oder der verband löst sich auf.

00:12:54: mal schauen was da passiert.

00:12:56: aber habe dann den VCI kennengelernt als einen komplett anderen Verband Und bin dann auch relativ zügig hierhin gewechselt und ich muss sagen es macht mir seit dem ersten tag Enormen Spaß und bin auch weiterhin mit Herzblut dabei, also es ist eine richtig coole Sache.

00:13:11: Klasse!

00:13:12: Dann stell doch mal vor was macht der Verband?

00:13:15: Warum gibt es denen, was sind eure Aufgaben?

00:13:17: und vielleicht auch du als Hauptgeschäftsführer?

00:13:19: Was sind da deine Aufgaben?

00:13:21: Wie viel Zeit haben wir?

00:13:23: Wir sind natürlich ein Interessenverband oder viele sagen etwas despektierlich einen Lobby-Verband Aber ich finde das gar nicht etwas Anrühchiges, weil es ist glaube ich eine Selbstverständlichkeit.

00:13:35: Dass in dem gesellschaftlichen Umfeld, indem wir uns bewegen eben Interessensvertretungen stattfinden müssen genauso selbstverständlich wie andere auch wahrnehmen die aber gar nicht so adressiert werden ob's NGOs sind also Nicht-Regierungsorganisationen Ob's Gewerkschaften sind ob's Kirchen sind alles dass sind Interessent Vertretungen Die im politischen umfeld in berlin und in brüssel stattfinden und in wichtige parlamentarische und politische Prozesse ihre Sicht der Dinge einbringen, die auch extrem wichtig ist.

00:14:04: Wenn wir sehen wie viele Menschen im Deutschen Bundestag uns alle vertreten mit wirklich wirtschaftlichem Hintergrund unternehmerischem Hintergründen dann ist das ein bisschen erschreckend.

00:14:12: Es sind eben sehr viele auch Beamte Steuerberater und Juristen, die doch sitzen.

00:14:18: alles fantastische Jobs ohne jede Frage.

00:14:20: aber wenn es wirklich darum geht zu verstehen was Unternehmen jetzt brauchen wo's ihnen wehtut Zukunftsfähigkeit einer Branche mit zusammenhängt, dann ist es eben schon wichtig dass man diese Punkte einbringt und das machen wir.

00:14:32: Wir sind sowohl in Frankfurt aktiv hier als auch in Berlin und Brüssel.

00:14:37: Das sind unsere beiden Standorte wo wir Büros haben Und wir sind auch eine Dachorganisation als VCI.

00:14:43: Das heißt wir haben tatsächlich aufgrund der Du hast es am Anfang angesprochen Vielschichtigkeit der Branche haben wir dreiundzwanzig Fachverbände von Farmerverbänden bis Kunststoffverband den Agrarverband natürlich Also alles das sind Organisationen, die unter unserem Dach gemeinsam mit uns für die aus unserer Sicht richtigen Dinge sich einsetzen in Berlin und Brüssel.

00:15:03: Und ja, ich bin als Hauptgeschäftsführer derjenige, der das Ganze führt, orchestriert, managt und versucht auch natürlich das Gesicht des der Organisation nach außen zu sein.

00:15:14: Auch das ist nicht nur ein Podcast sondern auch insgesamt heute ganz wichtig.

00:15:19: Wir haben natürlich eine große Anzahl von Landesverbänden.

00:15:23: Wir sind mit sieben Landesverbändern unterwegs, das ist natürlich auch ein Ergebnis der föderalen Strukturen in Deutschland, dass man nicht nur im Bonn oder in Berlin... Entschuldigung jetzt bin ich noch im Bonnn!

00:15:33: Dass wir nicht nur in Berlin versuchen politischen Einfluss zu nehmen sondern müssen auch akzeptieren, dass Berlin allein nicht noch keine politischen Entscheidungen trifft.

00:15:40: danach gibt es noch den Bundesrat.

00:15:41: also man muss die Bundesländer mitnehmen Man muss das Parlament mitnehmen.

00:15:45: Also eine hochkomplexe Angelegenheit Die einfach erfordert dass man sich aktiv einmischt wenn man etwas erreichen möchte Und das ist eigentlich im Wesentlichen unsere Kernfunktion.

00:15:54: Das Wort einmischen finde ich super!

00:15:57: Ich habe es mir direkt tatsächlich als Zitat aufgeschrieben, weil ich war im Januar beim BDE Wienberlin Bundesverband Energie und Wasser.

00:16:10: Kerstin Andre?

00:16:10: Genau und die Kerstine Andre hat auf die Frage des Lobbyismus gesagt Ein ordentlicher Lobbyismus ist was völlig Korrektes.

00:16:19: Der muss fair sein, stimmig sein, transparent.

00:16:22: Würdest du das so unterschreiben?

00:16:23: Also es würde ich so unterscheiden... Ich gehe immer noch ein bisschen weiter.

00:16:27: Ich sehe meine Funktion auch ein Stück weit da drin, Politik zu coachen.

00:16:31: Ich bin sehr sportaffin und sage also Es ist schon wichtig dass ein Trainer am Rande steht an Trainerteam Und der Mannschaft einfach auch Ein Stück weit eine Idee mitgibt und eben sagt was wichtig ist ob die Mannschaft das dann umsetzt.

00:16:43: Das sieht man dann, dass man also mit großen Erwartungshaltungen in der neue Saison startet und nach drei Spieltagen den Trainer wechselt.

00:16:49: Weil es eben nicht geklappt hat.

00:16:51: Aber das ist eben etwas wo wir unsere Rolle auch sehen uns wirklich einzumischen fair transparent ich glaube das ganz wichtig.

00:16:57: da gibt's ja auch wahnsinnig viele mittlerweile Dinge die die Transparenz auch wirklich sicherstellen die wir auch als VCI interessanterweise zusammen mit Amnesty International Und anderen NGO-Organisationen auch gefordert haben, dass man rauskommt aus diesem Dickicht des was passiert da eigentlich laufender Menschen im Geldkoffer rum heimlich mit Masken und versuchen politische Entscheidungen zu beeinflussen.

00:17:21: Oder ist das einfach etwas Selbstverständliches?

00:17:23: Wo wir einfach sagen Wir spenden auch an politische Parteien!

00:17:26: Ich finde es extrem wichtig, dass sich eine Branche wie unsere auch wirklich engagiert dafür, dass Demokratie weiterhin zukunftsfähig ist und dass politische Parteien die eine extrem wichtige Rolle spielen hier Natürlich nur die Parteien der politischen Mitte, das ist völlig klar.

00:17:42: Dass sie eben auch zukunftsfest aufgestellt sind und deswegen spenden wir auch ein politischer Partein und wir machen es extrem transparent.

00:17:49: also wenn wir die Spenden raus haben gibt's eine Pressemitteilung wo sagen hier Das ist das was wir gegeben haben dazu stehen wir.

00:17:55: dass halten wir für richtig und wichtig Und das werden wir auch wahrscheinlich weiterhin tun.

00:18:00: Das ist sehr beeindruckend.

00:18:03: Was ich so interessant finde ist, ich hatte vor ganz wenigen Episoden um genau zu sein.

00:18:08: Während wir aufnehmen ist sie noch gar nicht veröffentlicht.

00:18:10: das ist Episode neuneinzig.

00:18:11: also ihr habt jetzt gerade ein Informationsvorsprung gegen über Wolfgang.

00:18:16: Hatte ich Daniel Donadier hier zu Gast.

00:18:18: der ist heute CEO von Scientific Bioprocessing.

00:18:21: es ist ein relativ kleines Unternehmen ansässig in den USA hat aber im Umfeld der RWTH Aachen gegründet und das Unternehmen die USA verkauft.

00:18:30: und deshalb ist es so gekommen und er war vorher auch in der politischen Interessenvertretung bei einem großen Konzern.

00:18:36: Mit dem hatte ich auch über das Thema Lobbyismus gesprochen, da ging es nämlich genau auch um die Frage ist das eigentlich etwas was okay ist?

00:18:48: Ich finde es so spannend dass Lobbyismus so extrem als Schimpfwort häufig gebraucht wird und gleichzeitig eigentlich diejenigen die Lobbyistmas machen ja Leute sind die Kommunikation machen.

00:18:57: Also irgendwie habe ich das Gefühl, dass irgendwann ist mal was schiefgegangen.

00:19:00: Wir brauchen eigentlich mal einen Lobbyverband der Lobbismus für Lobbyisten macht und da dieses... ...das Image zu drehen um den Leuten besser zu erklären, was machen die eigentlich?

00:19:09: Oder was meinst du?

00:19:10: Ist da vielleicht irgendwie auch etwas versäumt worden in den letzten Jahren, dass das nicht gut genug gemacht worden ist so generell jetzt nicht von euch?

00:19:17: Also ich sag so ganz offen wenn ich jahrelang als Unternehmensvertreter oder als Mitarbeiter eines Unternehems unterwegs war, habe ich die Welt anders gesehen.

00:19:25: Weil man war Teil eines Unternehmes, ein Industrieunternehmen.

00:19:28: Man fand das gut.

00:19:29: Man hatte mit seinesgleichen zu tun und alle waren begeistert und engagiert im Thema.

00:19:34: Seitdem ich so ein bisschen in der Sandwich-Position bin zwischen den Unternehmen, die ich vertrete und der Politik, die ja meine Zielgruppe ist... merke ich natürlich, dass gerade in der Politik das Thema Unternehmertum unternehmerisches Handeln extrem reserviert beobachtet wird.

00:19:53: Das ist auch leider im Journalismus so.

00:19:55: es ist etwas wir haben eine Kultur in Deutschland mittlerweile dafür einstehen Erfolg zu haben in einem Unternehmen zu seine Gründung zu tätigen und vieles andere so ein bisschen schräg beobachtet wird sondern dem Motto wie konnte das passieren?

00:20:07: Dass er so extremen auf Abwege geraten ist Und das ist natürlich das, was dann damit wenn man sich als Lobby ist dafür einsetzt.

00:20:13: Natürlich auch dazu führt dass wir ich sage das ganz offen mit Journalisten Gespräche führen teilweise wo ich da sitze und sage mein Gott der müsste ja eigentlich erstmal ein Grundseminar in Wirtschaft, in Industriepolitik und ähnliches.

00:20:26: Wenn man mir dann sagt also sie machen so viel Umsatz Also Sie müssen ja eine Umsatz ist keine Größe.

00:20:32: Da muss man sagen ja Umsatz is sehr schön aber es kommt ja im Schäden was hinten rauskommt.

00:20:35: Man muss sehr viel erklären und sehr viel an die Basics rangehen.

00:20:40: Und das ist natürlich auch etwas, was wir als Interessensvertreter tun indem wir bestimmte Dinge unter Entscheidungen im Parlament anstehen jetzt gerade in der ganzen Diskussion um Klimaschutz und vieles andere wo man sagt Mensch ihr verratet eigentlich die Nachhaltigkeit und den Klimaschutz.

00:20:54: wenn ihr jetzt auf einmal fordert dass wir auch an die Industrieunternehmen denken müssen dann sage ich immer wieder wir müssen auch denken nachhaltigkeit hat drei Dimensionen.

00:21:03: Da ist die Ökologische, die ist ganz wichtig.

00:21:05: Aber es gibt halt auch die ökonomische und die soziale und ein Unternehmen was kein Geld verdient wird keine Mitarbeiter beschäftigen können und wird auch nicht in Klimaschutz investieren können.

00:21:14: also bedingt einander.

00:21:16: wir haben jahrelang eben sehr stark auf die öko logisches schiene gesetzt um das klar zu machen und zu sagen nein es ist jetzt nicht der Schritt weg vom klimaschutz weg von nachhaltigkeit sondern müssen einfach als stand auch deutschland in dieser welt die sich gerade dramatisch verändert überleben.

00:21:30: und da müssen wir einiges neu justieren.

00:21:33: Und das sind dann unsere Aufgaben, die dann natürlich bei klassischen Lobbyisten aus anderen Bereichen, die auch offen gesagt deutlich besseren Zugang haben zu Politik und Ähnlichen.

00:21:42: Also ich nenne mal NGOs und viele andere natürlich erstmal alle Alarmglocken klingeln lassen.

00:21:48: Die wollen den Ausstieg aus der Energiewende, die wollen den Aufstieg von der Nachhaltigkeit, sie wollen den Klimaschutz beendet.

00:21:53: Nein!

00:21:53: Wollen wir alles nicht?

00:21:54: Wir wollen nur gemeinsam diese Ziele erreichen und dafür müssen wir diesen Weg vielleicht neu justieren.

00:22:00: Ich bin ganz spannend, wie du sagtest.

00:22:01: Also das Bild von Unternehmertum ist ja eigentlich gar nicht Thema für uns.

00:22:05: heute aber muss ich gerade total daran denken dass es eine Episode ist die schon eine Weile her.

00:22:08: da hat dich Miriam Wohlfahrt zu Gast.

00:22:10: die hat mir ihre Unternehmen im Fintech Bereich gegründet und relativ erfolgreich auch.

00:22:15: Die hat mal gesagt das fand ich so unglaublich treffend.

00:22:19: sie meinte wenn man sich ein Tatort anschaut also diese Serie in der ARD Wenn dann Unternehmer auftaucht, das ist immer der Böse.

00:22:27: Das ist der Mörder.

00:22:28: Also wenn ein Unternehmer im Tatort auftaucht, dass es der Möder ist.

00:22:32: Das sagt auch immer total viel aus über dieses Bild.

00:22:36: Jetzt die Frage wie macht man so einen Lobbyismus?

00:22:40: So jetzt gibt's ja ganz unterschiedlichste Methoden und Arten damit umzugehen und ich meine gar nicht noch mal organisatorisch sondern auch in der Inkommunikationsstil.

00:22:48: Es gibt Leute die machen das sehr leise und eher hinten rum haben andere Wege gesucht und ich habe so das Gefühl, du bist jemand der durchaus auch mal den Weg geht zuzuspitzen.

00:23:04: Ich hab irgendwo einen Zitat gefunden wo du gesagt hast du siehst dich als Freund klarer Worte Und was glaubst du?

00:23:14: wie viel Zuspitzung braucht dieses Erklären dass man auch so Dinge immer auf den Punkt bringt.

00:23:19: oder Hast du auch mal das Gefühl gehabt, dass du vielleicht irgendwann mal zu sehr zugespitzt hast?

00:23:26: Also es ist immer eine Gratwanderung.

00:23:27: Das ist völlig klar.

00:23:28: Es hängt auf dem Thema ab natürlich.

00:23:31: Aber es ist natürlich so, dass wir in einer Mediendemokratie leben und die alten klassischen Formen der Interessensvertretungen des Lobbyismus... Wir schreiben da mal einen Brief und dann kriegt man drei Wochen später ne Antwort und dann wird's doch irgendwie gut gehen und man führt vielleicht das ein oder andere Gespräch.

00:23:48: Die sind natürlich vorbei!

00:23:49: Wir haben Podcast, wir haben Social Media insgesamt.

00:23:52: Wir sind sehr stark natürlich in den sozialen Medien breit vertreten.

00:23:56: Es gibt ja die ganzen Nachrichtendienste, die sich jetzt im Berliner Umfeld etablieren und vieles andere.

00:24:04: Das heißt man ist tagesaktuell dabei und nicht mehr wie immer im Zeitinterview was man dann führt eine Woche vorher es erscheint an Donnerstas und wird über das Wochenende mental verarbeitet und dann wirkt es irgendwie die Woche danach.

00:24:15: Die Zeiten sind komplett dabei.

00:24:17: Das heißt, ja es hat was mit Aufmerksamkeitsstärke zu tun.

00:24:20: Ich glaube das ist schon wichtig.

00:24:22: Aber man darf es natürlich nicht überreizen und man darf sie nicht überziehen.

00:24:25: Und das liegt auch immer so im Auge des Betrachters und des Beobachter, desjenigen der uns begleitet wie es auch wahrgenommen wird.

00:24:34: also wir haben vor gut drei vier Jahren eigentlich angefangen auf die Situation aufmerksam zu machen in der wir uns im Moment befinden Und wir wurden von sehr vielen Medien als Panikmacher, also die Teufel in die Wand.

00:24:48: Mein Gott ist doch bisher immer gut gegangen und gerade die sollen mal ganz im Ball flach halten.

00:24:54: Das ist jetzt an einem Punkt angekommen wo ganz viele auch Journalisten und Politiker sagen Herr Verfluchten hat man mal vor zwei Jahren auf euch gehört.

00:25:01: Also es ist ja verdammt viel dran was ihr gesagt habt was wir damals komplett zurückgewiesen haben.

00:25:06: Als viel zu laut viel zu dramatisch Und das ist halt etwas, wo wir schon sehr wohl dosiert und mit Augenmaß rangehen.

00:25:15: Aber noch einmal gesagt man muss natürlich eine gewisse Sprache auch sprechen.

00:25:19: heute also komplexe lange inhaltsreiche Sätze mit wahnsinnigem Tiefgang werden nicht mehr verarbeitet die werden auch gar nicht mehr Verstanden.

00:25:28: auch dass es ja ein Problem hat man ja sehr viel mit mit mit Redaktionen auch mit Politikern zu tun erstmal sagen können Sie mal erklären was sie gerade gesagt haben Und dann wird man halt sehr simpel und dann tut man sich selber eigentlich weder mit, indem er sagt also eigentlich kann man es nicht auf diese kurze Formel runterbrechen.

00:25:44: Aber wenn das damit versteht ist okay.

00:25:46: Dann findet man am nächsten Tag in den Medien und dann muss man halt nacharbeiten mit denen die wirklich den Tiefgang brauchen.

00:25:52: Also es ist wie gesagt eine sehr komplexe Formen.

00:25:56: Bin ich manchmal so in alten Unterlagen und wir werden im nächsten Jahr hundertfünfzig Jahre als VCI?

00:26:02: Ein Irrsinnis Aschiv, in dem man mal so blättern kann an einem kühlen Novemberabend und gucken kann was meine Vorgänge alles so gemacht haben.

00:26:10: Das war schon toll!

00:26:12: Die hatten einmal eine Pressekonferenz, zweimal ja ne Präsidiumssitzung und danach lief irgendwie die Fach-und-Sacharbeit.

00:26:18: Und wir sind heute wirklich tagtäglich gefordert im Medien, in Politik, alle möglichen zu bestimmten Dingen Stellungen zu nehmen uns eine Meinung sehr schnell zu binden.

00:26:28: auch das ist ja eine Veränderung.

00:26:30: Früher gab es Gremien, die wochenlang gearbeitet haben bis man eine Meinung gefunden hatte.

00:26:35: Die Zeit haben wir heute nicht!

00:26:36: Wir haben bis siebzehn Uhr Zeit heute oder wir finden nicht Schatt.

00:26:40: und das ist halt die Veränderung.

00:26:41: und das führt halt dazu dass man natürlich dann wenn man bis sieben zehn Uhr etwas sagen muss und man weiß auch man ist nicht der einzige der gefragt wurde Man kennt die Papenheimer drumherum die auch alle ihre Meinungen geben.

00:26:53: da muss man natürlich mit einem gewissen Poenter das ganze so rüber bringen dass es auch ankommt.

00:26:59: Was ich entspannt finde ist, wenn man sich so die Landschaft anschaut.

00:27:02: Dann habe ich das Gefühl dass das was du gerade erklärt hast noch nicht in der Mehrheit der Verbände angekommen ist.

00:27:11: also mein Gefühl jetzt und die finden bei mir relativ wenig statt und ihr als VCI seid bei mir auch stattgefunden als ich mich noch überhaupt nicht angefangen habe zum Beispiel Vorfeld von der Podcast Verberatung für euch zu interessieren Ganz einfach, weil du ständig in meine Timeline bei LinkedIn rein gerutscht bist.

00:27:31: Obwohl wir

00:27:32: gar nicht da verknüpft waren oder sind und das zeige ich dir so ein bisschen.

00:27:38: also ihr geht oder du gehst da einen sehr starken Weg auch der Personalisierung, der Personifizierung.

00:27:45: Also du machst es sehr persönlich, nicht nur mit Statements sondern ich habe so das Gefühl brauchst nichts dazu sagen.

00:27:51: aber dein LinkedIn macht ganz viel auch Du Und das kommt wenigstens rüber.

00:27:56: Bei vielen anderen ist es immer noch so, man hat das Gefühl da werden die Hochglanz-Pressemitteilungen auch bei LinkedIn rübergejagt und auch in der Politik ist das ja leider so.

00:28:05: Da ist es leider so dass dann ausgerechnet diejenigen das verstanden haben wie das funktioniert, die es nicht verstehen sollten, leider.

00:28:13: Also ich finde es ist ein großartiges Beispiel eigentlich, wie er arbeitet, wie sowas funktionieren kann Lobbyismus auch mit Kommunikation zu tun hat, wie vielleicht man sich das vor ein paar Jahren noch nicht vorgestellt hat.

00:28:26: Ja, man muss erstmal persönlich dazu bereit sein, das zu tun, diesen Weg zu gehen.

00:28:30: der ist sicherlich anders.

00:28:31: also ich erwische mich dass ich im Zug im Flugzeug angesprochen werde von Menschen die mich gar nicht kennen und sagen sie sind sie nicht dieser Typ der da ständig irgendwie etwas mit dem Chemie erzählt oder so was kann das sein?

00:28:43: Und mein komplizierter Name bewahrt mich dann davor, dass die... Sie sind auch der Herr Schmitz.

00:28:48: Das kann man sich meistens da nicht so ganz merken aber Spaß beiseite.

00:28:52: Nein das ist das eine und das andere ist natürlich wichtig.

00:28:54: es muss authentisch sein was du halt gesagt hast.

00:28:56: also

00:28:57: Aber hattest du das mal irgendwann auf dem Bingo-Zettel als du angefangen hast Agrarwissenschaften zu studieren Dass du mal zur öffentlichen Person wirst Die im Flieger oder dem Zug angesprochen wird?

00:29:07: und ich glaube ich weiß nicht Du hast irgendwie über dreißig tausend Verlore glaube ich bei LinkedIn.

00:29:12: Also das ist ja schon irre.

00:29:14: Das muss man auch, das muss man wollen und das fühlt sich wahrscheinlich auch an manchen Situationen komisch an.

00:29:20: Ja aber das ist nicht etwas was man kann es auch kaufen.

00:29:23: also das geht's auch.

00:29:24: Aber wenn man sich die anguckt da sind wirklich Menschen die einen bewusst folgen oder unter... Und das eine ist das Folgen und das andere ist ja auch die Interaktion.

00:29:31: Also es finden ja richtige Festivals statt, also ich habe teilweise Beiträge.

00:29:35: da sind dann zwei drei hundert nicht unbedeutende Menschen, die sich dahin setzen sagen, also dem schreibe ich jetzt mal so geht das gar nicht.

00:29:42: oder das unterstützen oder ergänzend was reinbringen sowas alles.

00:29:45: Es ist auch zunehmend von Medien genutzt, wir haben sehr stark dass einer FHZ und andere sagen der hat auf LinkedIn das und das gesagt, also es folgen auch Journalisten, es folgt einem sehr stark Politiker Und wir sind jetzt gerade dabei, weil das gerade eben angesprochen hat.

00:29:59: Instagram ist ja so ein ganz interessantes Medium.

00:30:02: halt bei LinkedIn kann man sehr stark in die Tiefe gehen kann Dinge erklären es wird auch gelesen von den Menschen.

00:30:07: Instagram is ja so n bisschen anders unterwegs da wirkt's eher über schöne Bilder und Geschichten und vieles andere.

00:30:12: mir folgen unvorstellbare viele Bundestagsabgeordnete die aber eigentlich diesen Kanal nur haben, um der Leserschaft oder der Followerschaft mitzuteilen was ja im Wochenende alles Cooles gemacht hat.

00:30:22: Mit der Kutsche durch Heimheißdorf gefahren hier empfangen Rede gehalten immer so kurz zack zack.

00:30:26: das ist ja nicht unsere Form der Kommunikation und der Interessensvertretung Und das muss man natürlich dann jetzt in die richtige Balance kriegen wie wir mit dem was wir auf Instagram machen.

00:30:35: trotzdem die vielen die mir auch da folgen so zu beglücken dass sie sagen ich habe gar nicht verkehrt was er macht.

00:30:40: manchmal muss man da echt etwas lesen bei dem.

00:30:42: Aber wenn es gut ist Dann tue ich mir selbst das an und bleibe nicht am Foto hängen.

00:30:46: Obwohl,

00:30:46: da hat sich ja auch in den letzten Jahren eine Änderung finde ich ergeben wie Instagram.

00:30:52: Und ich finde ja noch viel spannender TikTok so von der Dynamik als Kanal weil dort ja durchaus inzwischen auch Content ankommt, der tatsächlich rein inhaltlich ist.

00:31:05: also wenn Leute einfach ... Das sind diese berühmten Talking Head Videos die einfach nur in die Kamera reden.

00:31:08: und solange man das Gefühl hat Da ist ein echter Mensch, der erzählt mir gerade was und er macht jetzt nicht nur einen Statement.

00:31:14: Dann wird das geguckt.

00:31:15: also von daher es hat ich glaube auch immer politiker.

00:31:18: also Ich hab grad zum Beispiel so'n Rand auf LinkedIn losgelassen im Zuge der Kommunalwahl in Niedersachsen wo ich gesagt habe Es war unterirdisch weil ich hab fast nichts mitbekommen Was die wollen?

00:31:29: Was die fordern?

00:31:30: Was für Ideen haben und wofür die stehen.

00:31:32: Das war alles super oberflächlich.

00:31:34: Und dann hört man immer das Argument Leute wollen keine Inhalte mehr.

00:31:36: Nee glaub ich nicht!

00:31:37: Ich glaube die Menschen wollen Inhalten.

00:31:38: Sie wollen sie nur Anders,

00:31:40: genau.

00:31:42: Was mich immer interessieren würde... Ich wollte zu diesem Thema Leadership im Kommunikation eigentlich am Ende kommen und wir sind jetzt direkt hier reingesprungen.

00:31:47: deshalb direkt dazu mal die Frage der Führung in so einem Verband ist ja anders als wenn du jetzt CEO von einem großen Unternehmen wärst wo du auch durchaus mal Dinge nach unten runter durchaccessieren könntest.

00:32:03: Du hast über, über zweitausend Mitgliedsunternehmen wenn ich das richtig gelesen habe und Landes- und Fachverbände da eine Führung umzusetzen ohne eine klassische Weisungsmacht ist sicherlich nicht ganz einfach.

00:32:18: Und würde mich jetzt direkt einmal erstmal bei Kommunikation interessieren.

00:32:22: Das ist ja durchaus ne andere Art von Kommunikations als die viele machen.

00:32:26: Hast du da mal so intern auch Rückmeldung gekriegt, was treibst du denn da eigentlich bei LinkedIn?

00:32:33: Ist das so wie wir das wollen oder finden die das eigentlich super?

00:32:37: Ja natürlich gibt es immer Diskussionen.

00:32:38: Das ist überall so.

00:32:39: und aber genau wie du gerade schon festgestellt hast und ich komme ja aus zwei Unternehmen, das ist schon ein bisschen anders als wenn der CEO beschließt morgen gehen wir alle links rum und dann gehen auch alle links herum und die die Andersrum laufen haben halt ein Problem.

00:32:51: Ja und das ist in einem Verband natürlich schon was anders.

00:32:55: Wir sind, ich will nicht sagen basisdemokratisch organisiert aber es ist halt schon so dass die Mitgliedsunternehmen natürlich schon hier eine erhebliche Mitgestaltungsmöglichkeit haben müssen und wollen weil sonst werden sie nicht mitgeht.

00:33:06: hier bei zwei tausend Unternehmen kriegt das ja fast nicht gemanagt und da sind ja auch Unternehmen die als Global Player am Stand auch Deutschland-Unternehmen sind.

00:33:13: also fünfzehn Unternehmen könnte jeder von uns jetzt als Brand nennen, die jeder kennt die halt irgendwo in der Fläche sind mit zweihundert, fünfhundert bis zu zweitausend Mitarbeitern.

00:33:26: Die sie auch einbringen wollen.

00:33:27: und das zu organisieren zum Managen Das ist eine Challenge.

00:33:31: Auch gerade sage ich mal Ich habe eben schon mehrmals das Thema Corona angedeutet dadurch hat sich natürlich sehr viel verändert.

00:33:37: also dass was für Physik stattfindet machen wir sehr stark digital.

00:33:41: Wir haben digitale Mittelstandstage und ähnliches.

00:33:43: muss ich also wirklich Unternehmer Die Zeit nehmen nur noch drei Stunden, irgendwo digital teilzunehmen und früher einen ganzen Tag mit Übernachtung irgendwo hinfahren mussten.

00:33:53: Also da ist unheimlich viel im Wandel und von daher ist dieses Partizipative dadurch aus weiterhin möglich.

00:34:01: Und insgesamt ich sage mal in der Führung unser Bundeskanzler sagt auch immer hat eine Richtlinienkompetenz aber was hilft die richtigen Kompetenzen etwas zu entscheiden wenn man dann im Parlament oder im Bundesrat mehrmals das Nein kriegt?

00:34:14: Und ähnlich ist es im Verband natürlich auch.

00:34:16: Das heißt, ich könnte in Anführungsschichten durchregieren was aber völliger Quatsch wäre.

00:34:21: Ich muss die Community komplett mitnehmen und das geht mal, sagen wir mal zu neunundneinzig Prozent und mal zu seventy-vier Prozent.

00:34:27: Bei seventy vier gibt's spannende Diskussionen Aber auch das müssen wir aushalten.

00:34:32: Auch das ist etwas was wichtig ist Um Diskussion zu führen um nicht zu sagen Wir folgen alle einem schön irgendwie in eine Richtung.

00:34:38: dass wird nie möglich sein.

00:34:40: Und wie gesagt, das ist eine tägliche Herausforderung.

00:34:43: Wenn man morgens weiß was für Themen man hat und man sagt es wird ein angenehmer Tag oder es wird mühsam.

00:34:48: Aber auch mühsame Tage sind wichtig, auch für eine organisatorische Weiterentwicklung und vieles anderes, die da seine Rolle kennt und weiß wir entsprechend sich einbringen kann.

00:34:57: also von daher funktioniert.

00:34:58: ich glaube wir sind das kann man sagen als Gesamtorganisation mit einer der wirkkräftigsten im Moment in Berlin und in Brüssel Und das zeigt einfach, dass wir das Management intern beherrschen und ich glaube auch extern die Klaviatur ganz gut spielen.

00:35:13: Und Themen habt ihr eher gerade genug?

00:35:16: Lass uns mal so einen Blick auf die Chemie- und Pharmaindustrie werfen!

00:35:20: Ich hatte ja schon in der Anmoderation gesagt wie bedeutsam sie letztlich ist nicht nur von Umsatz- und Beschäftigungszahl sondern auch letztlich wie eng sie mit den Rest der deutschen Industrie verknüpft ist.

00:35:36: Wie würdest du so den aktuellen Stand beschreiben?

00:35:39: Haben wir eine Krise oder ist es eine Herausforderung gerade nur, oder wie würdest Du das grade sagen.

00:35:45: Was...wie sieht das momentan aus in der Industrie?

00:35:48: Ja, leider von allem nicht nur etwas sondern von allem ganz viel.

00:35:51: also wir stecken in brutalen Herausforderungen für diesen Stand auch Deutschland um ihn zukunftsfähig zu machen.

00:35:56: Wir kämpfen dafür weil wir eben sagen wir haben ein paar Instrumente von denen wir meinen dass wenn sie eingesetzt würden dann auch funktionieren.

00:36:05: Das sehen wir auch nicht alleine so.

00:36:06: Es gibt sehr viele Diaszenen, aber wir sehen natürlich auch politische Zwänge die dazu führen dass bestimmte Dinge nicht umsetzbar sind.

00:36:14: dafür andere Dinge von denen wir sagen nein Gott das braucht es jetzt noch wirklich nicht in den Vordergrund rücken weil man sagt ja wir wollen ja wieder gewählt werden also alles das sind ja Mechanismen die man anerkennen muss die man sehen muss um dann trotzdem immer wieder für das Richtige sich einzusetzen.

00:36:29: und die Summe was die wir im Moment haben ist natürlich schon abenteuerlich.

00:36:32: also wir haben es schlicht weg.

00:36:34: Ich sage mal, zehn Jahre verpennt diesen Stand auch zukunftsfest zu machen.

00:36:37: Das sind die Themen, die jeder kennt.

00:36:39: Es ist die unglaublichen infrastruktuellen Herausforderungen, die wir haben im Straßenbau und im Schiffsbereich.

00:36:46: Das haben wir jetzt gerade wieder gespürt dass zu wenig Wasser im Rhein dazu führt das Schiffe nicht mehr fahren können aber auch bei der Bahn.

00:36:53: also alles das ist bekannt.

00:36:54: das einzige was eigentlich irgendwie funktioniert ist der Flugverkehr.

00:36:57: Alles andere ist mit erheblichen Herausforderungen verbunden und beim Flugverkehr haben wir kaum noch Verbindungen, weil wir auch da über Steuerlast im Prinzip die Gesellschaften aus Deutschland rausgedrängt haben.

00:37:07: Also viele, viele Herausforderungen einfach weil wir in den letzten Jahren nicht die richtigen Schwerpunkte gesetzt haben.

00:37:13: Weil wir die Zeit genossen haben, in der es uns sehr gut ging Und hinzu kommen natürlich jetzt die Exogen.

00:37:20: Einwirkungen, also das was im Moment weltpolitisch stattfindet ist natürlich in der Intensität für viele schon gar nicht mehr zu verarbeiten.

00:37:29: Und das führt natürlich auch dazu dass Unternehmen nach Orientierung suchen und sagen sowas mache ich den jetzt einig investiere ich noch im politisch relativ stabilen Deutschland wissen da sich da auch gerade das eine oder andere verändert gehe ich am Standort Europa glaube ich darauf dass Europa sich reformiert.

00:37:45: es gibt ja viele auch Bestrebungen europa zukunftsfest zugestalten.

00:37:50: Auch da redigieren wir kräftig mit und erzählen, was da notwendig ist.

00:37:55: Also diese unvorstellbare Bürokratie, die man in Europa aufgebaut hat, das muss einfach beendet werden.

00:38:01: Glaubt man daran als Unternehmer, dass das passiert?

00:38:03: Und investiert als Chemie- und Pharmaproduzent hier am Stand auch in einer Anlage, die ja dann dreißigvierzig Jahre hier steht?

00:38:09: Das ist nicht etwas wo man nach zwei Jahren sagt, ich habe mich vertan, ich nehme das Ding mit und mach mal das jetzt woanders!

00:38:15: Oder glaubt man daran, dass der US-amerikanische oder chinesische Marktzukunftsmärkte sind?

00:38:19: Also die großen Spieler bei uns sind sehr stark dabei.

00:38:22: Dass sie in allen drei großen Märkten mittlerweile investiert sind um die Märkte aus den Märkten heraus zu bedienen.

00:38:30: Der Mittelständler ich habe es eben gesagt, und unsere Mitgliedschaft kann das nicht.

00:38:35: Und von daher gibt's da wie gesagt eine Summe klare Strukturkiese angehen müssen, die enorme Steuer lassen.

00:38:44: Wir wollen gerne überall ... Ich bin alter Hockey-Spieler und freue mich, dass wir gerade Weltmeister geworden sind.

00:38:48: Aber wir sind auch Weltmeisters bei den Unternehmenssteuern und das brauchen wir nicht!

00:38:52: Und die Bürokratie habe ich eben angesprochen.

00:38:56: Die Hauptschlagader der Industrie in Deutschland ist die Energiepreise, die Energiesicherheit.

00:39:03: Das sind Themen an denen müssen wir jetzt ganz schnell ran.

00:39:05: Da gibt es die ersten Vorhaben, die jetzt angegangen werden aber es reicht uns natürlich vorne und hinten nicht.

00:39:11: Ja.

00:39:12: Und dann haben wir natürlich, was ich eben schon angesprochen habe auch faire und faire Marktteilnehmer um uns herum.

00:39:17: also chinesische Dumpingware die jetzt nicht mehr nach USA kann weil die aus Steuer aus Textgründen die Grenzen zugemacht haben.

00:39:26: Die wandert jetzt quasi als Dumping Ware in den deutschen Markt und macht uns hier die Preise kaputt.

00:39:32: und da sehen wir bei der Automobilindustrie Da ist es halt weil das Automobil ist dass das Industrieprodukt der Deutschen da sieht man's da leidet jeder mit.

00:39:40: Bei Chemie-Produkten sagt jeder, naja es ist ja nicht so schlimm wollen wir eh nicht haben.

00:39:43: So und da ist aber der Leidensdruck genauso dramatisch.

00:39:46: das heißt wer mit Dumping war im Moment aus China überschüttet und müssen einfach sehen dass wir hier den Standort fit machen.

00:39:53: Wir sagen immer wir sind Mit diesen großen Meltmächten die um uns herum sind wenn wir jetzt Handelsgespräche führen und vieles annimmt uns ja keiner mehr ernst hat Europa.

00:40:03: Also wenn man hier sagen wir reden mit denen auf Augenhöhe Das ist wir sind auf Bauchnabelhöhe und rutschen auf Knöcheltiefe ab Weil wir eben uns so kaputt regulieren und immer wieder den fragen müssen, hier und dann keine einheitliche Woten.

00:40:15: Dann kommt Brüssel wieder und vieles andere.

00:40:18: Das heißt, wir müssen einfach diesen Standort fit machen.

00:40:20: Ich sage mal das genialste an Deutschland ist Europa der Binnenmarkt alles dass was wir haben freie Grenzen schengen das alles was wir über Jahre aufgebaut haben.

00:40:29: Da müssen wir nicht nur erhalten sondern das muss man wirklich strategisch nutzen.

00:40:32: Und da haben wir eine echte Chance als Standort Deutschland in diesem Vereintenerupper.

00:40:39: Starke Statement Jetzt bist du ja Chemie und Pharma, ihr seid jetzt zusammen.

00:40:46: Ich hatte immer so den Eindruck in den letzten, sagen wir mal Jahren mindestens seit Corona, Chemie.

00:40:56: Da passiert nicht so gutes gerade, weil die vielen Krisenmeldungen der großen Konzerne jedenfalls... Und ich hatte immer den Eindruck bei Pharma da ist das anders.

00:41:06: Da brummt es oder läuft

00:41:08: es.

00:41:08: dann hat

00:41:08: mir so So Leute, die an der Goldgrube gesessen sind mit ihrem Standort im wirklich sprichwörtlichen Wahren Sinne.

00:41:15: Weil sie Straße so hieß und eine ganze Stadt finanziert haben und saniert haben.

00:41:20: das wollte ich sagen.

00:41:22: Wie ist da diese Situation gerade?

00:41:26: Also es ist auch so dass ja ohne jede Frage also die wenn man rein von den Umsätzen Ergebnissen die Unternehmen betrachtet dann gibt's natürlich da im Moment gewaltige Unterschiede.

00:41:34: Wir verstehen es eindeutig als eine Branche, weil auch die Pharmaindustrie am Standort Deutschland, am Standorte Europa keine Zukunft hätte ohne eine vitale Chemieindustrie.

00:41:44: Also das Bedingte einander, du hast am Anfang gesagt in den Achtzigfünfundachtzig Prozent der Wertschöpfungsketten sind wir als Chemie von vornherein fundamental drin.

00:41:52: Da kann man jetzt schön sagen was viele schlaue Menschen sagen ja ist alles nicht so wichtig, da kann man alles am Weltmarkt kaufen.

00:41:58: Ich glaube, das sieht man im Moment wie schwer es ist, dass auf dem Weltmarkt zu kaufen.

00:42:02: Also es braucht noch mal einer ein Schiff querzulegen oder die Houtti-Rebellen etwas tun oder die Chinesen bestimmte Dinge so allokieren, dass sie sagen nur das kriegt ihr aber das jetzt zukünftig nicht mehr.

00:42:14: also das ist handelspolitisch echt riskant.

00:42:18: Das heißt dieses Thema Resilienz rückt immer mehr in den Vordergrund.

00:42:21: Das heisst was wir in Europa wirklich in der Lage sind das was wir brauchen auch als Rohstoff und vieles andere hier selbst zu haben Und das ist eben auch wichtig für die Pharmaindustrie.

00:42:30: Dazu kommen natürlich im Pharmabereich ganz viele andere Themen im Moment, die Gesundheitsstruktur-Gesetzgebungen, die dazu führen dass am Ende des Tages und da sind wir wieder bei dem Punkt, die Unternehmen erhebliche Beiträge leisten sollen zur Finanzierung des Gesundheitssystems.

00:42:50: Da sage ich andersrum brauchen wir in Deutschland Mit ninety-fünf Geschäftsstellen, Vorständen, Fuhrparks und vielem anderen.

00:42:59: Auch im Krankenhausbereich und in vielen anderen Prozessen bis hin zur Digitalisierung.

00:43:03: Also ich war kürzlich bei meinem Augenarzt weil ich dazu in einem Jahr oder zwei Jahre mal hingehen muss.

00:43:07: das war ein Prozess.

00:43:08: also gesagt Hilfen nochmal.

00:43:11: Das ging noch mit Stempeln hier und schauen Sie mal gibt es auch andere Beispiele das wissen wir.

00:43:16: aber ich glaube diese modernen Formen Das Managements sind im Gesundheitswesen noch nicht so angekommen.

00:43:22: Da gibt es reichlich Potenziale, um damit eben auch den Unternehmen am Stand auch Deutschland eine Zukunftsfähigkeit zu geben weil wir sind hier in einem brutalen Wettbewerb mit den Amerikanern und die Amerikaner sagen ganz klar Wir haben das teuerste Gesundheitswesend der Welt in den Vereinigten Staaten Und in Deutschland kostet der Kapp es nix.

00:43:43: Das kann nicht sein, das heißt ihr drückt hier die Preise bei den Unternehmen und dafür müssen sie da bei mir mehr nehmen.

00:43:48: Und das will man ausbalancieren.

00:43:50: Das ist der strategische Ziel der Amerikaner im Augenblick.

00:43:54: Da müssen wir halt sehen dass wir da drin überleben weil ansonsten werden natürlich unsere großen Unternehmen was Sie zum Teil jetzt auch schon Ankündigen sagen Der Standort Deutschland als Investitionsstandort ist für uns nicht mehr zukunftsfähig.

00:44:06: Da geht es nicht nur um Produktion, sondern viel schlimmer ist der Bereich Forschung und Entwicklung droht abzuwandern.

00:44:11: Da geht's auch um Themen wie Biotechnologie, da gehts natürlich Bürokratie... ...da geht's um Studien die man machen kann, kann man Daten, Patienten-Daten nutzen für Studien also Dinge, die in anderen großen Märkten der Welt selbstverständlich sind, die Europa alle nicht funktionieren.

00:44:26: Und dann müssen wir halt sehr schnell aufholen und Dinge verändern und klar haben das wir mitspielen wollen.

00:44:32: und deswegen gibt es einiges zu gestalten wird auch eine Pharmaindustrie, genauso wie eine Chemieindustrie auf jeden Fall ne Chance haben wir am Standort.

00:44:40: Es wird sich viel verändern ohne jede Frage.

00:44:42: also wir sind nicht als Verband so dass wir sagen Wir wollen den Status quo erhalten alles muss so bleiben wie es ist und dann ist gut.

00:44:48: ja wir sind in einer dramatischen Transformation aber die Richtung ist klar und es wird viel veränderndes.

00:44:55: Muss ich viel ver ändern?

00:44:56: Aber die Zukunftsfähigkeit ist auf jeden fall am standort da weil wir haben Soviel geniale Sachen wir haben eine unvorstellbar gute universitäre Forschung Wir haben staatliche Forschungsinstitute, wir haben einen sehr schnellen Zugang von Forschung und Entwicklung in die Unternehmen.

00:45:11: Das heißt, die Anwendung ist direkt da.

00:45:13: Wenn man sich das ganze Baden-Württemberg anguckt – das lebt ja davon!

00:45:16: Viele hidden Champions, universitäre Forschungen, die direkt bei Mittelständlern angesetzt wird und dann zack in den Weltmarkt geht?

00:45:23: Das war jahrelang unser Erfolgsmodell und da können wir anknüpfen indem wir Dinge verändern aber weiterhin auf sowas setzen.

00:45:30: Du hast gerade ... Auch Krankenhäuser, Krankenkassen und Co.

00:45:34: angesprochen.

00:45:35: Ich hatte vor einiger Zeit Marco Valka dem CEO der Asclepius-Kliniken zu Gast auch einen ganz großer Player.

00:45:45: Der hat so ein bisschen erzählt wie die das bei einem Asclepus Konzern machen tatsächlich auch Effizienz und auch Synergieeffekte zum Nutzen und Ähnliches.

00:45:57: Tatsächlich, da ist das ganz viel möglich.

00:46:00: Wenn man denn wollen würde und ich habe immer so das Gefühl in vielen Bereichen wird gar nicht gewollt.

00:46:05: Also du hast vorhin mal gesagt, dass das Politik, das da gehandelt werden muss oder so ähnlich... Ich hab manchmal das Gefühl im Jahr natürlich es muss gehandelten werden aber an vielen Stellen muss gerade die Politik auch wieder lernen, dass es auch okay ist mal nichts zu tun.

00:46:27: Wie meine ich das?

00:46:28: Ich habe immer das Gefühl, dass die an jede Stelle schauen und bis ins letzte Detail regeln wollen.

00:46:35: Und stattdessen sollte man lieber Dinge mal wieder zurückfahren, Dinge vielleicht mal nicht mehr regeln müssen.

00:46:44: Also ein ganz wichtiger Punkt, wenn ich da so reingerätschen darf was über die letzten Jahre und das haben wir am Anfang diskutiert schlichtweg verloren gegangen ist von Politik in Richtung Unternehmertum ist vertrauen.

00:46:56: Unternehmer sind ja nicht intrinsisch motivierte Verbrecher, die nur diesen Standort ihre Mitarbeiter, die Umwelt und alles schädigen wollen.

00:47:04: Natürlich wollen sie am Ende des Tages Geld verdienen.

00:47:07: Sie wollen natürlich auch ihre Mitarbeiter finanzieren können und vieles andere was dazu gehört.

00:47:11: aber zunächst einmal muss man davon ausgehen dass es gut Menschen sind das ihr etwas unternehmen wollen als Unternehmer das hier am Standort machen wollen.

00:47:19: das sollte man als Politik unterstützen.

00:47:21: Und wenn dann einer, und das haben wir ja bei Corona erlebt mit den ganzen Testzentren und allem halt hier erstmal alles laufen lassen.

00:47:27: Und am Ende hat man festgestellt drei bis vier Prozent haben da abkassiert.

00:47:30: Da hast du nicht so und die müssen getehrt und gefedert und in Verantwortung gezogen werden.

00:47:35: Alles was dazu gilt aber die siebenundneinzig Prozent.

00:47:37: gut die Oten unterwegs waren.

00:47:40: Die sagen doch bitte erst mal Lassen und dass es über die letzten Jahre komplett anders gelaufen.

00:47:44: Wir sind also wir gehen grundsätzlich erstmal bei allem davon aus, dass unternehmerisches Handeln erstmal ein bisschen suspekt ist und durchreguliert sein muss, durchorganisiert sein muss.

00:47:53: Ich

00:47:53: frage mich ob das wirklich damit nur zu tun hat oder ob es nicht auch einfach mit so einer Grundhaltung zu tun haben, wirklich alles bis ins letzte Detail in irgendeiner Form ausriegeln zu wollen?

00:48:05: Also ich habe gerade für ein anderes Projekt angefangen, mich mit einer Reform zu beschäftigen die gerade auf EU-Ebene stattfindet der MDR.

00:48:12: Ich muss ehrlich sagen, ich habe vergessen genau wofür die Abkürzung steht.

00:48:16: Es war auf jeden Fall im Medizinbereich eine Regulierung unter anderem Verpackungen betrifft im Medizinbereich.

00:48:22: Da bin ich auf eine Sache gestoßen, da habe ich echt mit dem Kopf geschüttelt und dachte wie kann das sein?

00:48:29: Bisher so hatte ich es verstanden war es so dass viele Produkte im Medizinbereich automatisch Einweg-Dinge sind wenn nicht anders zertifiziert also bestimmte Verpackungen Beutel, die für Blut verwendet werden und ähnliches.

00:48:50: Ganz klar einmal Geschichten!

00:48:53: Und jetzt sollen Änderungen herkommen, die sagt es ist nicht automatisch einmal wenn man nicht sagt man kann das mehrfach verwenden sondern man muss als Unternehmen plötzlich begründen und nachweisen warum es nur eine Einmalverwendung ist und warum es danach weggeschmissen werden soll.

00:49:08: wo ich mir sage das kann doch nicht wahr sein dass jetzt begründen zu müssen wie kommt man auf diese Idee?

00:49:14: Ja, und jetzt haben wir das, da könnte ich jetzt zweihundert vierzig Beispiele nennen.

00:49:18: Wo mir Unternehmerinnen und Unternehmer sagen es ist der Wahnsinn was sich ja alles beweisen belegen muss und vieles andere.

00:49:26: Ich meine es gingen auch die ganzen Thematiken.

00:49:28: Das ist ja glaube ich auch ein Thema was fast jeder kennt Lieferketten gesetzt wo man also

00:49:32: Verpackungsverordnung

00:49:33: verordnet.

00:49:34: Also bis zum letzten Tier durch organisieren muss und sicherstellen muss dass das eben alles belegt ist.

00:49:41: und dann geht es in Richtung Wirtschaftsprüfer.

00:49:43: Das sind natürlich auch Geschäftsmodelle, wo dann Prüfer hinterhängen und das alles dann einsammeln.

00:49:48: Und wenn man ein bisschen international unterwegs ist, dann fängt man auf einmal an seine Vorlieferanten in Brasilien zu identifizieren und sagen kannst du mir mal belegen das hier?

00:49:55: Eins zwei drei.

00:49:57: Ja, das ist halt zum Punkt, wo einfach wieder mehr Vertrauen hinein muss.

00:50:01: und wo war einfach den Wust der die Unternehmen im Moment wirklich das Wasser, was die Luft zum Atmen nimmt Und ich bleibe immer noch mal dabei.

00:50:10: Ich kann nur sagen, es sind mittelständische Unternehmen die bei uns im Wesentlichen unterwegs sind und kriegen das einfach nicht mehr auf die Reihe.

00:50:17: Jetzt haben wir über Politik geredet aber ich sehe auch eine gesellschaftliche Dimension und die sehe ich auch sehr kritisch ehrlich gesagt und zwar du hast das vorher schonmal ein bisschen auch angedeutet mindestens die Chemiebranche hat jetzt nicht gerade den besten Ruf.

00:50:33: so.

00:50:33: das heißt also wenn ich jetzt also ich wohne momentan in Zelle Und ich kann mir vorstellen, wenn da jetzt plötzlich eine Nachricht kommen würde bei uns im Gewerbegebiet ein paar Orte weiter wird jetzt einen Chemiewerk eröffnet.

00:50:46: Ich will nicht wissen wie viele Bürgerinitiativen innerhalb von wahrscheinlich einer halben Stunde ins Leben gerufen werden?

00:50:54: Ich glaube früher hatten wir mal ne Phase.

00:50:56: so habe ich es jedenfalls.

00:50:59: in der Rückblick nehme ich das war Wenn ich mir anschaue wie damals über Industrie und ähnliches geredet worden ist Da waren Industrierunternehmen hat eine hohe Wertschätzung, Menschen haben sich gefreut das es sie gab.

00:51:13: Sie waren selbstverständlich Nachbarn.

00:51:15: da ist auch viel nicht gut gewesen wenn es ins Ruhrgebiet der fünftiger sechziger schaut aber die menschen haben verstanden dass es das braucht.

00:51:24: heute das genaue Gegenteil oder jedenfalls war das lange so wie ein Akzeptanzproblem.

00:51:30: woran liegt das und was können wir tun dass sich das wieder ändert?

00:51:35: Natürlich ist Chemie damit weit vorne, aber ich glaube auch viele andere Industriebereiche in Zeller mit einer Ansiedlung bis zu einem Bäckereibetrieb oder sonst was hätten wahrscheinlich alle die gleichen Probleme und Herausforderungen.

00:51:46: Also es sind halt sehr viele Teile der Gesellschaft, die einfach fernab von industriellen Prozessen unterwegs sind, die durch Ausbildung, Studium, was auch immer sonst sich mit allem beschäftigt haben, aber nicht mit dem eigentlich Kern unseres Wohlstandes.

00:52:02: Also industrielle Produktion ist ja das, was uns in Deutschland nach dem Krieg aber auch über viele Krisen, Finanzkrise, Corona-Krise immer wieder auch in Europa nach vorne gebracht hat.

00:52:11: Indem wir die Finanzkraft hatten, indem wir Dinge uns erlauben konnten hier, die andere nicht konnten weil wir eben einen industriellen Kern hatten.

00:52:19: Ich gucke mal das Beispiel England an mit Maggie Thatcher, die irgendwann ja beschlossen, dass brauchen wir alles gar nicht hier.

00:52:24: Wir machen es jetzt komplett zum Finanzstandort.

00:52:29: Ich glaube, die Engländer wären dreizehnmal danke wenn sie die Möglichkeit nochmal hätten das zu revidieren und wieder auf industrielle Stärke zu setzen.

00:52:36: Das Gleiche mit Frankreich also viele Länder um uns herum, die industriellen Stärken verloren haben.

00:52:41: Und das müssen wir und das ist sicherlich Aufgabe von Politik, von uns allen denen klarzummern.

00:52:47: Das fängt mit schulischer Ausbildung an.

00:52:52: über einen Fonds, den wir haben hier auch in der schulischen Ausbildung unterwegs.

00:52:56: Wenn man sieht wie Mind-Ausbildung also naturwissenschaftliche Ausbildung Industrieausbildung Wirtschaftswissen Wie das alles an Schulen stattfindet?

00:53:04: Das ist dramatisch.

00:53:05: ums offen zu sagen unsere PISA Studio hat es ja jetzt auch nochmal unterstrichen dass wir da nicht so ganz weit vorne sind und deswegen ist das eine gesamtgesellschaftliche Herausforderung die wir eben klar machen müssen was dieses Land erfolgreich gemacht hat und was es eben braucht damit wir eben weiter die Qualität des Lebens gemeinsam genießen können, die wir hier haben.

00:53:23: Ich glaube jeder der jetzt in den letzten Monaten irgendwie im Urlaub war und aus welchen Teilen der Welt zurück nach Deutschland kommt, der lernt schon dass es woanders auch ganz schön war aber für vierzehn Tage vielleicht nur und das ist da wo wir hier leben schon eine enorme Qualität hat bei vielen Dingen die wird diskutieren und kritisieren ohne jede Frage.

00:53:42: Aber ich glaube das müssen wir uns immer wieder bewusst sein dass es wert ist für sich einzusetzen zu kämpfen was uns erfolgreich gemacht hat, was uns den Wohlstand gebracht hat und dass wir das nicht aufgeben sollten.

00:53:53: Das sehen wir gerade auch bei aktuellen Wahlen, dass das natürlich sehr schnell dazu führt wenn Wohlstände verloren geht, wenn andere Themen noch dazukommen, dass gesellschaftlicher Mindset kippen kann.

00:54:05: Ja,

00:54:06: Mindset ist vielleicht ein gutes Stichwort weil es geht ja nicht nur um Wohlstands sondern auch um so ein positives Zukunftsbild von Technologie.

00:54:15: Ich finde so ein ganz großes negativ Beispiel ist jetzt voll in deinem Bereich.

00:54:20: Gentechnik, also wenn du schon jemanden sagst da ist gentechnik drin dann ist das eigentlich die beste Voraussetzung dass er es nicht kauft.

00:54:29: ich habe ich von paar Tagen war ich als ich einkaufen war.

00:54:34: im Supermarkt gab's da so einen neuen Milchdrink mit irgendwie Frucht und ähnliches fand ich total anziehend eigentlich, und da war dann ein riesen Sticker drauf ganz ohne Gentechnik.

00:54:48: Ich hatte keine Lust mehr hinzukaufen weil ich finde das so ätzend die diese dieser Misstrauen, diese komplette Ablehnung von etwas was ja eigentlich eine Technologie ist, die Mensch hat wahnsinnig weit voranbringen könnte.

00:55:01: Und also so ist es auch im anderen Biotech Geschichten so ne?

00:55:04: Also wenn man damals anfangen würde was wird da alles theoretisch mal denkbar wäre?

00:55:08: Ich habe so ein bisschen Angst, ehrlich gesagt wie sich das entwickelt.

00:55:11: Weil wir haben jetzt vor Biontech kurz angesprochen im Bezug auf den Straßennamen wo sie sitzen und dass sie Mainz saniert haben.

00:55:22: aber vor Corona war es so die Technologie die hinter BionTech da

00:55:30: steht

00:55:32: als absolut eine Zukunftshoffnung galt.

00:55:35: Und heute ist es ein Schimpfwort für viele.

00:55:38: Ja, es ist natürlich auch für viele einfach weil der gesellschaftliche Mindset mittlerweile so ist.

00:55:43: Einfach auch ein Marketing, ich meine man kriegt ja mittlerweile biologisches veganes gentechnikfreie Sprudelwasser wo ich dann auch manchmal mich frage was... Was soll das alles hier noch?

00:55:55: Aber solange es gekauft wird und so lange es in USP ist für Kunden machen Unternehmen das.

00:56:01: Und es ist ja auch richtig, es sind ja auch gentechnickfreie Spurlwasser.

00:56:06: Nein aber Spaß beiseite Das ist glaube ich etwas, was ich eben auch gesagt habe.

00:56:11: Da müssen wir gemeinsam arbeiten weil es ohne jede Frage die großen Herausforderungen vor denen wir global stehen ohne Gentechnik und Biotechnologie nicht löstbar sind.

00:56:22: oder gerade das.

00:56:22: eine Thema angesprochen dass wir aktuell ja nun in Deutschland im Prinzip die Welt vor Corona bewahrt haben durch das was mit Biontech passiert ist die Richtigkeit gewesen, dass man auf dieses Thema gesetzt hat und sind ja auch sehr viele andere Unternehmen.

00:56:39: Die im Biotechnologiebereich sind ja bei uns mit dabei im Verein große Zukunftshoffnungen sehen um wirklich Herausforderung zu lösen.

00:56:49: aber ich habe es am Anfang schon angesprochen noch an der Gabereich nicht.

00:56:53: also da ist eine Weltbevölkerung von acht neun Milliarden Menschen irgendwann auf einer sich reduzierenden Fläche ohne den Einsatz von Biotechnologie, vom gentechnologischen Unvorstellbar.

00:57:03: Das kriegen wir mit biologischem Landwesen nicht hin.

00:57:05: Das können wir uns in Deutschland erlauben weil wir haben die Kassen voll.

00:57:09: Wir können das kaufen was wir brauchen.

00:57:11: Wir sind in der Lage für Lebensmittel diese Preise zu bezahlen.

00:57:14: aber in anderen Regionen der Welt sieht es anders aus.

00:57:16: und wenn wir verantwortlich mit der Zukunft der Welt auch umgehen müssen Auch als Standort der auch ja Weltslösungen anbietet.

00:57:23: Wir sehen eine Exportnation.

00:57:24: Wir haben hier globale Unternehmen Die in der Situation sind dass sie im Bereich Forschung und Entwicklung Dinge hier noch machen können, aber die Anwendung verloren geht.

00:57:35: Und man dann sagt naja ihr könnt ja hier forschen und entwickeln, anwenden könnt ihr denn in China und USA?

00:57:40: Nein das wird nicht funktionieren!

00:57:42: Die Unternehmen werden dann auch Forschungen und Entwicklungen verlagern.

00:57:45: und dass es eben wichtig ist dass man so Dinge zusammen denkt und dass man eben auch das was du gerade eben auch gesagt hast auch mal bereit ist Dinge zu unterstützen auch wenn man weiß dass sie einem kurzfristig im Wahlergebnis nicht helfen.

00:57:56: Also die langfristige Standortpolitik, der Politik zu sagen das ist richtig für diesen Standort.

00:58:02: So die Schröder Reformen zu sagen wir machen es eine Agenda.

00:58:05: zwanzig dreißig wissen dass wir eventuell Probleme kriegen in zwei Landtagswahlen und vielleicht auch bei der Bundestagswahl nicht wiedergekriegt werden.

00:58:12: aber wir werden spätestens zwanzich neununddreißig neun-undzwanzig gefeiert werden für das was wir für den Standort gemacht haben weil wir haben ihn fit für die Zukunft gemacht.

00:58:19: also dieses langfristigen Denken uns extrem behindert im Moment.

00:58:28: Vielleicht ganz zum Schluss noch mal das Thema Nachhaltigkeit, weil das ist da ja ganz nah dran gerade.

00:58:32: Also auch fit für die Zukunft machen in jeglicher Hinsicht also wir brauchen Maßnahmen gegen den Klimawandel.

00:58:38: ich glaube da sind wir uns einig Wir müssen darauf achten unsere Welt nachhaltiger zur Bewirtschaften.

00:58:44: dann sind wir.

00:58:47: Und gleichzeitig ist es so, dass ich das Gefühl habe, dass sich dieses Thema Nachhaltigkeit gerade in den letzten anderthalb Jahren oder zwei Jahren noch mal radikal verändert hat.

00:58:55: Wir kommen aus einer Phase... Ich hab' das so ganz persönlicher erlebt in dem was ich mit dem ich... Also der Podcast ist jetzt hier ein nettes Hobby von mir aber Geld verdient durch ja damit dass ich Unternehmen berate und vor vier fünf jahren da war's so dass das Thema nachhaltigkeit etwas ist wo ich immer den Eindruck hatte das hatte einen Selbstzweck.

00:59:14: Also da ging es ausschließlich entweder aus einer moralischen Dimension heraus.

00:59:19: Wir müssen den Planeten retten, die ja auch vollkommen berechtigt ist oder aus so einer Marketing-Position heraus, wir wollen zeigen wie grün wir sind und wir haben gerade einen massiven Shift in der Richtung wo Nachhaltigkeit aus einer ganz anderen Perspektive betrachtet wird nämlich aus Resilienz, Autakie und Wirtschaftlichkeitsperspektive.

00:59:41: das Unternehmen sagen naja Es wäre schön, wenn wir mal vor fünf Jahren in ein paar Windräder und ein bisschen Solarenergie investiert hätten.

00:59:48: Dann hätten wir jetzt gerade nicht so große Probleme oder ... Wenn wir vielleicht andere Eurostoffe als nur fossile Eurostoffen für unsere Kunststoffe hätten dann wär es jetzt vielleicht auch schon einfacher.

01:00:03: Was glaubst du dieser Schiff?

01:00:08: Erstens nimmst du ihn auch wahr und zweitens ist das etwas, was nachhaltig so bleibt oder wird sich demnächst wieder verändern?

01:00:14: Und wir reden nur auf dieser ersten Ebene.

01:00:18: Also sehr komplexes Thema!

01:00:19: Du weißt, dass ich ja auch für dieses Unternehmen sehr stark gestanden habe.

01:00:25: Ich hab die Nachhaltigkeitplattform der deutschen Industrie in Deutschland jahrelang geführt und war auch bei Bayern hier verantwortlich.

01:00:33: Mir war immer ganz wichtig, die, sagen wir mal, die unternehmerische Komponente nicht verlieren.

01:00:40: Das war genau wie du gesagt hast mit irgendwelchen Positionspapieren oder genialen Statements.

01:00:45: Glauben, die Welt zu verändern weil eine politische Entscheidung Wir sind zwanzigvierzig klimaneutral Punkt, ändert zunächst einmal überhaupt nichts.

01:00:54: und dann eine klare Definierung der Wege dahin für die Unternehmen jeden Schritt zu definieren führt auch bei den Unternehmen nicht dazu dass sie glauben das in den Weg gehen müssen.

01:01:03: d.h.

01:01:03: Auch hier ist ganz wichtig Das Thema Nachhaltigkeit in den Dreidimensionen, denke ich eben schon erwähnt habe.

01:01:10: Also nicht nur die Ökologische mit tollen Zielen und vielem anderem was dazu gehört sondern einfach überlegen ist das für die Unternehmen im globalen Wettbewerb überhaupt gebar?

01:01:20: Und sind wir damit auch sozial in der Lage die Herausforderungen zu bestehen, die wir haben?

01:01:24: Die drei Dimensionen sind hier extrem wichtig.

01:01:27: und ja da haben wir glaube ich eine Stück weit Ehrlichmachung im Moment dass wir sagen Wir waren zu stark auf dem ökologischen Trip.

01:01:34: Wir haben auch als Deutschland geglaubt, die Welt wird uns folgen.

01:01:37: Also wenn wir das nur mal machen, wenn wir hier leidenschaftliche Klimaziele uns setzen Europa sagt zwanzigfünfundvierzig klimaneutral, wir in Deutschland sagen ne, wir schaffen das zwanzichvierzzig.

01:01:46: Sind aber die größte Exportnation der Welt?

01:01:48: Wo sein Kinder?

01:01:49: nochmal wie soll das denn funktionieren?

01:01:51: Eine Stadt Hamburg hat sich jetzt zum Ziel geklärt zwanziggvierzrig klimaneutral zu sein.

01:01:56: Ich war vor vierzehn Tagen in Hamburg.

01:01:58: Wenn man einmal Hafen steht dann kann ich nur sagen alles Gute.

01:02:01: Also man wird irgendwann merken, dass es nicht funktionieren wird.

01:02:05: Und hier muss man einfach genau aufpassen, dass wir uns hier nicht irgendetwas vormachen, wo wir am Ende des Tages real feststellen das geht nicht und aber dann Ziele gesetzt haben und Gesetze damit verbunden haben und vieles andere die Unternehmen in einem Maße strangulieren, dass sie nur noch den Ausweg sehen nicht mehr in Deutschland zu investieren sondern woanders.

01:02:26: Das hilft ja dem Klima nichts!

01:02:27: Also wenn ich sehe, was für Investitionen im Moment aus Deutschland verloren gehen.

01:02:30: Weil man sagt wir werden dieses Ziel nicht erreichen können.

01:02:33: Wir wären den europäischen Emissionshandel der immer mehr Geld kostet jetzt für die Unternehmen das können wir gar nicht finanzieren.

01:02:40: diese diesen schweren Bleirucks sagten wir mit Produkten aus Deutschland dann tragen haben wir in keinem anderen Land der Welt.

01:02:46: und wenn wir deutsche Produkte in USA in China wo auf der welt in indien verkaufen wollen Dann wird es uns nicht gelingen.

01:02:53: das heißt wir müssen hier ein Stück weit neu denken, anders denken und die Ballons wiederherstellen.

01:02:58: Dass wir Klimaschutz mit der Industrie machen, Nachhaltigkeit mit der industrie und nicht gegen die Industrie.

01:03:05: Du hast gerade gesagt diese Hoffnung dass wenn wir in Deutschland schon möglichst weit schnell vorangehen dann sind wir ein ganz großartiges Vorbild aller anderen Folgen uns da habe ich auch ehrlich gesagt immer völlig absurd gehalten weil so funktioniert es halt einfach nicht.

01:03:22: was ich aber So schade finde ist, dass nicht eine ganz andere Sache an den Mittelpunkt gerückt wird.

01:03:26: Und da wäre eigentlich Chemie und auch Pharma gerade Biotech eigentlich extrem gefragt wenn man sagen würde was können wir hier in Deutschland machen?

01:03:36: Was so genial ist, was so innovativ ist das es die ganze Welt haben will und was vielleicht bestimmte Klimaprobleme löst.

01:03:45: Und diese Diskussion ist, finde ich überhaupt nicht wirklich mehr im Mittelpunkt.

01:03:48: Die ganze Gegenteil wird eigentlich... Man macht sich darüber lustig, egal welche politischen Vertreter sowas vielleicht mal gefordert haben.

01:03:55: Es gab einen ehemaligen Bundesfinanzminister der hat gesagt Klimaschutz durch Innovationen und ist dafür im Prinzip ausgelacht worden.

01:04:02: Das fand ich total schade weil ich dachte eigentlich ist das genau das was wir tun müssen!

01:04:07: Ja und ich meine es gibt ja Beispiele ohne Ende wo wir mit Innovation sehr früh am Start waren Aber dann natürlich sehr schnell aus verschiedensten Gründen und die haben eigentlich alle durchdiskutiert.

01:04:18: Am Ende des Tages soweit sind, dass sie in anderen Regionen der Welt stattfinden.

01:04:21: Und das ist das extrem ärgerlich.

01:04:23: Die Solarenergie kommt letztendlich aus Deutschland.

01:04:25: Sie kommt aus Bonn.

01:04:27: Also da sind ja alles dem auch die Biotechnologie, die Gentechnologie.

01:04:30: Alles das sind deutsche Erfindungen, die jetzt in anderen Teilen der Welt dazu führen, dass Unternehmen dort mit großem Erfolg unterwegs sind.

01:04:38: Da müssen wir einfach aufpassen.

01:04:41: Ich sage mal, mit der unglaublichen Power die wir im Bereich Forschung, Entwicklung und auch Anwendungsnähe zu den Unternehmen in Deutschland haben.

01:04:49: Das war da einfach den Unternehmen und den Universitäten.

01:04:52: Da gibt es ja jetzt eine High-Stack-Strategie der Bundesregierung wo man sagt Wir müssen das wieder enger zusammenführen.

01:04:56: Das ist genau der richtige Ansatz.

01:04:58: ob's funktioniert muss man mal gucken aber wir müssen wirklich den Fokus setzen auf die Innovationskraft auf die Power dessen was uns in Deutschland über Jahrzehnte so erfolgreich gemacht hat um damit hoch zu skalieren und das dann eben in Deutschland.

01:05:10: Und nicht dann in anderen Märkten oder sagen wir haben es entwickelt, wir geben es euch mal alles gut im Leben damit sondern es muss hier stattfinden an diesem Standort in Europa neben Deutschland bewusst ein bisschen weiter.

01:05:22: Dann bin ich da extrem zuversichtlich dass wir da auch Möglichkeiten haben gerade auch in dem Thema Nachhaltigkeit extremen Positives und Wirkkräftiges auch zu erreichen.

01:05:32: Vielleicht ganz zum Beschluss einmal die Frage jetzt ist diese ganze Branche eine?

01:05:38: Also man könnte sich ruhigere Suche gerade.

01:05:42: Und das macht ja auch was mit so einem Verband, also ich kann mir vorstellen die letzten Jahre waren turbulent und es gab viel zu tun und das Tempo ist hoch und vielleicht auch die jedenfalls was die Branche betrifft Die Rückschläge sind auch da gewesen.

01:05:57: Jetzt mal ganz zum Schluss, ich rede ja viel über Leadership.

01:06:02: Du als Hauptgeschäftshörer, du hast ein großes Team was hier arbeitet und gleichzeitig war es wahrscheinlich seit jetzt einigen Jahren komplett unter Strom steht dauerhaft.

01:06:10: Wie schafft man das in so einer Zeit?

01:06:15: Da eine Richtung zu geben die Motivation auch hochzuhalten und eben zu sagen naja jetzt ist dass die See ist rau aber wir fahren da wohin wo's besser wird.

01:06:27: Also ich glaube, da gibt es keine goldene Regel.

01:06:29: Da ist auch gerade in einer großen Organisation tickt da auch jeder anders.

01:06:33: Also dem einen kann man auf die Schulter hauen und dem anderen muss man fast schon das Rückgrat brechen, dass er merkt, dass man ihn lobt.

01:06:40: Das ist so unterschiedlich wie Menschen sind.

01:06:44: aber ich glaube das Ganze entscheidende ist... Ich bin Rheinländer, dass eine gewisse Zuversicht, eine Fröhlichkeit vorlebt und einfach zeigt wir schaffen das gemeinsam und auch nur als Team Und deswegen auch steht hier oben Hashtag VCI.

01:06:57: Wir sind ein Team und wir sind nicht einzelne Departments oder ähnliches.

01:07:02: Wir arbeiten natürlich mit sehr vielen Dingen, dass wir mittlerweile in der gesamten Organisation den Open Space arbeiten um einfach auch dem Team Spirit zu fördern, das nicht jeder in seinem Kämmerlein sitzt und vieles andere.

01:07:16: Wir können auch kräftig feiern und vor allen Dingen unsere Erfolge feiern.

01:07:20: Ich glaube es ist wichtig und Erfolg haben wir auch.

01:07:23: Offen gesagt muss man da vorsichtig sein.

01:07:25: Erfolge eines Lobbyisten ist natürlich schon wieder was ganz Schlimmes, dann hat man natürlich wieder etwas erreicht, das die Mensch halt dem abgrund ein Stück näher gebracht hat.

01:07:33: Das sehen wir anders und feiern es natürlich auch kräftig.

01:07:37: Und ich glaube dass das A und O, dass das die Balance stimmt, dass die Mischung stimmt.

01:07:41: Dass wir gemeinsam als Leadership Team das auch vorleben und die verschiedenen Verästlungen der Organisation eben versuchen so aufzufangen mitzunehmen völlig klar.

01:07:50: Da sitzt noch mal manche mit einem Thema in der Ecke, die frustriert sind, weil sie nicht weiterkommen.

01:07:55: Aber ich glaube insgesamt als Organisation machen wir einen guten Job und man muss auch sagen... In schwierigen Zeiten haben noch kein Miggis-Unternehmen verloren.

01:08:02: das heißt die Unternehmen glauben an uns Es ist alles zu teuer was wir machen Alles klar!

01:08:06: Die üblichen Diskussionen haben wir auch.

01:08:08: aber am Ende des Tages Sie stehen zu uns, Sie glauben an Uns Und Sie partizipieren an dem was wir tun und ich glaube dass es das beste Signal das auf gutem Wege sind.

01:08:16: Wolfgang vielen herzlichen Dank.

01:08:18: Das hat großen Spaß gemacht war sehr sehr spannend.

01:08:20: Danke.

01:08:20: Die letzte Frage, du bist wahrscheinlich das schon lange jetzt gewesen.

01:08:26: Aber ab jetzt natürlich sowieso Fan der Chefetage und wirst diesen Podcast immer hören.

01:08:31: Wen würdest du denn gerne mal bei mir hören?

01:08:33: Hast du eine Empfehlung?

01:08:35: Willst du an jemanden den Staffelstab weitergeben oder hast so ein Idee, wen ich einfach mal einladen soll?

01:08:39: Ja, also ich bin auch einer der gerne über Bande spielt out of the box denkst.

01:08:43: Ich bin sehr sportaffin und ich habe jahrelang in den Diverkusen im Fußballstadion gesessen leider nicht mehr zu der Zeit als die Mannschaft richtig erfolgreich wurde.

01:08:52: Ich könnte mir Simon Rolfes sehr schön vorstellen.

01:08:54: Simon Rolfes ist der Manager der Fußballtruppe nach dem berühmten Herrn Kahlmund, den will ich jetzt nicht hierhin gesetzen wollen Aber Simon Rolf ist ein junger, frischer Unternehmerisch-denkender Typ der einen Genialen vereinführt und der auch mit einer persönlichen Perspektive Dinge betreuen wird.

01:09:10: Das würde extrem Spaß machen und das wäre eine Folge die ich mir dann wahrscheinlich mehrmals anhören würde.

01:09:15: Ja klasse gute Idee.

01:09:16: vielen herzlichen Dank!

01:09:19: Klasse wenn es euch auch Spaß gemacht hat und ihr was mitnehmen konntet ideale Zeitung nochmal auf abonnieren zu klicken, wenn ihr das nicht schon lange gemacht habt und wo auch immer ihr diese Episode seht oder hört.

01:09:31: Lasst ein Like da, rettzensiert, schreibt Kommentare.

01:09:34: Ihr findet in den Schauenorts meine Kontaktdaten.

01:09:36: Schreibt mir wenn ihr Ideen habt, Anregungen habt, Kritik gerne auch falls es sie denn gibt oder wenn ihr Vorschläge für neue Gäste habt.

01:09:44: Mein LinkedIn Profil findet ihr dort auch.

01:09:46: Wolfgang ist natürlich auch bei LinkedIn mit noch viel mehr Followern der freut sich aber auch über neue Follauer.

01:09:51: Und wenn ihr dem Kanal folgt dann Sehen und hören wir uns ganz bald wieder, da freue ich mich total drauf.

01:09:56: Bis bald!

01:09:59: Tschüss!