Wie führt man einen Müsli-Marktführer in die nächste Generation? Friederike Driftmann-Egelhof, Peter Kölln - 102

Shownotes

Wie führt man einen Müsli-Marktführer in die nächste Generation? Dr. Friederike Driftmann-Egelhof ist 34 Jahre alt und seit 2024 Vorsitzende der Geschäftsführung von Peter Kölln in Elmshorn. Das Familienunternehmen hinter den blauen Haferflockentüten gibt es seit 1820 - die erste Mühle wurde sogar bereits 1795 gegründet. Inzwischen führt Friederike es in siebter Generation.

Für diese Episode war ich bei ihr im siebten Stock der Zentrale, mit Blick über Elmshorn. Das Firmengelände unter uns ist über Generationen aus mehreren Mühlen zusammengewachsen. Ihr Büro war früher das ihres Großvaters.

Friederike erzählt, warum sie Werte und Konventionen strikt auseinanderhält. Bei Kölln wird inzwischen geduzt und die Krawatte bleibt im Schrank, die Haferflockentüte dagegen bleibt, wie sie ist. Wir sprechen über neue Müslis wie Rainbow Love und über den Porridge-Trend, den Kölln erst spät für sich entdeckt hat. Ein Produkt wurde dann allein durch seinen neuen Namen zum Marktführer. Sie erklärt, warum Kölln trotz Proteinwelle eine Hafermarke bleibt und heute zehn bis fünfzehn Neuheiten im Jahr bringt statt früher ein oder zwei. Und sie begründet, weshalb ihre Packungen nach dem Kakaopreisschock jetzt wieder größer werden, nachdem sie auf Reddit und TikTok zugehört hat.

Es geht auch um ihre Rolle als junge Frau in einem Haus, in dem manche länger arbeiten, als sie lebt. Friederike stellt unbequeme Fragen und will kein People Pleaser sein. Sie spricht offen darüber, dass ihr der Rat ihres Vaters fehlt, der 2016 gestorben ist.

Zum Schluss hat sie einen Wunsch an die Politik und verrät eine Idee für 2027, die nichts mit Frühstück zu tun hat.

Über den Podcast Chefetage:

In meinem Podcast Chefetage spreche ich mit Führungspersönlichkeiten und Unternehmern über ihre Karrierewege, persönlichen Erfahrungen, ihr Mindset, ihr Führungsverständnis und die Herausforderungen ihrer Branche. Du bekommst Impulse, wie Leadership und Unternehmertum heute funktionieren – authentisch, inspirierend und ganz praktisch.

Ich bin Leif Neugebohrn und unterstütze Führungskräfte und Unternehmer mit meiner Agentur Magnecon dabei, sich klar zu positionieren – mit einer starken Strategie, klarer Kommunikation und wirkungsvollem Leadership.

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Transkript anzeigen

00:00:00: Wir hatten fast diesen Porridge-Hype verschlafen, weil wir hier lange im Haus der Meinung waren, was wollen diese Leute mit Porridge?

00:00:06: Weil die können einfach die Kölnflocke nehmen.

00:00:08: So eine Generation ihre Haferflocken gemacht, so warum heißt das jetzt Porridge?

00:00:12: und das ging nicht!

00:00:13: Also das haben die Leute nicht verstanden.

00:00:15: Und dann hat irgendjemand aus dem Team gesagt ey Könnt ihr das bitte Porridge nennen, weil es halt Porridge ist.

00:00:21: Es wurde wirklich nichts geändert außer Der Titelname wurde verändert in Porridge.

00:00:26: Auf einmal waren wir Marktführer in diesem Signet.

00:00:36: Ja moin und herzlich willkommen hier zu einer neuen Episode in meinem Podcast Chefetage.

00:00:40: Ich freue mich total, dass du heute wieder mit dabei bist.

00:00:42: ich bin live neu geboren und wie Du weißt hier im Podcast da geht es immer rund um die Themen Unternehmertum, um Leadership, um Transformationsprozesse, um Nachfolge-Familienunternehmen und dafür spreche ich mit Unternehmerinnen und Unternehmern und mit Sea Level Executives wie man so schön sagt aber auch mit anderen Führungspersönlichkeiten aus der Wirtschaft, aus der Politik Sport.

00:01:06: Heute da begebe ich mich mal wieder so richtig tief ins Thema Lebensmittel rein, da waren wir ja schon ganz oft.

00:01:13: und die Marke um die es heute geht kennt wirklich jeder weil das ist eine der, ich würde fast sagen, ikonischsten Marken die es in deutschen Supermärkten zu finden gibt diese hellblau dunkelblauen Tüten im Müsli und im Haferflockenregal, die hat wahrscheinlich jeder schon mal gesehen und wahrscheinlich auch jeder schon zu Hause gehabt.

00:01:36: Ich rede natürlich von Köln, von Peter Kölnen aus der Nähe von Hamburg in Ampshorn Und das ist ein Familienunternehmen mit einer wirklich sehr sehr sehr langen Tradition.

00:01:46: Inzwischen glaube ich fast zwei Jahrhunderte alt oder noch älter.

00:01:49: da können wir gleich mal genauer drauf kommen.

00:01:51: und dieses Familienunternehm wird inzwischen in siebter Generation geführt und zwar von Friderike Driftmann Egelhoff.

00:01:58: Genau die habe ich heute als Gast und mit der kann ich jetzt heute ganz, ganz viel über Haferflocken reden.

00:02:05: Wir könnten zum Beispiel an die große ewige Frage klären ob Kermig oder Blütenzart besser ist?

00:02:11: Ich hab da so eine ganz klare Meinung!

00:02:13: Und natürlich auch wie sich der Lebensmittelmarkt verändert und wie die Nachfolge in einem Familienunternehmen funktioniert.

00:02:18: von daher freue mich wahnsinnig dass ich hier sein darf.

00:02:21: herzlich willkommen!

00:02:21: Ja vielen herzlichen Dank!

00:02:23: Freu mich sehr!

00:02:24: Ich mich auch.

00:02:24: wir sind hier im... ein Stock bei euch in der Zentrale, in deinem Büro.

00:02:29: Ja genau!

00:02:29: Das war früher mal das Büro meines Großvaters und jetzt hab ichs bezogen seit zwei Jahren.

00:02:33: Das haben wir einen wunderschönen Boden hier.

00:02:35: Ich habe ein bisschen was an eine Einrichtung geändert aber er hat sich gefunden.

00:02:38: Ja vielen Dank!

00:02:39: Wir haben ganz ganz tollen Blick über Ehrmthorn und Peter Köln steht auch schon hier dran.

00:02:45: eigentlich hätte man es noch anmachen müssen Aber die Neon-Lampen sind immer für die Kamera nicht so ganz gut.

00:02:49: Ich muss sagen, eine Sache die fand ich als ich hergefahren bin.

00:02:53: Das muss ich direkt einmal zu Beginn schon mal klären fand ich unglaublich sympathisch bei euch wen gerade auf den ganzen Gelände, auf dem ganzen Gebäude noch Regenbogen flacken.

00:03:03: Und das ist heute etwas was man total selten nur noch sieht dass sich das in Unternehmen traut.

00:03:06: also von daher vielen vielen Dank!

00:03:08: Gerne ja wir hatten am Wochenende den CSD im Sorn und Ich bin total froh dass es so viele Menschen gab die da auf die Straße gegangen sind.

00:03:15: Wir wollten das unterstützen mit unserem Zeichen hier über den Dächern.

00:03:20: Wir kommen gleich nochmal genauer auf alles, was ihr so anbietet und produziert.

00:03:23: Aber ihr habt glaube ich auch ein Regenbogen Müsli.

00:03:25: ist das richtig?

00:03:25: Ja ja, Rainbow Love.

00:03:27: Rainbow Love, ja perfekt!

00:03:29: Und bevor wir jetzt einmal auf das Persönliche gehen und das Unternehmen vorstellen dann direkt die wichtigste Frage vorab, Kernig oder Blütenzart?

00:03:37: Ich bin großer Blütonzart-Fan.

00:03:39: Ich auch also... Ich glaube da gibt es aber auch nur einen entweder oder und bei mir zu Hause waren immer alle irgendwie auf Kernig und ich habe dann Blütezart durchgesetzt.

00:03:49: Ja, Friederike, du bist jetzt Nachfolgerin hier in einem Familienunternehmen.

00:03:55: Das wird wahrscheinlich wahnsinnig viel Zeit kosten und viel Arbeitszeit aber es gibt ja auch Momente, in denen du nicht arbeitest.

00:04:03: Erzähl doch mal so ein kleines bisschen wer bist du ganz persönlich?

00:04:05: Was macht dich aus?

00:04:06: was machst du wenn man nicht arbeitet?

00:04:09: Also ich glaube, ich bin ein sehr neugieriger Mensch und auch einen sehr gerne kreativ denkender Mensch.

00:04:14: Und ich mag sehr, sehr gerne Menschen zu tun haben und ganz viele neue Sachen entdecken.

00:04:19: Was ich jetzt neu angefangen habe ist tatsächlich den Sport etwas mehr für mich mehr entdeckt.

00:04:24: Ich bereite mich gerade auf meinen ersten High Rocks im Oktober vor wo ich zusammen mit meinem Schwager im Double euren trete.

00:04:29: also mache ich grad sehr viel Sport!

00:04:32: Was heißt das genau?

00:04:33: High Rocks.

00:04:34: So, High Rock ist ja... Dieser Wettkampf, man sagt Hybrid-Sportart.

00:04:38: auf der einen Seite sind es acht unterschiedliche Kraftsportübungen und verbunden mit jeweils einem Kilometer Laufen.

00:04:44: Und das ist ein sehr spannendes Unternehmen was gegründet worden ist.

00:04:47: Es ist weltweit aktiv und inzwischen gibt's weltweite Aktleten.

00:04:50: also in allen großen Städten der Welt finden Wettkämpfe statt.

00:04:54: und dass sich Millionen von Menschen machen jetzt diesen neuen Sport erfunden worden, weil es keine klassische Wettkampfdisziplin im Kraftsport gab.

00:05:02: Und ja jetzt mache ich da mal mit.

00:05:05: Krass!

00:05:05: Respekt?

00:05:07: Ich höre gerade von ganz vielen Führungskräften, mit denen ich spreche die joggen immer oder machen irgendwelche Ironmans oder irgendwie sowas, aber das habe ich auch noch nie gehört.

00:05:17: Das ist was ganz anderes mal.

00:05:19: Wie bist du da draufgekommen?

00:05:20: Ich

00:05:20: bin ehrlich gesagt, ich kann ja ein bisschen was nachher über mein Werdegang erzählen.

00:05:25: Aber meine letzte Station, bevor ich zu Peter Köln ging, war sehr anstrengend vom Worklot her und ich bin dann zum Arzt gegangen und habe mich mal durchchecken lassen.

00:05:33: Meine Blutwerte checken lassen, LDL-Kollisterien, Hiproprotein A-Werte und solche Sachen... Da hat dann mein Arzt gesagt, sie müssen wirklich was tun.

00:05:43: Sie müssen körperlich aktiver werden und sie müssen vor allem für ihre Ernährung achten.

00:05:46: Und das hat mich auf der einen Seite gekränkt weil ich ja eigentlich aus einem Haushalt komme wo wir immer auf Ernährungen geachtet haben.

00:05:52: aber Ich habe halt wirklich unterschätzt dass dieser Alltags Stress eben dazu führt Dass das Körper echt nicht gut ist und es auch fürs Körpergewicht nicht so gut ist.

00:06:03: Deswegen hab ich ganz bewusst mit Ich habe mich wirklich angefangen, massiv an Sport zuzulegen und mich nochmal bewusster zu ernähren.

00:06:13: Und ich merke dass es mir die Kraft gibt auch um Alltag bessere Entscheidungen zu treffen.

00:06:17: Ja das glaube ich.

00:06:18: Das wahrscheinlich unterzubringen jeden Tag.

00:06:20: Wahrscheinlich eine Riesen herausfahren kann ich mir vorstellen aber...

00:06:24: Ich bastel mir das in den Kalender rein.

00:06:26: also für mich ist dieses sind ganz entscheidende Recovery Zeiten tue ich mir den Kalender und dann bin ich auch weg.

00:06:32: Und da bin ich dann aber wieder da, also... Ich baue das relativ oft ein entweder morgens direkt oder wenn ich an morgens einen Termin habe um acht, wird es ja irgendwann etwas zeitkritisch.

00:06:41: Dann baue ich das meist mal abends irgendwie ein und wenn dann acht, dann wieder im Laptop und mach wieder das eine oder andere.

00:06:46: Aber das ist halt wirklich ne Zeit die ich mir blocke und auch Priorität hat für mich.

00:06:51: Großartig!

00:06:53: Jetzt hast du grad schon gesagt, du gehst gleich nochmal auf deinen Werdegang genauer ein.

00:06:57: Du bist jetzt seit Jahrzehnte, Geschäftsführerin von Peter Köln.

00:07:03: Wie war die Zeit davor?

00:07:05: Ja also ich bin hier tatsächlich aufgewachsen zur Schule gegangen.

00:07:09: in dem Zorn habe mich dann nach dem Abitur hier entschieden Jura zu studieren hab in Hamburg Jura studiert hab dann schnell gemerkt dass ich weder Staatsanwältin noch Richterin auch klassisch anwälten werden möchte aber gemerkt das Jura eine extrem tolle generalistische Ausbildung ist und dass ich gerne oder meinen Interessen vor allem politischen im öffentlich-rechtlichen, europarechtlichen liegen.

00:07:32: Und auf der anderen Seite bin ich jetzt hier groß geworden.

00:07:34: auf dem Firmengelände habe immer irgendwie gemerkt das es hier um Unternehmertum gegen die Entscheidung getroffen worden sind.

00:07:41: mich hat auch immer interessiert hier einen Beitrag zu leisten und deswegen hab ich mich nach einem ersten Staatsexamen dazu entschlossen europäischem Lebensmittelrecht zu promovieren weil es so ein Stück weit die Verheiratung von zwei Themen war Und habe mich dann im Referendariat sehr stark mit Familienunternehmen befasst, also mit Nachfolgen, gesellschaftsrecht und steuerlichen Themen.

00:08:01: Und hab da noch einen zweiten Examen meckert okay.

00:08:04: Interessante, bisher interessante Tätigkeiten nicht gemacht haben aber ich hab überhaupt keine Ahnung von der Branche.

00:08:10: Also ich hab mal die Marketing gemacht, keinen Vertrieb gemacht Ich hab da kaum Netzwerk und hab mir so eine Art zweites Referendariat selbst geschneidert indem ich in Unternehmen hospitierte.

00:08:21: Ich war bei Katjes, ich war bei Iglo, war Praktika gemacht.

00:08:26: War Legal Counsel bei der Unternehmen und bin dann in die Unternehmensberatung zur BCG gegangen und habe dann nochmal wirklich auch international arbeiten können.

00:08:34: Und als Jurist auch da die Möglichkeit gehabt, als sogenannte Exot tatsächlich eine Unternehnungsberatungen einzusteigen noch mal Zahlen, Datenfakten, Cashflow-Rechnungen, G&Vs zu lernen.

00:08:47: Das hat mir sehr viel Spaß gemacht!

00:08:50: Meine Eltern sind ja gestorben, mein Vater.

00:08:53: Als ich meine letzte Klausur geschrieben habe tatsächlich an dem Tag und meine Mutter im Jahr ist in der Promotion.

00:09:01: Und deswegen war diese Ausbildung sehr stark dann auch von so einem Erwachsenen werden geprägt weil ich halt gemerkt habe okay mir fehlt jetzt irgendwie die älterliche Rat und jetzt muss ich halt schauen wie ich mir ein Netzwerk baue was insbesondere auch in der Branche ein Stück weit mir helfen kann, mich zurechtzufinden.

00:09:22: Und das hat dann tatsächlich ja so seine Zeit gedauert, im Jahr zwanzigundzwanzig merkte ich allerdings dass hier wirklich massiver Umbruch auch am Standort stattfand.

00:09:31: kulturell wirtschaftlich vieles umbauen ob wir jetzt digitalisieren hier investieren am standort.

00:09:37: Und ich merkte so, das ist jetzt eine entscheidende Zeit um auch selbst operativ reinzugehen und deswegen bin ich hier angetreten.

00:09:45: Zusammen allerdings mit anderen Geschäftsführern die noch weit aus mehr Bronchen Know-how haben als ich.

00:09:50: also ich habe mich immer entschieden wenn ich ins Unternehmen komme dann tue ich das in einem Mixed Management Modell wo ich nicht am Ende die einzige bin die auf der einen Seite den frischen Wind mitbringt und gleichzeitig eben auch die Erfahrungswelt mit bringt.

00:10:02: denn die Erfahrung hab' ich noch nicht und die Erfahrungen haben andere und deswegen machen wir es gerade im Team.

00:10:06: Ein

00:10:07: spannendes Modell.

00:10:08: auf das Thema Nachfolge will ich gleich nochmal ganz, ganz intensiv eingehen.

00:10:13: Vielleicht vorab noch mal ein kleiner, kleiner Anekdote diese also dass ich dich eingeladen habe?

00:10:20: Das ist entstanden weil in einer der vorherigen Episoden hat Christoph Werner, der CEO der DM-Drogeriemärkte gesagt, dass ich das machen soll und es ist ganz spannend wäre mit dir zu sprechen.

00:10:31: Da hab' ich natürlich geschrieben und wo du jetzt gerade erzählt hast... dass du von Anfang an eigentlich immer so das Gefühl hattest, du willst hier was beitragen und hier was tun.

00:10:41: Musste ich ein bisschen an ihn denken weil er hat gesagt bei ihm war es ganz anders und er wollte in der Schule immer Kampfpilot werden.

00:10:47: So als Waldorfschüler... Ich bin auch Waldorf Schüller gewesen, darf ich das glaube ich sagen eine eher ungewöhnliche Sache als Berufswunsch?

00:10:55: Gab's für dir auch mal so ne Zeit wo du so einen ganz anderen Berufswund

00:10:58: schattest?!

00:10:59: Ich

00:11:00: hab auch Waldorfschüler, Freunde, die grünes Soldat wohnen.

00:11:03: Also ich glaube da gibt's alles... ...ich wollte mal Sachen anders machen.

00:11:08: also ich hätte es mir sehr gut vorstellen können Journalistin zu werden oder tatsächlich Schriftstellerinnen zu werden.

00:11:14: Ich schreibe bis heute sehr gerne, ich finde Sprache ist eine schöne Sache aber ich bin grundsätzlich begeisterungsfähig und das ist halt.

00:11:22: diese Kreativität die dem Unternehmerberuf innehaftet oder anhaftet ist natürlich ne ganz tolle Sache.

00:11:28: Und ja, bin eigentlich ganz froh dass ich das so gemacht habe wie es jetzt gekommen ist.

00:11:33: Was glaube ich?

00:11:34: Im Zweifel Bücher veröffentlichen kann man auch unter anderem Namen und das als Zeitkick ja noch.

00:11:40: Das geht ja durchaus auch!

00:11:43: Bevor wir auf dieses Thema nach Folge kommen... Stell doch mal ein kleines bisschen das Unternehmen vor, ich hab jetzt ja schon gerade gesagt es ist über zweihundert Jahre alt.

00:11:53: Ich glaube siebzehn, zweieinneunzig oder irgendwie so etwas in diese Richtung war das wenn ich's mir genau gemerkt habe.

00:11:59: Jetzt ist eins klar ihr macht das da aber ihr macht ja noch viel mehr auch noch vielmehr Marken und erzählt euch mal ein bisschen

00:12:06: Ja sehr gerne, siebzundhundertvon neunzig Jahr Tanzenrich Köln hier am Standort nämlich genau hier wo wir sitzen gedacht.

00:12:15: Am Hafen läuft ein Schiff aus, nämlich Richtung Grönland.

00:12:18: Und dieses Schiff hat eine Besatzung und diese Besatzungen muss ja was zu Essen haben wenn es nach Grünland geht.

00:12:24: Deswegen hatte er seinen ersten Business Case und hat hier eine Grützmühle erworben und hat Schiffsproviant hergestellt.

00:12:30: Daraus wurde ein Industrieunternehmen das vorrangig im Haferbereich tätig war.

00:12:35: Zwischen sind wir Zerealien-Marktführer, Marktwührer im Bereich Haverflocken, Porridges... Müslis und Top-III in Deutschland, der Traditionszünder in Zerealiens.

00:12:44: Das sind klassischen Frühstücksflexes.

00:12:46: Und im Jahr ist es Klassischer Frühstück.

00:12:47: In dem Jahr haben wir weitere Marken dazugekauft unter anderem Marzola Livio bis Kinpalmin also einen Bereich Öle und Fette dazu gekauft und inzwischen sind wir ein mittelständisches Familienunternehmen was vorrangig ja im Lebensmittelbereich tätig ist allerdings hier am Standort eigene Nährmittel herstellt und das ist vor allem unsere Frühstüchsmarke Köln.

00:13:12: Die hat sich ja auch unglaublich diversifiziert, habe ich so das Gefühl.

00:13:15: Also jetzt ist es wahrscheinlich ein unfähre Vergleich.

00:13:18: aber auf dem Weg hierher war ich gerade in einem Supermarkt in Elmshorn und die Regalmeter, die ihr da eingenommen habt nur mit der Marke Köln, dass sei ich glaube sechs Meter oder ähnliches und man braucht erst mal so viele Produkte zu füllen.

00:13:33: Es ist echt vielfältig geworden also nicht mehr nur Haferflocken sondern Ja,

00:13:39: also wir haben schon paar Sachen.

00:13:40: Also ganz neu jetzt kommt der Wärmeblock.

00:13:43: im Bereich Protein sind wir aktiv geworden indem wir hier eine Haferflocke auf den Markt gebracht haben mit Haferproteinenpulver dabei.

00:13:53: Wir sind im Müsli-Bereich aktiv geworden und haben den ganzen Bereich aufgeweckt in dem wir gesagt haben Müslis ein Spaßprodukt auf eine gewisse Weise Und gerade für diesen Dopamincake haben wir sind wir mit bekannten Markenbieriter Sport zusammengekommen und haben gesagt unser Schokomüsli soll bunt bleiben.

00:14:12: In diesem Müslibereich.

00:14:13: tatsächlich kommt auch, ich habe es jetzt hier gerade nicht, die Idee zu sagen wir machen mal einen Müsli mit bunten Zucker oder mit bunter Schokolinsen und diese Schokolinse das war für mich ein Produkt wo ich gesagt habe wenn wir da nicht richtig aufpassen dann ist das ein Kinderprodukt und ich möchte kein Kinderproduk mit so viel Zucker auf dem Markt bringen sondern für mich ist es ein Produkt was auch für Freiheit Und für Vielfalt und verbundte Gesellschaft steht.

00:14:38: Deswegen kamen wir auf die Idee, das Rainbow Love zu nennen und es noch mal einen ganz anderen Purpose zu verleihen.

00:14:43: Für mich ist es halt wirklich ein Toleranz-Müsli.

00:14:48: aber da kann ich auch lustige Geschichten erzählen.

00:14:50: Da gab's nämlich in der Köln Verwenderschaft den einer oder anderen, der da Böse drauf reagiert hat.

00:14:55: Aber das muss man dann mitnehmen.

00:14:57: Ich glaube auch.

00:14:58: Das muss man aushalten im Zweifel.

00:15:00: Das hatte nämlich direkt die nächste Parallele zur Christopherne im Zweifel als CEO auch aushalten muss, wenn man sich positioniert.

00:15:10: Das macht er ja auch öfters, ich sage mal recht intensiv dann auch noch direkt in so großen Fernsehsendungen wie bei Lanz und

00:15:18: Co.,

00:15:20: aber offenbar reicht schon ein Regenbogenmüsli um etwas aushalten zu müssen.

00:15:24: Ja also es ist ja so dass wir hier in relativ kleinen Strukturen arbeiten.

00:15:30: Wir haben zwar Marktforschung und wir gucken uns woher an was wir herstellen.

00:15:34: Jetzt mal schon wichtig ist, wenn man was lanscht.

00:15:36: Dass man sich überlegt, dass man an das Produkt glaubt und das auf die Zielgruppe ans Produkt glaubte.

00:15:40: Aber als dieses Protokoll vom Markt gekommen ist haben wir einen wirklich ganz schlimmen, also auch homoforben Brief bekommen von einem von einem angeblichen Hölnverwender der sich darüber eschoffiert hat warum wir denn jetzt diese Szene unterstützen?

00:15:53: Warum wir uns da zur Leihschipp- und zu Vielfalt ähm äh ja äh äußern?

00:16:00: Ja, das muss ich sagen.

00:16:01: Das hat mich schon verschreckt weil ich mir halt gedacht habe was das denn für Haltungen sind.

00:16:06: Wir haben gesagt wir sind eine Marke mit über achtzig Prozent der Marktbekanntheit und man muss die Reichweite auch für etwas einsetzen woran man glaubt.

00:16:13: Und wir glauben eben an die Tatsache dass an diesem Frühstückstisch es gibt kaum etwas inklusiveres als ein Frühstuckstisch und da an dem soll halt jeder in einer Gesellschaft Platz haben und wir wollen halt keinen vom Frühstücks Tisch ausschließen.

00:16:27: Und ja, es ist halt unsere Haltung und die Haltung bleibt eben auch.

00:16:30: Auch wenn die Zeiten sich werden.

00:16:32: Das sind großartige Statement und irgendwie leidet uns auch direkt zu einem Thema.

00:16:37: Ich wollte dich eigentlich später bringen aber ich glaube dann passt das jetzt total perfekt gerade rein.

00:16:42: Nämlich die Frage wie geht man eigentlich mit so einer Traditionsmarke um?

00:16:46: Jetzt seid ihr wirklich wirklich mit einer sehr langen Geschichte gesegnet.

00:16:53: Ganz, ganz viel Positives.

00:16:55: Aber es ist natürlich auch dann so dass dadurch natürlich auch Dinge ich glaube fester vielleicht verankert sind als jetzt bei jüngeren Marken die schneller mal was verändern können und Ich hatte das hier tatsächlich schon oft im Podcast als Thema wie man wie man Traditionsmarken verjüngen oder erneuern kann.

00:17:15: Manchmal ist das dringend notwendig, wie z.B.

00:17:17: bei Hitchies, die ja früher auch Hitschler hießen und als sie den Hitchis unbenannt haben.

00:17:22: Philipp war hier bei mir vor einigen Jahren aber auch so simple Sachen wie saure Gurken, also Kühne in Hamburg.

00:17:33: Der Kai Boris Bendix war hier und hat erzählt, wie sie sauerkraut- und sauregurken verjungen.

00:17:39: Ich kann mir vorstellen, das ist bei euch so ein bisschen ähnlich.

00:17:43: Jetzt ist es eine sehr extremes Beispiel gewesen mit dem Rainbow Muesli aber ich kann mir vorstellen auch bei anderen Verjüngungen zum Beispiel wie Mueslis muss Spaß machen.

00:17:54: Das wird wahrscheinlich durchaus mal Spannung hin.

00:17:57: Wo verläuft denn der Spagat zwischen Herkunft und Aufbruch?

00:18:01: Ich glaube was ganz wichtig ist, dass man einen generellen Punkt oder eine generelle Sache nicht verwechseln darf.

00:18:10: Und zwar Werte mit Konventionen, also wir haben auf der einen Seite Werte und ich finde du hast Werte?

00:18:16: Ich habe Werte wie jetzt gesellschaftlich.

00:18:18: da gibt es unterschiedliche Werte aber... Wir als Unternehmen haben Werte und ich glaube, diese Werte sind gar nicht so unterschiedlich wie ein Unternehmen was sich jetzt gründet.

00:18:26: Also um ehrlich zu sein sind die Werte, die an Peter Kölnhaften nicht anders als die Wärte, die ich wahrscheinlich nutzen würde oder die ich an dich glauben würde wenn ich mit dem Unternehmen gründen würde.

00:18:35: aber die Konventionen sind ganz anders Und auch die damals und die Tradition auf Grundlage dieser Werte.

00:18:41: Als ich herkam da war selbst klar... operativ drin war.

00:18:46: Da haben sich alle gesiegt, da hat man einen anderen Krawatte getragen.

00:18:50: Da hat man nochmal ganz anders im Hinblick auf Besitztümer geachtet oder Besitzstände geachtet.

00:18:57: im Hin Blick auf habe ich ein Parkplatz?

00:19:00: Habe ich ein bestimmtes Auto?

00:19:03: Wie sind so die Zusammenarbeit in Abteilungen ehrenzielos und solche Sachen?

00:19:08: Und auf der anderen Seite war bei Köln aber immer schon verhaftet eine enorme Mitarbeiter.

00:19:14: Zusammenhalt, dass soziale Voreinander einstehen.

00:19:18: Auch dieser Teamgeist, ja auch wenn man ihn vielleicht so nicht bezeichnet hätte als Team sondern man hätte gesagt der Mitarbeiter oder Belegschaftszusammenarbeit.

00:19:28: Die war schon da.

00:19:28: und dann als ich gekommen bin habe ich gesagt lasst uns mal zusammensetzen und lass uns mal überlegen wofür stehen wir eigentlich jeden Tag auf?

00:19:36: also was treibt uns?

00:19:38: Und was verbindet auch uns junge Menschen mit den Leuten, die schon vierzig Jahre da sind.

00:19:43: Wir haben jetzt letzte Woche erst ein vierzigjähriges Jubiläum gehabt von Leuten, Die halt wirklich vierzig Jahr auf uns gearbeitet haben.

00:19:49: ich bin Vierunddreißig Jahre alt.

00:19:51: Die waren sechs Jahre im Unternehmen als ich geboren wurde.

00:19:53: Es muss man sich mal überlegen und habe mit denen auch gesprochen.

00:19:59: Was glaube ich sehr wichtig ist Sind diese Themen auseinander zu halten Werte zu behalten die eine oder andere Konventionen über Bord zu schmeißen und diese Werte eben in neue Zeit zu überführen.

00:20:09: Und das zeigt sich in dem neuen Packaging genauso wie auch die Frage, wie arbeiten wir zusammen?

00:20:14: Wie duzen uns inzwischen?

00:20:17: Ich habe auch gesagt, wir müssen jetzt hier nicht mehr an such- und Krawatte jeden Tag tragen.

00:20:21: Also es ist auf der einen Seite lockerer geworden.

00:20:23: Auf der anderen Seite erwarte ich eben aber auch einen ganz anderen Blick auf vernetztes Arbeiten, auch auch wirtschaftliches Arbeiten.

00:20:31: Ich möchte keine Silos mehr.

00:20:33: Vieles von dem, was wir hier nach außen tragen ist belegt durch eine interne Überzeugung und auch eine interner Veränderungen von Prozessen.

00:20:42: Die aber getragen werden von denselben Werten die es vielleicht schon seit hundert Jahren gibt, die allerdings befreit worden sind von einer anderen Konvention wie wenn ich mehr brauche und nicht mehr in die Zeit passt.

00:20:51: Jetzt

00:20:52: haben wir schon sofort wieder eigentlich bei Leadership gelandet.

00:20:55: das ist auch super spannend.

00:20:57: Ich kann mir vorstellen dass Du hast jetzt so nebenbei schon eigentlich sehr viele Veränderungen hier angesprochen.

00:21:05: Ich glaube, das Dutzend ist wahrscheinlich auf der einen Seite das Kleinste aber gleichzeitig etwas was für viele wahrscheinlich sehr symbolisch dann auch ist, dass sich was verändert, aber sowas wie arbeiten in Silos oder das Aufzubrechen.

00:21:19: Jetzt bist du als Nachfolgerin hier in dieses Unternehmen gekommen?

00:21:24: Was auf der anderen Seite heißt, dass du dieses Unternehmen dein ganzes Leben lang kanntest und dass dir irgendwie in die Wiege gelegt worden ist.

00:21:31: Und gleichzeitig warst du auch komplett neu, wie du schon selber gerade gesagt hast, sechs Jahre jünger als manche hier gearbeitet haben

00:21:40: so.

00:21:41: Ich kann mir vorstellen das es am Anfang wahrscheinlich auch sich erstmal ein bisschen zurechtrütteln musste oder...wie würdest du das beschreiben?

00:21:51: Ich habe am letzten Wochenende erst mal darüber nachgedacht weil ich gedacht habe Mir ist ein neuer Gedanke dazu gekommen, jetzt teile ich mal mit dir.

00:22:01: Das eine ist nicht nur ... wenn du als Nachfolger ins Unternehmen kommst und fragst, passt dieses Unternehmen noch in die Zeit?

00:22:08: Sondern ehrlich gesagt man hat auch die Tatsache ... Ich bin ja auch zur Schule gegangen, hab ausgebildet, bin in anderen Unternehmen gewesen, bin internationaler Unternehmen gewesen... Und ich komme ja auch mit einer gewissen Erwartungshaltung ins eigene Unternehmen.

00:22:19: und obgleich ich ja August geworden bin und mir viel ans Herz gewachsen ist, fragt man sich auch Passe ich in diese Kultur.

00:22:28: Also passen, pass' ich und diese Kultur passen wir

00:22:31: zusammen.".

00:22:32: Und ähm... Ich glaube das ist an vielen Stellen immer noch ja weil ich wirklich die groß geworden bin.

00:22:38: Ich glaube vieles auch verstehen kann.

00:22:40: aber manchen Stellen ist es auch ein Nein und dann ist das halt auch ein schmerzvolles Nein.

00:22:45: und da muss man sich genau überlegen möchte man diesen Blick den man in anderen Unternehmen mitgenommen hat den man gut fand den man vielleicht auch wirklich beeindruckend fand, auch so eine Leistungskultur die man im internationalen großen Unternehmen hat?

00:23:00: will man die hier adaptieren in einem mittelständischen Umfeld das vielleicht nochmal anders geprägt ist und dass auch ehrlich gesagt als Organismus die letzten Jahrhunderte exzellent überlebt hat.

00:23:11: Und da muss man sich schon selber überlegen wie viel transformativ es will man ins Unternehmen geben und wieviel lässt man sich mit der Zeit entwickeln?

00:23:21: Das kann ich mir extrem gut vorstellen.

00:23:23: ja Ich versuch mir gerade so vorzustellen, wie das ist.

00:23:27: Jetzt hast du gesagt, du bist heute thirty-four.

00:23:32: Das heißt also als du hier nachfolgerin wurdest warst du zu circa thirty-two.

00:23:38: Das ist ja jetzt nicht nur neu im Unternehmen auch das sprechen wir es aus

00:23:44: Frau

00:23:46: und Jung.

00:23:47: Es sind alles gleich drei Sachen die es wahrscheinlich vielen nicht ganz einfach gemacht haben zu akzeptieren.

00:23:53: Da kommt jetzt jemand mit ganz neuen Ideen.

00:23:56: Wie setzt man so was um?

00:23:59: Ich glaube, ich habe bis heute nicht den perfekten Rat für Leute, die das jetzt machen müssen.

00:24:04: Ich glaube immer noch lernen.

00:24:05: Was ganz wichtig ist auf der einen Seite völlig richtig, ich hab dieses ganze Frauenthema komplett unterschätzt.

00:24:11: Wenn du gut gebildet bist und was im Kopf hast wenn dich hier mit Argumenten durchsetzen wird es super gehen.

00:24:17: Was ich gemerkt habe ist dass es eine Art Dynamik gibt in der Wirtschaft oder in der Branche intern wie extern, die so ein Stück weit vom Erfahrungsschatz vom Netzwerk lebt.

00:24:29: Und da ist man als junger ärgerziger Mensch der primär auf Wissen beziehungsweise auf Erlernten versucht seine Argumentationen aufzubauen und so ein stückweit ja einen Jungspund, also den wirklichen Essenz das wirkliche was das Geschäft ausmacht noch nicht so wirklich drauf hat ein, auch der eine oder andere im eigenen Unternehmen findet.

00:24:54: aber und das ist was überzeugende ist wenn man dann kommt und sich die Sachen wirklich anguckt.

00:25:00: Und dann auch im Detail fragt.

00:25:01: Das haben viele von mir in den letzten zwei Jahren vielleicht nicht erwartet gehabt dass ich bis aufs letzte Detail Nachfrage wie funktionieren die Dinge?

00:25:10: Dann auch unangenehme Nachfragen stelle und sage geht das denn auf, verdienen wir dann mit dem Produkt Geld?

00:25:17: Ach nein!

00:25:18: Warum haben wir es denn ein Portfolio?

00:25:20: Ach Mensch und nach welchen Kriterien haben wir eigentlich ein Produkt im Portfolium usw.

00:25:26: Und dann fangen an unangenehme Fragen zu

00:25:28: stellen.".

00:25:29: Ich glaube dass das auf der einen Seite Respekt am Ende schon für meine Person, das ist ein Respekt mit, aber auch unangênem wird.

00:25:39: Und ich glaube man hat den Knoten noch nicht... richtig gelöst, wenn man nicht anfängt dann zu sagen ich halte es aus dass Leute auch die Nachfragen unangenehm finden.

00:25:51: Wenn man so Peoplepleaser ist, dann ist das ganz schwierig und daran arbeite ich aktuell, dass ich halt sage Ich bin auf der einen Seite interessiert und versuche auch selber an diese Rolle zu wachsen aber ich bin halt nicht der Peoplepleaser sondern ich versuche wirklich die Sachen zu verstehen und hier das Beste drauszumachen.

00:26:07: Und ich glaube das hat auf der eine Seite was Gewinnens... ich hoffe das ist etwas Gewinnendes hat.

00:26:13: Aber ich merke auch in der Zusammenarbeit, dass sich hier Menschen überzeugt meinen Weg mitzugehen.

00:26:17: Und das wir hier zweiter zusammenwachsen, es freut mich schon.

00:26:21: Das kann ich mir gut vorstellen!

00:26:24: Man hat ja heute immer noch so das Klischee von CEOs und

00:26:28: Chefs

00:26:29: und Chefinnen und Unternehmern, dass die so Alphatiere sein müssen.

00:26:33: Wenn du jetzt gerade selber sagst, dass du vielleicht lernen musst oder auch davon überzeugt bist grade, dass man nicht unbedingt ein People-Pleaser sein muss... Braucht man so gewisses Alpha gehen?

00:26:44: Oder geht das heute auch anders.

00:26:45: Also ich weiß gar nicht genau, was ein Alpha gehen ist.

00:26:47: Was ist das?

00:26:48: Ist es so... Ich bezogen oder wie nennt man das also?

00:26:52: Das sind halt die Chefs im klassischen Sinne hier komme ich und bin ich und die auf den Tisch hauen und wenig neben sich

00:27:01: akzeptieren.

00:27:02: Also

00:27:03: was glaube ich wichtig ist diese Durchsetzungsvermögen weil mit Fragen kommt man nicht weiter.

00:27:09: Man hat schon eine gewisse.

00:27:12: Ich hab mir ja schon was vorgenommen und auch hier gemeinsam mit meinem Team was vor genommen.

00:27:17: Und das setzen wir auch durch, und was ich halt schon wichtig und schön finde – das ist halt auch mein Ziel -, dass mein Team viel schlauer ist als ich, dass mein team viel besser Bescheid weiß wo es lang geht als ich und mich auch im Zweifel führt fachlich zumindest unser Aktiv voran.

00:27:33: Wir müssen das auf TikTok machen, wir müssen das und das Produkt, das ist der neueste heiße... Das machen wir auf jeden Fall.

00:27:41: Und ich diese enorme Impulsgeberschaft nicht mehr geben muss, auf der anderen Seite glaube ich es ist schon wichtig sich da durchzusetzen und wenn man mal wirklich Leute hinzuführen.

00:27:54: Ich glaub damit habe ich kein Problem halt dann deutlich zu werden und das ist wiederum vielleicht nochmal zu kommen was du eben gerade gefragt hast.

00:28:02: Das ist glaube ich dann vielen also dem ein oder anderen schon bisschen viel so nach dem Motto... Boah, die ist so jung.

00:28:10: Die hat kaum Ahnung!

00:28:11: Die ist seit... ...dies... ...die ist... ...diesvierunddreißig Jahre alt.

00:28:13: Ich mach' seit vierund dreißig Jahren hier Peter Köln und bin in allen Bereichen und kenne mich hier

00:28:18: aus.".

00:28:19: Und da muss man halt aufpassen dass man nicht auf der einen Seite wenn man deutlich wird dann muss man auch akzeptieren das am Ende ist genauso kommt wie man sagt weil am Ende eine Entscheidung so durchgesetzt wird wie man es dann auch angeordnet hat.

00:28:34: und das Schlimmste isst Wenn du dich...wenn du dich dann erst Ja, und wenn dann der Mitarbeiter die Schachmatt setzt und sagt ja, dann hättest du sie mal auf mich gehört.

00:28:43: Genau!

00:28:44: Und ich glaube was halt schon wichtig ist das dann die dann kommen zu lassen und dass halt schon als eskalatives Element schon auf der einen Seite schon noch Impette zu haben aber im Meeting der Erste zu sein etwas sagt und anordnet.

00:29:00: Ich glaube Das ist etwas was nicht nur zieht sondern man muss schon Leute ermutigen zu einem zu kommen.

00:29:07: Erst glaube ich ja.

00:29:08: Jetzt hast du gerade oder vorhin erzählt, dass vor zehn Jahren dein Vater gestorben ist?

00:29:15: Ja.

00:29:17: Das heißt eine Übergabe in klassischen Sinne hat nicht stattgefunden das.

00:29:22: Ich muss da grad dran denken.

00:29:23: Es ist auch hier ganz aus der Nähe.

00:29:25: vor circa zwei Jahren war es Soe André die ist Unternehmerin aus Hamburg von einer Softwarefirma.

00:29:32: Die machen so Liegelsoftware kennst du wahrscheinlich schon.

00:29:35: Die ist auch eingestiegen als ihr Vater dann ausgefallen ist, zuerst krank geworden ist aber auch sich nicht mehr beteiligen konnte und die jetzt so ein bisschen erzählt wie schwierig das erst mal war da nicht auf den Rat mehr setzen zu können.

00:29:49: Nicht mehr nachfragen zu können.

00:29:52: Jetzt war bei dir ja ein größerer Zeitraum dazwischen zwischen dem Tod und der Übernahme der Verantwortung.

00:29:57: Aber gerade in solchen Sachen die du beschrieben hast wäre es wahrscheinlich manchmal gut gewesen diesen diesen Rat reinholen zu können.

00:30:07: Absolut, was ich feststelle in meiner Rolle ist.

00:30:10: Ich habe immer gedacht Unternehmertrum ist etwas Intellektuelles.

00:30:14: also das ist so wenn du genug Ahnung zahlen Know-how hast.

00:30:18: Deswegen hab' ich mir mal zuristig gesagt oh ich bin gar nicht so die Kontrollerin, ich bin keine Finanzerin!

00:30:22: Ich muss Finanzkänze ahnen und Pauken und ich muss Bilanzen lesen können, Cashflow zählen und das habe ich ja auch alles dann gelernt.

00:30:28: aber die richtigen Herausforderungen die ich jetzt habe sind klassische Führungsszenarien.

00:30:33: Ja es ist dieses wie führe ich einen Senioren Manager?

00:30:36: der mit mir eine Zielvereinbarung aushandelt.

00:30:39: Wie positioniere ich mich?

00:30:40: Wie setze ich da meinen Willen beziehungsweise das Interesse des Unternehmens durch gegen ein Manager, der sagt Ich möchte aber das und dass Wie reagiere ich in einem Szenario, wo ich verschiedene Leute in meinem Team habe und die Mitarbeiter mir gegenüber sehr nett sind.

00:30:58: Und sich aus meiner Sicht auch professionell verhalten, aber sich untereinander nicht verstehen und es dysfunktionale Situationen im Team gibt.

00:31:05: und all diese Themen, die wünsche ich mir eigentlich sehr mit jemandem zu besprechen der seinerseits keine Aktien in meinem Case hat sage ich jetzt oder so, der mir einfach als... ... netter Mensch als am besten meinen Vater oder mein Großvater, der selber diese Situation erlebt haben.

00:31:23: Mir einen guten Rat mit auf den Weg gehen.

00:31:24: Jetzt habe ich den einen oder anderen guten Freund, den ich was fragen kann.

00:31:27: und wir als Unternehmer sind ja auch vernetzt.

00:31:29: also wenn du Philipp ansprichst, wenn du den Christoph Werner ansprachst... ...oder wenn du die Zoe André sprichst?

00:31:34: Wir sind alle drei haben dieses Buch geschrieben.

00:31:36: Generation Verantwortung!

00:31:37: Und sind da im losen Austausch.

00:31:39: aber es gibt schon das eine oder andere wo ich mir sage dass sollte schon eine Familie bleiben Und da, da muss ich sagen vermisse ihn sehr.

00:31:48: Man muss auch sagen mein Vater ist jetzt im Jahr zwartosundsechzehn gestorben und hat die Diagnose Hirntumor bekommen.

00:31:55: Da war halt auch die Welt von heute auf morgen eine andere.

00:31:57: Mein Vater war persönlich haftender Gesellschaft des Unternehmens und musste eben das Unternehmen von jetzt auf gleich umstrukturieren in einer Gesellschaft, die keine persönliche Haftung mehr als also keine natürliche Person mehr persönlich haftet.

00:32:13: Das bedeutet externes Management rekrutieren.

00:32:16: Das hat das Unternehmen nie gemacht, klammer auf und da spreche ich aus persönlicher Erfahrung.

00:32:20: wenn du dann anfängst einen Senioren-CIO zu rekruten Dann sind die besten Leute schon noch in Engagement haben eine Kündigungsfrist von einem Jahr oder einem halben Jahr.

00:32:30: Und wenn du denn von deinem Arzt gesagt bekommst klären sie bitte ihre Angelegenheiten Sie werden ab sofort neurologische Ausfälle haben und wahrscheinlich in drei Monaten verstärben.

00:32:40: Sind das die Themen?

00:32:42: die du dir wahrscheinlich nicht so aufschreib.

00:32:44: Deswegen, es hat da eine Lösung damals gegeben.

00:32:45: Meine Eltern haben sich damals einen sehr guten Freund der Familie anvertraut, der das dann übernommen hatte.

00:32:50: Aber die Welt war ein Stück weit eine andere und ich muss sagen wenn ich zehn Jahre zurückgegucke ist das sehr... gepoltert gewesen und es waren sehr viele Themen wo man sagt vielleicht nicht aus dem Lehrbuch aber ich glaube immer, wenn es das erste Mal ist, wenn ne Familie nicht mehr selber führt sondern dann in eine Fremdgeschäft-Zürung übergeht Da macht man Themen auch zum ersten mal.

00:33:12: Ja, das glaube ich.

00:33:13: Das ist allein deshalb ein Riesenkulturwechsel auch im Unternehmen.

00:33:20: Jetzt ist es bei euch so... Ich habe das Gefühl wenn man hier reinkommt dass man regelrecht physisch spüren kann, dass es so ein gewisses Ringen zwischen einer sehr alten Tradition und Moderne.

00:33:36: Also unten das Fouet, das Atmet noch ne?

00:33:43: Ich würde jetzt auch fast sagen, hanseatische Kaufmannschaft aus.

00:33:46: Ich weiß gar nicht ob man Elthorn auch dazu zählen kann.

00:33:48: Hanseatisch wahrscheinlich

00:33:49: schon oder?

00:33:50: Wir sind Schleswig-Holstein.

00:33:52: Ja gut aber in Schleszig-Hollstein gibt es auch Anselstitte also Lübeck.

00:33:55: Aber ich glaube was halt genau...

00:33:57: Es gibt so moderne Bereiche wie hier.

00:33:59: ja

00:34:00: da wird wahrscheinlich dieses Ringen, das wird wahrscheinlich immer da sein.

00:34:04: Also ich glaube was ganz wichtig ist und es hat einen ganz praktischen Unfall ums Avoyee so aussieht oder unsere Aufzüge wo dann noch steht, rauchen unerwünschte Verboten also so ein bisschen aussieht wie hier Madman sechziger Jahre und so.

00:34:20: Ich glaub was ganz Wichtig ist wenn du ein Unternehmen neu aufstellen möchtest und den Markenauftritt verändern möchtesst und strukturieren nach vorne gehen willst wir wollen ja auch Geld verdienen Und als militärisches Unternehmen fängst du da nicht an, also allererst ist dein Foyer zu erneuern.

00:34:31: Ich glaube aber freuen sich auch unsere Kunden drüber dass wir jetzt alle erstes anfangen Innovationen zu lanchen in Produktentwicklung zu investieren, zu schauen wie können wir unser Produktportfolio was ja auch schon Jahrzehnte alt ist?

00:34:43: Wie können wir das reformieren?

00:34:44: Wie kann man da moderner werden?

00:34:45: Wir können auch Innovationen lanchen und die muss wissen jede Innovation ist ein Riesen Investment von uns sind eben anders als andere Markteilnehmer kriegen wir nicht jedes Jahr neues Geld vom Kapitalmarkt, sondern wir müssen also es selber verdienen.

00:35:01: Auf der anderen Seite werden wir dann die Möglichkeit haben mal was zu erneuern und machen wir das hier wie zum Beispiel jetzt mein Office.

00:35:09: aber in der Tat ich glaube was wichtig ist dass man... Und das ist vielleicht in einer Gesellschaft wo unglaublich viel jetzt gerade in Unordnung ist Unsicherheit existiert.

00:35:21: Wir wissen jetzt, dass die GenZ ihr als Zielgruppe unglaublich unsicher ist.

00:35:27: Sich auch an vielen Werten orientiert, die sie von ihren Eltern kennen.

00:35:33: Eigentlich so dieses Carrying-Aspekt auch von Marken sehr schätzen.

00:35:39: Ich glaube da hat Köln die Möglichkeit auch als Traditionsbrand nochmal daran anzuklopfen und zu sagen hey wir sind nicht irgendwer der sich gestern gegründet hat sondern wir kommen mit einer Erfahrung sollten auch dieses Traditionselement ausspielen, auch in der Markenbotschaft.

00:35:54: Ich wollte gerade sagen, weil ich fand das nämlich eigentlich eher... Das hatte irgendwie auch was Schönes, fand ich.

00:36:01: Also es ist so ein bisschen mundane auf der einen Seite und man merkt da atmet auch wirklich Geschichte und auf der anderen Seite dann ganz viel Neues zu sehen.

00:36:14: gleichzeitig Du hast ja auch schon viel im Bereich Führung und in der Art, wie ihr arbeitet gerade angesprochen.

00:36:21: Bringt mich ein bisschen zu der Frage gibt es so eine Sache wo du sagst?

00:36:24: Das war so ne Tradition oder ein Ritual was das vielleicht hier schon immer mal gab Und das hast du ganz bewusst nicht verändert dass das bleibt?

00:36:32: Ja

00:36:34: also Es gibt zwei Sachen.

00:36:35: Eine Auswirkung, eine interne, ganz wichtige.

00:36:38: In der Auswirkung gibt es vieles, was wir verändern werden und auch im Portfolio.

00:36:43: Was wir nicht verändern ist unsere chronische Kölnflocken-Tüte.

00:36:46: Die bleibt da.

00:36:47: Das ist quasi unser Held und unser Superstar.

00:36:53: Manches muss einfach im Leben so bleiben... Tatsächlich haben wir in den letzten Jahrzehnten sie, ich glaube sechs oder sieben Mal im Design verändert.

00:37:02: Immer sehr graduell immer ein ganz bisschen dass die immer zeitgemäß aussieht ohne das man Schreck am Regal kriegt und sagt oh sie sieht jetzt komplett anders aus.

00:37:10: Und das zweite was sich auch nicht verändern werde Das ist für mich eine Tradition Die vor allem die Dankbarkeit und den Respekt um die Wertschätzung gegenüber den Generationen zeigt und offenbart die für uns gearbeitet haben, denn wir haben jährlich eine Seniorenweihnachtsfeier.

00:37:29: Und wir haben diese Weihnachtsfeiere, da kommen wir dann auch zusammen unsere Abteilungsleitenden zusammen mit den Menschen, die hier in Rente gegangen sind und das sind teilweise Mitarbeiterinnen, Mitarbeiter aus der Produktion, die über Achtzig sind und sich immer noch erfreuen wie sich das Unternehmen entwickelt.

00:37:50: Ja, für mich ist das ein Zeichen von Wertschätzung und es ist wichtig.

00:37:54: Sehr schön!

00:37:56: Ich würde mir gerne auf die ... Auf der Segment in dem ihr unterwegs seid kommen.

00:38:01: Weil ich habe so das Gefühl auch da hat sich ja in den letzten Jahren unglaublich viel bewegt.

00:38:06: Also jetzt ist es bei euch ein bisschen anders gewesen als sagen wir mal bei Kühne.

00:38:12: Bei Kühn ist es so dass sie von sich aus aktiv daran arbeiten müssen das gesamte Segment vom Sauerkraut Rotkohl zu verjüngen und zu verändern.

00:38:21: Und da vielleicht auch so einen gewissen Wandel herbeizuführen, bei euch ist es ja so.

00:38:27: dieser ganze Bereich Haferflocken Frühstücks Flocken und Co.

00:38:33: war ja unheimlich viel los in den letzten zehn, fünfzehn Jahre.

00:38:36: Es gab irgendwann plötzlich so ein Riesentrend das jeder von Porridge geredet hat und von Overnight Oats und ich weiß nicht was alles.

00:38:45: Was ich immer total lustig fand weil Meine Familie kommt auf der einen Seite aus Norddeutschland und die andere aus Schwaben, aber die norddeutsche Seite.

00:38:53: von meinem Vater weiß ich noch meine Großmutter.

00:38:56: Die hat früher immer Haferflockensuppe gemacht.

00:38:59: Immer natürlich mit Blütenzart – da wäre das Kernige überhaupt nicht gut gewesen!

00:39:04: Das heißt also es gab zum Frühstück einen warmen Haferbrei-Suppe, übrigens mit Salz und nicht mit Zucker Und plötzlich haben das alle als supermodern geframed, sondern war das plötzlich irgendwas Total Hippes was irgendwie aus Großbritannien gehabt hat oder irgendwie so.

00:39:21: Wie habt ihr diesen Wandel erlebt?

00:39:25: und ich glaube jetzt kommt ja gerade der Nächste hier.

00:39:27: Ihr habt jetzt schon Proteine und so.

00:39:29: also ich glaube wir sind jetzt grad vom... Wir essen alle heißen Porridge zum Frühstück halb ein bisschen weg zu, wir brauchen jetzt Proteine.

00:39:36: wie würdest du so diesen diese Veränderungen bei euch in diesem Bereich geschrieben?

00:39:41: Umso besser den nächsten Superstar zu können, unser Hype-Protein Porridge.

00:39:46: Ich glaube was halt ganz wichtig ist es zu sagen Proteinen ja richtig relevante Hypes können keine Proteinmarke, können immer noch Haferblockenmarte.

00:39:55: die Haferbrand wo wir sagen aber dem Hafer wohnt ja vorrangig auch eine ganz ganz tolle Eigenschaft in uns war der Ballerstoffgehalt des Havers und Ballerstoffe sind jetzt der nächste sind jetzt das nächste große Ding und da sind wir auch wieder ganz gut vorbereitet.

00:40:11: Ich glaube, was sehr wichtig ist, dass ihr jedes Lebensmittel auf der einen Seite eine funktionale Aspekte mitbringt und eine Marke eben auch einen emotionalen Aspekt mitbringt.

00:40:21: Und Köln ist eben eine Vertrauensmarke, eine Familienmarke die der viele Menschen vertrauen wo wir halt auch aus der Marktforschung wissen dass wirklich Menschen uns kennen und schätzen.

00:40:31: Auf der anderen Seite sind wir eben funktional eben auch mit unseren Produkten soweit es wie die Menschen stärken können und dass das wirklich ein gutes Produkt ist.

00:40:42: Ich glaube was sehr wichtig ist oder zu dem Porridge kann ich etwas erzählen.

00:40:45: Wir hatten ehrlich gesagt fast diesen Porridge.

00:40:48: Sie sind Porridge halb verschlafen, weil wir hier lange im Haus noch zur Zeit meines Vaters der Meinung waren was wollen diese Leute in Porridge?

00:40:56: Weil die können einfach die Kölnflocke nehmen und sie in Milch einlegen entweder über Nacht dann haben sie Overnight Oats oder halt Porridge wenn sie es aufkochen.

00:41:07: Und so eine Generation ihre Haferflocken gemacht, warum heißt das jetzt Porridge?

00:41:12: Und wir hatten damals eine Haferflocken, weil wir gesagt haben, wir möchten ein Produkt haben.

00:41:17: Was so ein bisschen ein Hybrid ist zwischen einem klassischen Müsli und einer Hafervlocke.

00:41:21: Das ist so ne Hafer-Flocken-Untiester.

00:41:22: Es war so einen Flavor drin entweder Nüsse oder Schokolade aber es war kein richtiges Müsili!

00:41:28: Und das ging nicht.

00:41:30: also das haben die Leute nicht verstanden... ...und dann hat irgendjemand aus dem Team gesagt ey können wir jetzt bitte Porridge nennen?

00:41:37: Weil das halt Porridge isst Und es wurde wirklich nichts geändert, außer der Titelname Haferflocken und wurde verändert in Porridge.

00:41:46: Auf einmal waren wir Marktführerin diesen Signent.

00:41:49: Also manchmal sind das halt auch die Frage nicht nur... Das ist eben Kern unseres Segments, ist eben richtiger Zeitpunkt, richtiges Naming und richtige Platzierung.

00:42:02: also wir haben ja auch Bio-Haferfocken, wir haben glutenfreie Hafer Flocken was uns immer relevant.

00:42:09: Das bespreche ich mir immer mit dem Category Management, unserem Brandmanagement und dem Vertrieb.

00:42:13: Wie platzieren wir manche Produkte?

00:42:16: Beim Protein-Trend zum Beispiel ist es ganz krass!

00:42:20: Als das anfing wusste keiner wo sollte das Protein regal sein?

00:42:24: Es gab ja dieses Nahrungsergänzungsregal... ...und es wurde dann größer und breiter durch die großen Proteinplayer.

00:42:29: Und jetzt ist aber so dass die nullen Proteinen haben, dass das Proteine hat und ja verflocken haben Protein.

00:42:34: Und langsam die Händler sagen, also bei allem Respekt es kann nicht der Proteinsupermarkt sein und das wird auch nicht alles in diesem Proteinregal sein.

00:42:42: Ihr werdet wieder zurückgehen in die Kategorie Regale.

00:42:45: Das heißt, es geht alles ein Stück weit wieder zurück in das Kategorieregal und steht... Es ist dann relevant wie dann die Nährwerte auf der Verpackung drauf sind.

00:42:56: Ich habe es tatsächlich miterlebt.

00:42:57: Zwei tausendund zwölf gab es auf einmal einen Shift und er war unglaublich weil Du musst wissen, Köln war sehr lange Haferflocken-Musli-Brand.

00:43:08: Und da gab es diesen übergroßen amerikanischen Zuckerzerialien Konzerne die dann irgendwelche Kinder also irgendwelchen Tiger und so auf ihrer Packung hatten.

00:43:21: Mein Vater ist durch den Regal im Supermarkt gegangen, hat ein super viel Storchex früher gemacht.

00:43:26: Er hat gesagt, er nervt mich schon wieder.

00:43:28: das ist hier auch alles zu viel Zucker und richtig krass!

00:43:32: Ich verstehe mich nicht falsch.

00:43:33: Wir haben auch Produkte, wo Zucker drin ist und viel Zucker drin ist.

00:43:35: aber diese Haferflocke selbst war damals nicht so innen muss man sagen gerade zu Out.

00:43:40: Und im Jahr zwei tausend zwölfzehntausend dreizehn änderte sich das rasant.

00:43:44: und auch bei uns.

00:43:45: die Umsätze die Absätze die gingen schossen in die Höhe und seitdem muss ich sagen merken wir wirklich einen regelrechten Gesundheits- und Hafertrend.

00:43:55: Wir haben eine grade eine Feldstudie gemacht zur Next Gen, zur Gen sieben Gen Y Und Hafer ist mit Dinkel zusammen das beliebteste Getreide in der Gen-See.

00:44:04: Das ist halt etwas, wo ich sage da haben wir eine gute Grundlage.

00:44:09: aber Vielfalt und Innovationsfreude und Abwechslungsfreude spielt in unserer Kategorie ein enormer Rolle.

00:44:16: Was ich gerade total spannend fand als du erzählt hast wie ihr dann nur den Namen in Polish geändert habt und plötzlich ist es gelaufen

00:44:22: weil

00:44:22: Es gibt ja immer wieder auch so Stimmen die dann so unternehmen wie Eurel und auch allen anderen Vorwerfen Springen die auf den nächsten Zug auf und dann müssen die jetzt auch noch mit Porridge kommen.

00:44:33: Und die auch noch mehr Protein kommen, ähnliches.

00:44:35: Aber das Beispiel zeigt ja dass es manchmal genau andersrum ist, dass wenn man da nicht auf einen Zug aufspringt sich also nicht dem stellt was gerade nachgefragt wird letztendlich.

00:44:45: Auch sei es nur als Begriff, dass es einfach nicht funktioniert.

00:44:49: Manchmal muss man aufspringen.

00:44:50: Ja also stelle ich mal vor eine Schokoladenmarke würde keinen Schoko Weihnachtsmann bringen.

00:44:54: Also es gibt halt Saisonale oder es gibt Es gibt halt Themen, die bespielt werden.

00:44:58: Ich glaube was auch sehr wichtig ist es... ...es gibt ja auch viele Sagen oder Scam weil irgendwie so wenig Protein drin ist oder jetzt hat jeder jeder... Sie haben Käsesorten mehr Proteinen ausgewiesen und so weiter.

00:45:10: ich glaube nur Marco noch wir merken relativ schnell wann ein Produkt läuft und wenn's nicht läuft.

00:45:15: Und es gibt einen Unterschied zwischen ich finde ein Produkt gut und kommuniziere, dass ich ein Produkt Gut finde.

00:45:21: Und ich kaufe es wirklich.

00:45:22: Es gibt unglaublich viele die sagen ist ja toll das es da die und die Sorte gibt und freut mich voll, dass ihr jetzt Zucker reduziert macht und eigentlich müsste wie weniger Zucker haben.

00:45:32: Und auf der anderen Seite sehe ich aber den Erbverkaufszahlen ist die Umsatz- und Absatzstärksten Müslis eben unsere Schokomüslis sind unsere Keks Müslies sind.

00:45:39: Und da ist natürlich dann auch so dieser diese Frage was wollt ihr wirklich?

00:45:45: Deswegen, das ist glaube ich eine Geschichte die ich erzählen möchte als Familienunternehmen unserer Generation.

00:45:50: Es ist mir unglaublich wichtig mit Menschen in Kontakt zu treten, die Köln zu sich nehmen, die können auch miterlebt haben aus ihrer Kindheit kennen und mir wertvolles Feedback geben im Hinblick auf Produktneuerung.

00:46:04: Ich benutze TikTok und mache da Reels.

00:46:07: Wahrscheinlich nicht so regelmäßig wie andere aus der Medienbranche aber ich bin schon jemand, gebt mir mal Feedback zu einem Produkt oder sag mal was ihr euch wünscht und das ist schon eine neue Form, die ich ganz gut finde um einfach mal das Stimmungsbild so erfahren.

00:46:25: Ja du bist einer der tatsächlich ganz wenigen Unternehmerinnen und Unternehmer in Deutschland, die wirklich TikTok machen.

00:46:31: Das finde ich total spannend dass es immer dann auch so wenige gibt.

00:46:34: Es gibt ja ein paar große Beispiele.

00:46:35: also Philip muss man natürlich immer nennen.

00:46:39: jetzt kann nicht jeder durch die Gegend springen und Hey Friends rufen.

00:46:45: Ich glaube, ich weiß wen du gerade auch schon im Kopf hattest als die Proteinbranche angesprochen hast.

00:46:50: Da hab' ich nämlich auch grad drüber nachdenken müssen dass... Also für mich war das ganze Thema Proteinen häufig eher so ein Abschrecker weil ich eben genau diese ganzen künstlichen Dinge wie Moor und Co vor Augen hatte.

00:47:01: Nicht darf sie sein!

00:47:03: Aber was ich spannend finde ist, dass du solche Sachen machst und dass es ja auch... Dass du sich sowas wie TikTok stellst, dass dich solchen Trends stellst.

00:47:12: Und das ist glaube ich etwas, was gerade wenn man aus so einem traditionsreichen Familienunternehmen kommt gar nicht einfach führt.

00:47:20: mich vielleicht zu der nicht ganz ernst gemeinten Frage.

00:47:23: Hast du jemals drüber nachgedacht?

00:47:24: Die Müsli ist auch mit Radiowerbung und Kerle So aller Seitenbacher?

00:47:30: Also mein Mann ist Schwabe, den müsste ich dafür fragen.

00:47:34: Der kann das ja machen!

00:47:35: Ich glaube nicht dass er das machen wird.

00:47:38: Aber er hat auf jeden Fall den richtigen Akzent... zumindest könnt ihr ihn mobilisieren dafür weil ich glaube mehr als Aprilscherz wäre das nicht für ihn.

00:47:46: Nein, das glaube ich.

00:47:47: wichtig ist, dass wir uns immer wieder angucken, dass Köln relevant bleibt und dann auch auf den Kanälen auch sichtbar bleibt und auch natürlich werblich tätig bleibt.

00:48:01: Was mir wichtig ist, dass das Ganze sich ein Stück weit geändert hat.

00:48:03: Und da muss ich sagen sind die Kollegen aus der Bruteinbranche oder die Kollegen in der Sportbekleidungsbranche einfach wirklich Vorreiter, dass wir sagen Social Media hat sich verändert.

00:48:12: Social media ist nicht mehr wie folge meinen zehn größten Celebrities sondern ich kann als relativ kleiner Mensch der Meinung stärkste zu einem Thema sein und der relevanteste zu seinem Thema sein, wenn ich einfach relevantem Content mache.

00:48:29: Und hier auch ein Stück weit nische Besetze und da auch informativ unterwegs bin.

00:48:35: Deswegen finde es auf der einen Seite selbst gut, hier auch Hintergründe zu unserer Produktion, zu unserem Qualitätsmanagement, zu unseren Produkten, auch zu unserem Strategieprozess, auf Transparenz zu teilen Und auf der anderen Seite eben auch die Möglichkeit zu geben über CTV, über Paid Assets, über verschiedene Themen.

00:48:58: Eben auch Köln relevant zu machen.

00:49:00: das geht natürlich nur mit Budget aber ich glaube wer authentisch zu seiner Marke steht und es auch erzählen kann hat viel gewonnen.

00:49:11: Ich finde bei dir kommt ehrlich gesagt noch eine zweite Ebene.

00:49:13: dazu habe ich ein paar mal in letzter Zeit drüber nachgedacht, immer versucht Beispiele zu finden.

00:49:20: Zusätzlich zu deinem Account bei TikTok.

00:49:24: Wie gesagt es gibt wenige Unternehmerinnen und Unternehmer bei TikTok.

00:49:27: aber wenn dann ist das eben... Das sind Philip Hitchler-Becker, da sind das teilweise sehr massiv auftretende andere Männer und Ich finde so schade dass es so wenig Roll Models für junge Frauen gibt.

00:49:43: die Die zeigende Unternehmerin, die gibt es ja auch.

00:49:47: Social Media ist halt voll von Accounts, die ganz anders funktionieren und ich fand das so schön dass es da mal einen Account gibt der eben auch jungen Mädchen sagt Mensch, es gibt auch Unternehmerinnen und nicht nur Unternehmern.

00:50:01: Ja wobei ich merke, dass es schon in ein oder andere Personen gibt, die wirklich cool sind, die viel hinter die Kulissen zeigt auch Startup-Unternehmerin, ich muss glaube ich sagen so als Nachfolgerinnen.

00:50:14: und da muss ich einfach sagen.

00:50:15: Ich habe nicht Köln gegründet, ich greife hier auf unglaubliche auf eine unglaubliche Tradition zurück.

00:50:21: das ist für mich auch eine große Herausforderung damit umzugehen.

00:50:25: deswegen also das ganze Thema du hast geerbt und dass es ja an sich keine Leistungen, das stimme ich absolut zu.

00:50:31: Das trifft natürlich dann auch die Social Media Präsenz.

00:50:34: Ich glaube, das wäre noch mal was anderes wenn ich ein eigenes Unternehmen gründen und sage, ich bin hier Founder und habe alles sozusagen publik aufgebaut und mit meiner Community geteilt.

00:50:43: Ich kann nur meinen Beitrag leisten den ich jetzt in der nächsten Generationen leisten kann und kommunizieren dass ich zusammen mit einer Community jetzt die nächste Generation Köln bildet und die ist eben nicht nur unternehmerseitig sondern die ist auch konsumentenseitig eben relevant.

00:50:59: Also, ich freu mich.

00:51:00: Ich finde aber auch die Vielfalt, die es bei Social Media gibt zum Thema Unternehmertum beachtlich und ich finde das eine oder andere Kontroverse gar nicht schlecht.

00:51:09: man kann ja viel lernen und sich dran reiben.

00:51:15: Können wir nochmal ganz kurz auf das Thema Lebensmittelbranche so zum Ende hin?

00:51:19: Das hatte ich hier immer wieder bei ganz vielen... also generell erst mal so das Thema Wirtschaftsstadt Deutschland zieht sich bei mir sowieso ein roter Faden durch.

00:51:30: Ich will da auch gar kein Bashing machen, aber ich habe so das Gefühl gerade die Lebensmittelbranche ist durchaus ja in einer besonderen Situation dass sie sehr angewiesen sind auf diesen Markt hier.

00:51:44: Man kann jetzt nicht einfach mal sagen wir gehen jetzt nach China mit Köln-Flocken jedenfalls nicht so easy und gleichzeitig ist dieser deutsche Markt gerade auch im Einzelhandel unglaublich hart.

00:51:55: also der Konkurrenzkampf ist groß, der Preisdruck ist enorm.

00:52:01: Jetzt hatte ich hier große Unternehmen zu Gast schon, wie zum Beispiel Mars.

00:52:05: Die ja so ihre Tänze teilweise schon hatten, wer da auch immer jetzt im Recht war mit dem Einzelhandel.

00:52:12: Wie geht man damit als vergleichsweise kleines Unternehmen?

00:52:15: Und wie schafft man es in so einem Bereich dann trotzdem zukunftssicher und zukunftsfest zu bleiben?

00:52:23: Ich glaube, man muss anscheinend zwischen der Push- und der Pulsstrategie in diesem Zusammenhang auf der einen Seite.

00:52:27: Und das ist auch die alte Vertriebsschiene, sag ich jetzt mal so gab es immer den Push Faktor.

00:52:32: Der ist auch relativ easy.

00:52:33: Du schiebst etwas zu einem möglichst geringen Preis in den Markt rein und guckst wie sich durchsetzt.

00:52:39: wir als Markenunternehmen Wir verfolgen aber immer mehr und dass auch schon in den letzten Jahren Jahrzehnten haben wir das so entwickelt Die Puls Strategie.

00:52:47: Wir sind zur Marke geworden.

00:52:50: eine wirklich saubere Arbeit mit der Community durch Marktforschung und durch wirkliche Learnings, die wir haben als Marke.

00:52:58: Durch Zuschriften, durch den Kontakt mit den Menschen, die uns mögen schaffen wir uns ein Bild was Innovationen sind, was gewisse Weise Preispunkte sind, die durchsetzbar sind Was unser Konzept ist als Markel.

00:53:10: Und wir schaffen einen Angebot von dem wir dann Den Händler, unsere Kunden davon überzeugen können dass sie mit uns Wertschöpfung schaffen können in ihren Märkten.

00:53:22: Weil Konsumentinnen uns wollen auf uns nicht verzichten können und wir deswegen ein wichtiger Lieferant sind.

00:53:30: Und da schafft man einerseits durch einen wirklich gutes gute Verhältnispflege zur Community also zu konsumentenden Konsumenten eine gute Verhältnisflege natürlich zum Lebens- und Einzelhandel und was uns ganz wichtig ist auch Eine, ja ein Vertrauens Bildung und eben dieses Vertrauungsbildungen auf der einen Seite gute Qualitätsqualitativ, gute Produkte im Bestandsportfolio zu haben.

00:53:54: Aber eben garniert mit einem echten Innovationsbereitschaft.

00:53:58: Und das sind eben bei Schnelldrehern sind es schnelle Innovationen dann ist es ein Line-Externer mit einer coolen Geschmack Dann sind es Konzepte die funktionieren in limited editions Und wenn dann Sachen nicht klappen, dann gehen dann Sachen raus und kommen wieder neue Sachen.

00:54:11: Also ich glaube man muss eine Bereitschaft haben schnell und innovativ zu sein als Partner und da auch verlässlich gute Qualität zu liefern.

00:54:21: Diesen Ruf haben wir uns in den letzten Jahrzehnten erarbeitet und ich glaube, wenn wir uns an der Geschwindigkeit nicht angepasst hätten jetzt gerade im letzten zwei Jahren, dann hätten wir einen entscheidenden Punkt auch Lebensmittel Einzelhandel gar nicht... mitmachen können, sondern was wir jetzt merken ist.

00:54:35: Früher hatten wir so zwei Produkte neu halten im Jahr heute haben wir zehn, fünfzehn ja und wenn Sachen nicht funktionieren dann funktionieren andere wieder.

00:54:44: und diese auf der einen Seite das kannst du dir nur leisten wenn du ein richtig gutes Kernsortiment hast was steht, was funktioniert, dass eine hohe Rotation hat, was eine gute Distribution hat und darauf zurückgreifen kannst.

00:54:59: allerlei neue Sachen, die reingehen, rausgehen.

00:55:02: Die bleiben und nicht bleiben.

00:55:04: Ja das sind die Themen.

00:55:08: Ich kann mir vorstellen so eine gewisse Agilität ist wahrscheinlich als auch vergleichsweise kleineres Unternehmen einfacher also wenn man so ein Riesentanker ist wie Mars beispielsweise.

00:55:17: aber nichtsdestotrotz es ist ja so dass auf euch sowas wie Energiepreise Lebensmittelpreise also gerade Getreide durch viele geopolitische Krisen in den letzten vier, fünf Jahren doch deutlich unter Druck.

00:55:34: Dass euch das ganz schön mitnimmt?

00:55:36: Also natürlich Getreidepreise, also wir arbeiten mit Naturprodukten und ich glaube jedem der sagt hier die Wirtschaft muss ein bisschen entspannen im Hinblick auf Klimawandel.

00:55:47: Nee, wir spannen nicht denn unser Geschäftsmodell hängt an guten klimatischen und vor allem stabilen klimatische Bedingungen Und wir haben alle diesen Sommer gesehen, wie unfassbar wahr es ist.

00:55:57: Dass es diesem Klimawandel gibt und dass wir als Gesellschaft was tun müssen.

00:56:02: Daran hängen nämlich die Verfügbarkeiten und die Preise von Rohstoffen.

00:56:06: Was wir halt gesehen haben letztes Jahr ganz massiv – die Steigerung im Kakaopreis.

00:56:11: Jetzt habe ich dir ja gesagt unsere umsatzstärksten Müsli sind die schokoladenhaltigen Müslis und der Kakao-Preis ist so gewesen!

00:56:18: Hatte sich also war schon immer volantil aber im Jahr auf das dreihundertvierfache, vierhundert Prozent hochgegangen.

00:56:27: Und du musst eben auch als mittelständisches Unternehmen da bist du nicht nur hast nicht eine große Abhängigkeit gegen wir Kunden sondern ist auch eine große abhängigkeit gegenüber Lieferanten.

00:56:35: und wenn der Lieferant sagt Wir müssen jetzt eindecken dann hast du manchmal auch ungünstige Zeitpunkte um einzudecken.

00:56:41: Und daran hängst Du halt auch als Unternehmen Hab dazu geführt, dass wir es heute in den UVP gleich verkleinern.

00:57:01: Und das haben wir sehr transparent kommuniziert.

00:57:04: Ich hab dazu noch Videos gemacht und mich in der Presse verhalten.

00:57:07: Das hat aber dazu gefört, dass dann doch schon Zeit versetzt der eine oder andere extrem enttäuscht von uns war.

00:57:13: Dass die Community mit uns im Gespräch gekommen ist... Und da hat sich übrigens auch die Rückmeldung verlagert.

00:57:18: Wir haben Verbrauchertelefonen, wir haben eigene Kanäle für unser Verbraucher-Service und... Da kam gar nicht so viel an!

00:57:26: Aber was wild war, war Reddit?

00:57:28: Was Wild war, War TikTok?

00:57:30: Was wild war bei

00:57:30: Instagram?!

00:57:32: Ich habe versucht den Menschen ein Stück weit unsere Welt zu erklären aber ich glaube den einen oder anderen haben wir tatsächlich vielleicht nicht verloren aber verärgert Ich glaube, ich jetzt sagen kann ist dass ich die Entscheidung getroffen habe im Hinblick darauf das sich der Kakao-Preis ein Stück weit wieder erholt hat.

00:57:51: Trotzdem noch hohlantil ist es wir jetzt die Geschäftsentscheidung getroffen haben im Oktober zu sagen Wir erhöhen die Grammatur wieder von vierhundert bzw.

00:57:59: Vierhundfünfzig Gramm auf fünfhundert.

00:58:01: in der Falschachtel machen klassisches Upsizing und lassen auch den UVP gleich Das heißt mehr zum gleichen Preis In der Verpackung Und das ist für mich eine geschäftspolitik zugrunde gelegt habe, weil ich Menschen im Internet zugehört habe.

00:58:18: Und das ist so... Ich glaube viele CIOs würden sagen um Gottes Willen du kannst noch nicht Geschäftsentscheidungen davon abhängig machen was Leute im Internet über dich sagen.

00:58:26: aber ich glaube es sind halt schon Menschen die essen Kunden und man muss diese Menschen ernst nehmen.

00:58:32: und deswegen machen wir diesen Schritt und ich glaube dass das auch wichtig ist Menschen dann auch teilhaben zu lassen auch wenn große Krisen wieder vorbei sind.

00:58:42: Ein Schritt der im Zweifel für kommende Krisen, ein gewisses Vertrauenschaft.

00:58:48: Dass man sagt na ja wenn es wieder mal notwendig ist.

00:58:50: ihr seht wir machen das nur Wenn es wenn es erforderlich ist und dass nicht einfach nur jetzt gerade auf den Zug aufspringen um eine Preiserhöhung durchzusetzen.

00:59:03: Ja ich kann mir vorstellen dass das unglaublich schwer ist da eine gute Balance zu wahren weil auf der einen Seite muss Man muss natürlich mit dem umgehen, was dann man als Rückmeldung bekommt und gleichzeitig hast du die Preise.

00:59:17: Die Kosten, die ja einfach wahnsinnig Wahnsinnig gestiegen sind.

00:59:22: ihr produziert jetzt seit über zwei Hundert Jahren hier in Emshorn.

00:59:30: Ich kann mir vorstellen da gab es auch mal externe Berater oder vielleicht doch mal Leute intern gesagt haben Neuer wir können ja vielleicht irgendwo anders hingehen Und da wird's billiger.

00:59:40: Lass uns doch mal irgendwie Schauen, ob wir vielleicht in Osteuropa oder sonst wo Produktionsstätten kriegen.

00:59:45: Das stand nie zur Debatte?

00:59:46: Ich glaube es ist vielleicht einmal kurz... Wir sitzen hier auf einem Firmgelände was leicht, was sozusagen historisch zusammengewachsen ist also das ganze Gelände so wie die hier haben is ja nicht das war's von Hansen durch Köln vorgefunden ist, sondern es war ein regelrechtes Mühlenviertel gab es in Emson.

01:00:08: Und das wurde quasi von Generation zu Generationen die Nachbarmühle erworben

01:00:12: usw.,

01:00:12: die Produktionsanlagen und Gebäude hat man dann genutzt.

01:00:17: Das heißt du hast hier einen ich würde mal sagen von der Supply Chain und von den einzelnen Produktionsgebäuden ja schon miteinander konferieren und sprechen.

01:00:26: eine sage ich jetzt mal so Marke Eigenbau.

01:00:28: Also du machst die Flocken da, dann musst du für die muslimische Reihe brauchst.

01:00:33: Du musst die Focken dahinschaffen und für das Extrudier musst du wieder andere Sachen.

01:00:36: Also brauchst schon Vorstoffe- und Vorschritteprozessschritte, dann für den nächsten Prozessschritt so.

01:00:42: Und Gesetz im Fall.

01:00:43: jetzt haben wir hier das Berg Sechs gebaut.

01:00:44: Das ist ein neuer Werksteil.

01:00:46: Da haben wir natürlich darüber gedacht bauen wir komplett woanders.

01:00:50: Bauen wir an der Autobahn um die Logistikmöglichkeiten zu schaffen oder bauen wir was weiß ich komplett in einem anderen Land?

01:00:55: So, natürlich sind die Produktionskosten woanders niedriger.

01:01:00: Personalkosten sind woanders niedriger.

01:01:01: aber für uns als menschliches Unternehmen und das verstehen viele nicht ist es so.

01:01:06: ja wir schaffen ein neues Werk woanders.

01:01:09: ihr müsst wie Haferflocken da trotzdem rüber.

01:01:11: das heißt ich muss die Hafer Flocken die ich hier produziere nach Rumänien bringen.

01:01:14: also entweder ziehst du komplett um und du sagst hier okay das war jetzt das Ende des Produktionsstands Emsorn und wir gingen komplett grüne Wiese neu.

01:01:23: dann ist es einen Ich würde sagen dreistelliger Millionen Betrag alleine irgendwo neu zu bauen.

01:01:29: Das muss man finanzieren, das muss man sich gut durchdenken und hinterher müssen Business Cases stecken.

01:01:35: Und da muss ich sagen es ist ein Weg diesen Schritt den haben wir so nie gedacht.

01:01:39: Ja, wir sind erfolgreich.

01:01:40: Wir haben eine echt gute Marke aber wir sind am Ende ein wirtschaftlich mittelständisches Unternehmen was eben nicht in diesen großen Schritten gedacht hat.

01:01:47: und ich muss auch ganz ehrlich sagen wir sind hier verwurzelt in Emsorn.

01:01:51: Wir bilden hier unsere Leute aus.

01:01:53: Wir sind ein Stück weit auch wirklich loyal gegenüber der Region und die wird es echt schade finden wenn's die Cologne-Flocken nicht mehr in EMSORN gibt.

01:02:02: Was würdest du vielleicht sagen?

01:02:07: dass ihr das hier weitermachen wollt, das spürt man.

01:02:11: Das heißt nicht, dass es nicht vielleicht an Rahmenbedingungen Dinge gibt die sich ändern sollten jetzt gar nicht auf ins Horn bezogen sondern auf den Wirtschaftsstandort Deutschland selber.

01:02:22: Dein Vater war ja sehr engagiert in der IHK, er war durch die IHKA Präsident.

01:02:28: Du bist im Markenverband, d.h.

01:02:32: also ein gewisses wirtschaftspolitisches Engagement hast du auch.

01:02:35: Was würdest du sagen?

01:02:37: Was wären so deine Wünsche, was sollte sich ändern.

01:02:40: Ich glaube wir brauchen stabile Standort-Bedingungen und ich kann jetzt hier das sagen, was viele Kollegen sagen runter mit der Bürokratie ein Stück weit... eine Möglichkeit hier innovationsfreundlicher zu sein.

01:02:57: Ich finde die Debatte über Verbrauchsteuern im Zuckerbereich extremst schwierig, ich glaube nicht dass sie sich nur auf Getränke beziehen.

01:03:05: Ich glaube die wird weiter laufen auch auf andere Produkte beziehen und ich bin der festen Überzeugung das ein Produkt sich durchsetzt wenn der Mensch es kauft oder ist nicht durchsetzt wenn er Menschen es nicht kauft.

01:03:18: Und ich glaube, dass wohl eine Wehe von Geschäftsmodellen muss nicht am Start hängen.

01:03:23: Das sind halt so kleine Sachen wo wir Unternehmer dann schon versuchen das Gespräch zu führen.

01:03:30: Das ist auch gut so!

01:03:31: Ich finde Unternehmen müssen sich einbringen.

01:03:33: Also politisches Engagement gehört ganz wichtig dazu zum Unternehmensein und zum Unternehmerinnen sein.

01:03:41: Vielleicht die vorletzte Frage?

01:03:43: Wo siehst du Köln so in?

01:03:45: vielleicht wenn du es übergibst denn...

01:03:52: Köln ist für mich nicht nur Frühstück, aber auf jeden Fall auch noch Frühstuck.

01:03:56: Aber Kölne ist der Tagesbegleiter in der nächsten Generation.

01:04:01: Kölner steht für ausgewogene Ernährung und Kölnen ist vor allem nicht nur in Deutschland sondern weltweit aufgestellt mit einem großen internationalen Anteil.

01:04:14: Und Kölners ist ein soweit Trendführer weil es Kölns gelungen ist eben Trends nicht nur in Deutschland zu setzen und dann zu exportieren, sondern eigentlich im Ausland zu testen.

01:04:24: Und dann in Deutschland einzuführen wenn sie hier modern werden.

01:04:27: und damit hat Köln den Sprung vor die Welle geschafft und ist Innovationsführer gewesen.

01:04:33: Kölne bleibt unabhängig auch in der nächsten Generation.

01:04:35: das habe ich mir vorgenommen.

01:04:38: Ja, Kölner bleibt in der Familie.

01:04:41: ja das ist so das was ich mir vorstellen

01:04:43: klasse.

01:04:45: Ich habe gerade schon gesagt, die Haferflockensuppe von meiner Oma war immer mit Salz.

01:04:48: Ich habe mal vorher im Regal geschaut und ich habe nichts Herzhaftes gefunden!

01:04:52: Wann kommt das Abendessen, Müssi?

01:04:54: Wir sitzen an einer richtig geilen Idee... ... in den Jahr-Zwischen.

01:04:59: Und es wird gut.

01:05:00: Es ist gut.

01:05:00: Ich sitze selber an diesem Konzept und das Wichtige ist dass wir hier auch das nächste was wir auf dem Markt bringen auch selber produzieren.

01:05:09: Das ist mir schon wichtig einfach um ihr endlich auch die Verantwortung tragen zu können.

01:05:13: Aber wir machen auch was, was nicht fürs Frühstück ist.

01:05:16: Ich bin sehr gespannt.

01:05:19: Friederike vielen lieben Dank.

01:05:20: das war wahnsinnig spannend diese Einblicke sehr beeindruckend.

01:05:26: Die letzte Frage Alle Gästinnen und Gäste hören und gestellt bekommen ist natürlich ganz klar, ich gehe jetzt ganz stark davon aus dass zum Beispiel beim Sport oder im Auto du ab jetzt Stammhörer in der Chefetage wirst.

01:05:39: In dem Podcast immer Volks.

01:05:41: von daher ist die große Frage Christoph Wernert an dich den Staffelstab weitergegeben?

01:05:45: Wen würdest du denn gerne mal bei mir hören?

01:05:47: Ich habe zwei Empfehlungen für dich.

01:05:48: weiß nicht ob sie schon dabei aber auf jeden Fall würde ich gerne Bonita Grupp hören von Trigema Und ich weiß nicht, ob sie schon da war.

01:05:56: Elena von Metzler aus Frankfurt.

01:06:00: Beide noch nicht da?

01:06:01: Wolfgang Gruppe Junior war schon da aber Bonita nicht.

01:06:03: Perfekte Idee!

01:06:04: Grüße

01:06:04: hinaus!

01:06:05: Vielen Dank für den guten Vorschlag!

01:06:07: Gerne

01:06:08: Ja.

01:06:09: wenn es euch da draußen auch Spaß gemacht hat und ihr was mitnehmen konntet dann freut mich das ganze.

01:06:13: dann ist jetzt der letzte Moment gekommen wo ihr auf jeden Fall den Kanal abonnieren solltet und wo auch immer ihr das hört vielleicht kommentieren liken rezensieren weiter teilen was auch immer.

01:06:24: In den Schaunauts findet ihr meine Kontaktdaten, schreibt mir wenn ihr Fragen habt.

01:06:27: Anregungen habt vielleicht auch mal selber Gast werden wollt oder einen Vorschlag für Gäste für mich habt.

01:06:33: und ja wenn ihr dem Kanal folgt dann sehen wir uns ganz bald wieder.

01:06:36: da freue ich mich schon total darauf.

01:06:37: bis bald tschüss!