Wie wird aus Recht ein skalierbares Business? Jan-Frederik Arnold, CEO Flightright & Allright
Shownotes
Recht haben und Recht bekommen sind zwei verschiedene Dinge. Das erleben viele täglich: Der Zugang zu rechtlicher Hilfe ist teuer, aufwendig und für viele schlicht zu hoch. Dass sich daraus ein skalierbares Business bauen lässt, hat Flightright bewiesen.
Angefangen mit Fluggastrechten, weitet das Unternehmen sein Modell unter der Marke AllRight inzwischen auf Arbeitsrecht, Verkehrsrecht und weitere Bereiche aus. Das Prinzip: Rechtsberatung als standardisiertes, digitales Produkt, ohne Kostenrisiko für den Verbraucher.
In dieser Episode habe ich Jan-Frederik Arnold zu Gast, CEO der AllRight-Gruppe. Wir sprechen darüber, wie man aus einer klassischen Dienstleistung ein skalierbares Produkt baut, wie man völlig unterschiedliche Teams aus Techies, Juristen und Marketingprofis führt und wie profitables Wachstum funktioniert. Außerdem steckt das Unternehmen gerade in einer politisch brisanten Situation: Die EU diskutiert, die Fluggastrechte massiv zu beschneiden.
Und Jan erzählt von seinem Weg von McKinsey und einem Legehennen-Startup bis in die Berliner Rechtstech-Szene.
Über den Podcast Chefetage
In meinem Podcast Chefetage spreche ich mit Führungspersönlichkeiten und Unternehmern über ihre Karrierewege, persönlichen Erfahrungen, ihr Mindset, ihr Führungsverständnis und die Herausforderungen ihrer Branche. Du bekommst Impulse, wie Leadership und Unternehmertum heute funktionieren – authentisch, inspirierend und ganz praktisch.
Ich bin Leif Neugebohrn und unterstütze Führungskräfte und Unternehmer mit meiner Agentur Magnecon dabei, sich klar zu positionieren – mit einer starken Strategie, klarer Kommunikation und wirkungsvollem Leadership.
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Ein Podcast von Magnecon – Strategie & Kommunikation für Executives und Unternehmer
Transkript anzeigen
00:00:00: Recht haben und recht bekommen, das sind oft zwei völlig verschiedene Dinge.
00:00:05: Das kennen glaube ich viele von uns aus eigener Erfahrung.
00:00:07: Man fühlt sich eigentlich im Recht aber der Weg dorthin ist teuer aufwendig und unübersichtlich Und der Ausgang ist auch nicht wirklich sicher.
00:00:16: Es ist also immer ein gewisses Risiko mit dabei den Rechtsweg zu bestreiten.
00:00:22: Genau das ist Die Fragestellung mit dem Flight-Ride vor einigen Jahren angetreten ist.
00:00:28: Wie kann man das vereinfachen?
00:00:30: Angefangen hat es mit Fluggastrechten, wo das Unternehmen Passagieren seit vielen Jahren nun hilft ihre Entschädigungen durchzusetzen – ganz ohne Kostenrisiko und ohne großen Aufwand!
00:00:40: Einfach so im Internet.
00:00:41: Dieses Prinzip weitet das Unternehmen nun unter der Marke All Right auf weitere Rechtsbereiche aus wie etwa Arbeitsrecht und Verkehrsrecht.
00:00:52: Rechtsberatung kann auch als standardisiertes, ja digitales Produkt funktionieren.
00:00:58: Jedenfalls für ziemlich viele rechtliche Fragen.
00:01:01: oder anders ausgedrückt?
00:01:02: Einfacher Zugang zu Recht statt Holzgetäffeltekanzlei und Hundert und Neunzig Euro für das Erstgespräch!
00:01:09: Ich rede heute in dieser Episode der Chefetage mit Jan-Frederik Arnoldt, der das Unternehmen seit einiger Zeit als CEO führt.
00:01:17: Wir sprechen über die Disruption einer der traditionellsten Branchen überhaupt über ein Unternehmen, das Markt neu definiert.
00:01:24: Über Unternehmertum und Skalierung und wie man auch etwas gründet – weil das hat er nämlich auch einmal versucht!
00:01:31: Und wir reden dabei ganz viel auch über seinen persönlichen Weg der ihn von McKinsey über Hühnerstelle bis in die Berliner Rechtsteckszene geführt hat.
00:01:41: Viel Spaß!
00:01:49: Ja, moin und herzlich willkommen hier zu einer neuen Episode in meinem Podcast Chefetage.
00:01:53: Ich bin einfach neu geboren.
00:01:54: dieser Podcast Hier ist so meine ganz persönliche Inspirations- und Weiterbildungseinheit Denn ich spreche hier mit den unterschiedlichsten Führungspersönlichkeiten aus Wirtschaft Politik und Gesellschaft.
00:02:06: das reicht vom Unternehmer bis zum CEO von der Geschäftsführerin bis zu Vorständen Und natürlich auch bis zur Menschen die Verantwortung in Verbänden und Organisationen tragen.
00:02:16: Wir sprechen über Leadership, Unternehmertum über Transformationen und Kommunikation.
00:02:20: Und natürlich auch über die Herausforderungen der jeweiligen Bereiche in der sie dann so unterwegs sind.
00:02:25: Und weil ich diese Leute ja nicht einfach anrufen kann und sagen kann hey lass uns doch mal sprechen und erzähl mir bitte ganz viel gibt es diesen Podcast.
00:02:32: das ist also meine Ausrede mich alle diese Leute wenden zu dürfen und da kannst du jetzt dran teilhaben und dich sozusagen hier mit mir zusammen an den Tisch setzen und dich ein bisschen von denen werde gängen und den Perspektiven meiner Gäste inspirieren lassen.
00:02:47: Mein heutiger Gast ist Geschäftsführer eines Unternehmens, was daran arbeitet so würde ich das sagen eine ganze Branche neu zu gestalten.
00:02:56: Das ist sozusagen durchaus etwas disruptives und das finde ich immer ganz besonders spannend.
00:03:02: es geht um das Thema Rechtsberatung Hilfe bei rechtlichen Problemen.
00:03:07: Und das ist ja bislang, so habe ich es privat jedenfalls immer erlebt und auch im Beruf immer doch ein sehr traditionelles Business – dass es immer über Rechtsanwaltskanzlei organisiert mit jedenfalls bei mir gefühlt sehr hohen Zugangshürden was so kosten und die Organisation des Ganzen angeht.
00:03:23: In einem ganz speziellen Rechtsbereich hat sich daher vor einigen Jahren einen Unternehmen daran gemacht zu standardisieren und wie so eine Art Productized Service zu organisieren.
00:03:35: Und zwar bei Fluggastrechten, da habe ich dann teilweise auch schon öfters mal dran teilhaben dürfen weil ich bin ne Weile lang sehr viel geflogen... Da erlebt man ja einfach dass es sehr häufig zur Verspätigung kommt und zu anderen Problemen und da gibt es dann eigentlich Entschädigungen die einen zustehen Die sind dann manchmal gar nicht so einfach zu bekommen, weil dann wendet man sich eine Airline und die sagt dann erst mal Nein.
00:03:55: Und statt dann zu einem Rechtsanwalt zu gehen und das Ganze irgendwie sehr aufwendig zu machen gibt es da eine bessere Möglichkeit, weil da gibt es dieses Unternehmen FlightRide und das hat das Angebot gemacht, gib uns deine Flugdaten, deine Details beschreibt was passiert ist und wir kümmern uns dann darum dass du deine Entschädigung bekommst und ja wir kriegen dafür halt ne kleine pauschale Provision im Erfolgsfall.
00:04:17: Das ganze war dann so erfolgreich immer größer geworden ist und heute auch eine weitere Marke mit dazu genommen hat, nämlich Alright.
00:04:25: Und das Ganze auf immer mehr und weitere Rechtsgebiete ausweitet.
00:04:30: Heute habe ich den CEO von Alright & Flight Ride zu Gast!
00:04:35: Herzlich willkommen Jan-Frederick Arnoldt.
00:04:38: Hallo Leifem schön dass du hier bist bei uns im Büro am Berliner Ostkreuz.
00:04:41: Ja vielen Dank für die Einladung.
00:04:42: Ich freue mich total.
00:04:43: Wir sitzen hier mit Blick auf Bahngleise.
00:04:46: Das wäre ja eigentlich auch so ein schönes Thema für euch.
00:04:48: aber ich glaube da Können wir nachher mal drüber reden, warum das noch gar nicht so funktioniert?
00:04:52: Weil es an der Stelle anders organisiert ist.
00:04:54: Ich will mit einem ganz anderen Ding erst einmal anfangen bevor wir auf dich persönlich kommen.
00:04:58: Seht man die Frage wie komme ich auf einen Gast?
00:05:01: Warum bin ich bei einem Gast?
00:05:02: Manchmal werden mir angefragt manchmal frage ich an und ich frage ja am Ende jeder Folge immer meinen aktuellen Gast wen er denn oder sie dann mal bei mir hören wollen würde.
00:05:11: Und ich hatte im letzten Jahr bei mir zu Gast Björn Wolf den Gründer des Online-Bestatters Memoria Und der hat mir gesagt, ich muss unbedingt dich anrufen und sagen, dass du mal zu mir in den Podcast kommen musst.
00:05:23: Weil ich zitiere ihn jetzt mal um ein bisschen den Druck zu erhöhen gleich am Anfang.
00:05:27: Er hat damals gesagt, Jan Frederik Arnoldt ist auch einfach ein super Typ, der wahnsinnig gut erzählen kann.
00:05:34: Ich glaube das würde wahnsinn nicht gut passen!
00:05:36: So jetzt haben wir den Benchmark gesetzt für die Episode.
00:05:38: Grüße an Björn an dieser Stelle.
00:05:40: Danke Björnn.
00:05:42: Also schauen wir mal ob das so zur Realität wird.
00:05:45: Erzähl doch mal ein kleines bisschen bevor wir auf das Unternehmen kommen, wer bist du?
00:05:48: Was machst Du so ganz persönlich auch?
00:05:51: Was machst Du wenn du mal nicht arbeitest falls es diese Zeiten gibt?
00:05:54: Wer ist Jan Frederik?
00:05:56: Ja klar gerne!
00:05:57: Mein Ausgleich sind vor allem zwei Dinge.
00:05:59: Das eine ist meine Familie.
00:06:01: Ich habe drei Kinder Meine jüngste Tochter ist noch kein Jahr alt Und die Zeit mit der Familie ist mir extrem wichtig.
00:06:08: Da kann ich das Handy weglegen, da bin ich voll da.
00:06:11: Ich bin gerne bei dem Sportprogramm meiner Kinder und mache ganz viel mit denen.
00:06:16: Das ist wirklich ein Ausgleich für mich und kein Stressfaktor.
00:06:18: Der zweite wichtige Punkt ist dass der Sport mich mein Leben lang begleitet hat.
00:06:23: Und ich habe früher ganz intensiv gerudert und musste das leider irgendwann dann an den Nagel hängen, weil sich einfach nicht mehr die Möglichkeit gab, weil es auch schwer umzusetzen ist Und mache heute vor allem Triathlon und ab letztes Jahr habe ich als Ziel gesetzt, an einem Hirox teilzunehmen.
00:06:40: Das ist dieses sehr gehypte Fitness-Event.
00:06:44: War hier in Berlin dabei, werde das dieses Jahr auch wieder machen und versuche quasi in der Kombination aus Fitness Sachen rund um Hirocks und Triathlon meinen Ausgleich zu finden und das klappt ziemlich gut.
00:06:54: Ja krass!
00:06:55: Ich kriege immer so ein bisschen schlechtes Gewissen denn mir Gäste von ihren ganzen Sportsachen erzählen weil ich dringend damit anfangen müsste... Aber ich höre dann immer viel joggen und mal ein bisschen Fahrrad fahren, als du direkt hier mit Triathlon anfängst.
00:07:06: Das erhöht jetzt den Druck wieder auf mich noch mehr!
00:07:08: Kann ich auf alle Fälle empfehlen?
00:07:10: Trainiert den ganzen Körper kann man auch immer machen.
00:07:13: laufen ist Teil des ganzen Radfahren wie man mehr Zeit hat oder auch mal den See springen.
00:07:17: Vor allem bei diesem Wetter jetzt.
00:07:20: Ich gucke da nochmal, vielleicht mache ich doch was anderes.
00:07:23: Erzähl doch mal ein bisschen über deinen Werdegang.
00:07:26: also wie bist du dahin gekommen wo du heute stehst?
00:07:29: Wir kommen gleich noch einmal auf das Unternehmen aber es gibt ja eine Zeit davor.
00:07:33: und wie bist Du dahin gekommen wo du Heute bist?
00:07:36: Nach meinem Abitur in Niedersachsen.
00:07:38: Ich komme wirklich aus einem kleinen Dorf in der Nähe von Osnabrück sehr ländlich geprägt mit meinen Vater als Tierarzt Und so kann man sich auch die Region vorstellen, bin ich nach St.
00:07:47: Gallen gegangen in die Schweiz um BWL zu studieren und habe dann einen relativ klassischen BW L Weg eingeschlagen war dort in Sankt Gallen und nach dem Bachelor habe ich mir verschiedene Firmen angeschaut.
00:07:58: In Sankte Gallen damals zu der Zeit wollten alle in die Beratung.
00:08:02: Ich wollte auch in die beratung hab mir das angeschauen War bei McKinsey Siemens Management Consulting und da nochmal bei Procter & Gamble und habe danach ein Master an der London School of Economics in London auch den Beratungsweg eingeschlagen und bin dann im Münchner Büro von McKinsey angefangen.
00:08:18: Und war knapp sieben Jahre bei McKinsee, habe dort immer versucht eher kürzere Projekte zu machen drei vier Monate an Strategien zu arbeiten Themen um Übernahmen oder übernahme Kandidaten anzuschauen Um wirklich Geschäftsmodelle zu verstehen weniger Transformationsprojekte in DAX Konzernen aber lieber eben kleinere Unternehmen da zu begleiten und zu sehen.
00:08:40: Das war eine super Zeit.
00:08:41: Ich habe dann in der Zeit noch ein Leaf gemacht, auch sehr klassisch für McKinsey.
00:08:45: Ich habe in derzeit dann promoviert an der TU in Hamburg am Lehrstuhl für Entrepreneurship und habe mir dabei angeschaut welche Venture Capital Investoren typischerweise in was für Arten von Startups investieren.
00:08:58: Da konnte ich zum Beispiel zeigen dass es Investoren gibt.
00:09:01: diese investieren sehr diversifiziert und gehen eher hohe Risiken rein.
00:09:04: andere sind eher Follower und gehen schon in Industrien rein, wo Geschäftsmodelle schon bewiesen sind.
00:09:10: Und gehen vielleicht weniger Risiken ein.
00:09:12: Und hatte mir das an der Promotion angeschaut und war dann so vom Gründervieber angefeuert, dass ich mit zwei Kollegen versucht habe, ein Unternehmen zu gründen.
00:09:21: Wir haben einen Management-System für Legehändenstelle versucht zu entwickeln.
00:09:27: Legehennen für die Zuhörer, die es nicht kennen?
00:09:28: Das sind die Hühner, die die Eier legen!
00:09:31: die wir gerne morgens zum Frühstück essen.
00:09:33: Und diese Hühner leben ja in ziemlich abgeschlossenen Systemen, da gibt es sehr viele Daten und wir haben ein System entwickelt wo diese ganzen Daten Temperatur Luftfeuchtigkeit wie viel legen sie?
00:09:44: Wie viel fressen Sie?
00:09:45: Wieviel trinken Sie?
00:09:46: Wie schwer sind die Eier?
00:09:47: Wie schwer sind die Hühne?
00:09:48: Die alle zusammen zu bringen an einem System und dann heute würde man sagen mit KI damals haben wir von maschinellem Learning gesprochen vorher sagen zu treffen wie man das System noch besser steuern kann.
00:09:59: Ich glaube, es war eine super Sache.
00:10:00: Wir hatten ein Gründerstipendium auch dafür bekommen, aber das war einfach nicht die richtige Lebensphase für uns weil wir alle noch die Möglichkeit hatten zu McKinsey zurückzugehen und sind dann nach einem dreiviertel Jahr, weil's auch viele Hürden gibt in der Digitalisierung, der Landwirtschaft wieder zurück zur McKinsee gegangen.
00:10:17: und nach weiteren zweieinhalb Jahren bei McKinsea bin ich dann bei Flytrad gelandet.
00:10:21: Ich muss jetzt direkt einmal nachhaken.
00:10:22: Es ist ein ganz witziger Zufall, bevor ich gerade zu dir gekommen bin, hab' ich mich nochmal mit Björn Rolf getroffen und wir waren zusammen Mittagessen und haben irgendwie in ganz lange geredet und wir hatten das Thema wie kommt man so auf die Ideen wenn man was gründen will?
00:10:36: Also nicht dass man etwas gründen möchte sondern Wie kommt man auf die Idee was es sein soll?
00:10:41: So und haben da tatsächlich so ein bisschen miteinander überlegt was es ja für Möglichkeiten gibt.
00:10:45: er hatte das ja bei sich damals auch so ganz speziell gemacht ganz viele Möglichkeiten hin und her überlegt hat.
00:10:52: Aber wie kommt man als junger Mensch ausgerechnet auf dieses Legehennen-Thema?
00:10:56: Ja, gute Frage!
00:10:58: Da schließt sich ein bisschen der Kreis, dass ich eben vom Land komme und mein Vater Tierarzt ist.
00:11:02: Und er ist spezialisiert auf diese Geflügelhaltung.
00:11:06: Von daher bin ich aufgewachsen schon als kleiner Junge mit Legehennen und der ganzen Thematik drum herum.
00:11:13: Als Betriebswirt habe ich dann gesehen, also überhaupt die Daten erst bei einem System zusammenzufassen, ganz viel machen kann.
00:11:22: Und aus dieser Kombination mit der persönlichen Erfahrung von zu Hause und meinem Wissen aus dem Studium kam dann die Idee dass wir sagen hey eigentlich müssen wir das doch jetzt in die Geflügelbranche bringen.
00:11:31: Ich glaube wir waren da ein Vorreiter hatten auch viele Trässe sage ich mal vom großen Unternehmen.
00:11:35: aber bei den Landwirten war sehr sehr viel Widerstand weil diese Visionen die wir damals hatten noch nicht so gesehen haben.
00:11:42: Aber so sind wir zu der Idee gekommen
00:11:43: Witzig wie man so an Geschäftsideen kommt.
00:11:46: Also immer wieder cool, ja?
00:11:49: Spannend!
00:11:50: Und was mir gerade noch aufgefallen ist... also ich hatte jetzt in den letzten Episoden bei ganz vielen Führungskräften immer wieder die beiden Namen McKinsey und Proctor & Gamble.
00:12:00: Die kam irgendwie immer wieder.
00:12:02: Das ist ein roter Faden der sich irgendwie gerade durchzieht.
00:12:06: Woher kommt das?
00:12:07: Was ist die Magie hinter diesen beiden Firmen?
00:12:09: offenbar dass da ganz viele junge Menschen hin wollen?
00:12:11: Also offenbar ja du auch.
00:12:13: Ich glaube es ist einfach eine sehr, sehr steile Lernkurve in beiden Unternehmen.
00:12:18: Sicherlich ein bisschen anders in der Beratung als jetzt bei Proctor.
00:12:20: aber Proctor hat ja beispielsweise das Prinzip Promotion from within.
00:12:24: Das heißt sie heiern eigentlich keine externen erfahrenen Leute sondern wenn man da erfolgreich sein möchte dann muss man als junger Mensch dort einsteigen und wird dann entsprechend befördert Und sind auch sehr harte Auswahlprozesse um diese Unternehmen zu kommen.
00:12:37: und von daher glaube ich sind einfach sehr viele smarte junge Aber eben auch ältere in diesen Unternehmen und durch die etablierten Strukturen und Prozesse, wie gearbeitet wird bei McKinsey.
00:12:48: Wie man Probleme runterbricht?
00:12:49: Wie man mit Klienten umgeht
00:12:51: usw.,
00:12:52: sind das einfach sehr gute Erfahrungen, die man als junger Mensch machen kann.
00:12:55: Aber ich bin damals auch schon erkannt und kann mich heute noch jedem empfehlen, weil gerade jetzt bei McKinsey war ich länger als bei Proctor.
00:13:02: Diese Erfahrung, die ich beim McKinsee gemacht habe und dieses Toolkit was man mitbringt ist wirklich etwas, was einen Leben lang begleitet.
00:13:10: Und ich glaube der zweite Aspekt ist, dass man ein ganz tolles Netzwerk mitnimmt.
00:13:14: und bei Netzwerken denken vielleicht einige dann so an diese negativen Sachen.
00:13:18: Dass man sich irgendwas zuschußt hat das ist es gar nicht sondern das sind einfach Freunde und Bekannte mit denen man sich austauschen kann.
00:13:25: Austauschen zu Problemen die man heute im Alltag hat oder Herausforderungen oder um neue Ideen zu generieren und dieses Netzwerk hat man dann einfach.
00:13:32: von daher war das auf alle Fälle Erfahrung die ich jedem empfehlen kann.
00:13:35: Herr Spand Ich glaube ich muss jetzt echt mal nach den vielen Mal gucken, dass jemand entweder von McKinsey oder Proctor oder beide einladet.
00:13:42: Das glaube ich steht jetzt an.
00:13:43: also wenn jemand von McKinsey zuhört... Also E-Mail Adresse steht in den Schauen aus ja?
00:13:47: Kommen wir mal zu dem Unternehmen, wo du jetzt arbeitest als CEO.
00:13:51: Stell doch vielleicht einmal ganz kurz noch mal vor wer seid ihr?
00:13:54: Was macht ihr?
00:13:55: und vielleicht auch warum bist du jetzt ausgerechnet hierher gegangen?
00:13:59: Also du hättest wahrscheinlich auch andere Möglichkeiten gehabt aber warum bist Du hier?
00:14:02: Die Allright-Gruppe wie wir sie heute bezeichnen bietet verschiedene Dienstleistungen im Rechtsbereich an und unsere bekannteste Mark ist eben FlightRide.
00:14:10: Und FlightRides wurde im Jahr zwei Tausendzehn gegründet und wir helfen Passagieren ihren Anspruch auf Entschädigungen durchzusetzen.
00:14:16: Das war unser wahr und ist unser Kernprodukt.
00:14:18: In den Entschadigungen gibt es, wenn Flugmehrs drei Stunden verspätet hat oder wegen einer Stornierung man mehr als dreist schon zu spät am Zielort ankommt sind zweiundfünfzig bis sechshundert Euro in Abhängigkeit der Flugdistance.
00:14:30: Der Kunde, der uns beauftragt er hat keinen Kostenrisiko.
00:14:32: weil wir nicht erfolgreich sind muss er nichts zahlen.
00:14:34: aber im Regelfall sind wir erfolgreich und dann kriegen wir eine Erfolgsprovision.
00:14:39: das ist einfach gesagt unser Hauptgeschäftsmodell.
00:14:42: Wir helfen Reisenden heute auch bei stornierten Flügen ihr Geld zurückzubekommen für eine Ticketrückerstattung oder bei selbst gekauften Ersatzflügen.
00:14:50: Ihr Geld zurück zu bekommen und haben seit dem Jahr zwei Tausend achtzehnt daran gearbeitet, um in weitere Rechtsgebiete zu gehen die wir heute unter der Marke Alright In The Alright Gruppe bündeln kann ich sicherlich gleich noch ein bisschen mehr auch zu den anderen Rechtsgebieten erzählen.
00:15:03: Zu deiner Frage warum habe ich mich für FlightWide entschieden?
00:15:06: Es ist einfach ein ganz ganz toller Service.
00:15:08: Wir helfen Verbrauchern, ihr Recht durchzusetzen und zu ihrem Recht zu kommen.
00:15:12: Unsere Mission ist Giving People Access to Justice.
00:15:15: Die große Frage ist ja immer recht haben und recht bekommen.
00:15:18: Und als Flight Ride haben wir es eben geschafft diesen Zugang zurecht zu demokratisieren in dem Verbraucher ohne Kostenrisiko einen spezialisierten Dienstleister haben der sich wirklich dafür einsetzt So eine klassische Anwalt, der würde wahrscheinlich für eine Zweihundfünfzig Euro Entschädigungszahlung überhaupt nicht tätig werden.
00:15:35: Und wenn, dann hätte der Reisender auf alle Fälle das volle Kostenrisiko.
00:15:39: Das heißt selbst wenn die Forderung nicht durchgesetzt werden kann müsste er seinen Anwalt bezahlen, wenn sogar geklagt wird.
00:15:44: die Gerichtskosten und den gegnerischen Anwald beispielsweise von Ryanair haben auch mal einen Anwaltung.
00:15:50: Das können schnell ein paar Hundert Euro werden, die gar nicht im Verhältnis stehen.
00:15:54: Da haben wir diesen Markt disruptiert und gesagt okay wir haben eine komplett neue Dienstleistungen und einen Markt geschaffen, den es vorher gar nicht gab.
00:16:01: Ich finde das mega spannend weil es ist in der Tat ja so dass... eigentlich egal, in welchem Rechtsbereich der Zugang enorm schwierig ist.
00:16:08: Ich hatte das selber vor zwei Jahren mit einem Unternehmen Ich sage jetzt mal ganz grob so aus diesem Umfeld-Leasing, wo die eine Forderung an mich gestellt haben von der nicht nur ich sondern auch tatsächlich einen Anwalt von dem ich mich dann beraten lassen habe gesagt hat das ist größter Blödsinn.
00:16:23: Der denn aber auch gesagt hat naja wie geht es weiter?
00:16:26: Wie ist der Prozess im wahrsten Sinne des Wortes und wie hoch ist das Risiko dass es zu einem Vergleich kommt bei dem am Ende jeder seine eigenen Kosten tragen muss usw.
00:16:34: Dann hab' ich halt irgendwie drei tausend Euro an die überwiesen ohne dass sich was gemacht habe mit sehr viel zähneknirrschen weil überhaupt keine Lust hatte, auch die Zeit zu investieren und das Risiko zu tragen.
00:16:44: Und dann wieder noch mehr Zeit zu investedieren.
00:16:46: Ich glaube wenn es so ein Service in diesem Bereich gegeben hätte oder vielleicht habt ihr das ja?
00:16:49: Vielleicht habe ich's nur nicht gesehen damals.
00:16:51: Dann hätte ich natürlich was gemacht.
00:16:53: Und ich will gar nicht wissen wie viele Leute es gibt, die was gerne tun würden, die dann vielleicht die Erstberatung bezahlen wollen.
00:16:58: Oder können... ist spannend!
00:17:01: Du sagtest jetzt andere Rechtsbereiche.
00:17:02: Also es gibt ja da draußen, das hatte ich in der Anmoderation gesagt.
00:17:05: Es gibt dir diese Idee des Product-Teils-Service also dass man eine Dienstleistung die normalerweise individuell ist so standardisiert, dass man sie als Produkt verkaufen kann immer gleich ablaufend.
00:17:14: Man gibt irgendwo seine Daten an und los geht's so.
00:17:17: Das ist natürlich bei einer Entschädigungszahlung beim Flugzeug sehr einfach im Vergleich zu anderen Dingen.
00:17:23: aber wie sieht das bei anderen Rechtsbereichen aus?
00:17:25: Was habt ihr davor was tut ihr und wie macht ihr das?
00:17:28: Seit Jahrzehnten helfen wir Verbrauchern auch im Bereich Arbeitsrecht.
00:17:32: Insbesondere bei Themen wie beispielsweise eine Erkündigung, wo dann häufig die Arbeitnehmer entweder zurück in das Unternehmen wollen oder weil es Verhältnis in dem bei einer Kündigung so geschädigt ist eine Abfindung haben möchten.
00:17:44: und da unterstützen wir jedes Jahr Tausende von Arbeitnehmern in solchen arbeitsrechtlichen Problemen.
00:17:49: Zu sich bieten wir im Verkehrsrecht ein Dienstleistungen an wenn beispielsweise jemand zu schnell fährt oder vermeintlich zu schnell fährt, oder vermeindlich sein Handy am Ohr hatte um dort vielleicht eine Strafe, Buse, Punkte oder ein Fahrverbot zu vermeiden.
00:18:01: Jetzt deine Frage zur Standardisierung.
00:18:03: da ist es so dass wir natürlich versuchen möglichst ein klares Produkt und Serviceversprechen anzubieten damit wir im Nachhinein in der Lage sind viele von den einfachen Tätigkeiten erst einen Schritt zu standardisieren und da wo's möglich ist auch zu automatisieren.
00:18:18: So schaffen wir es erstens, eine gleichbleibende Qualität der Dienstleistung zu liefern und das Ganze auch zu einem möglichst guten Kostenpunkt anzubieten.
00:18:27: Jetzt ist es wie du es schon gesagt hast ganz anders.
00:18:30: also wenn man jetzt so ein Spektrum aufzeigt Fluggersrechte ist wahrscheinlich an dem einen Ende und Arbeitsrecht an dem anderen Ende weil am Arbeitsrecht natürlich bei unseren Gläten eine sehr hohe Emotionalität ist Wenn man den Job verliert werden gekündigt wird.
00:18:41: Das sind so die schlimmsten Sachen die im professionellen Leben eigentlich passieren können.
00:18:46: Da hängen auch Existenzen dran.
00:18:48: Das heißt, unsere Kunden und Mandanten da haben ein sehr großes Mitteilungsbedürfnis.
00:18:52: Und sie wollen auch einen persönlichen Austausch haben.
00:18:54: Das heißt es findet immer auch ein persönliches Gespräch statt was wir im Flughafsrechte-Bereich bei neunneutzig Komma fünf Prozent der Fälle nicht haben.
00:19:02: Also
00:19:02: ich hatte nie das Bedürfnissen mit euch zu reden wenn man...
00:19:05: Genau von daher du hast richtig erkannt!
00:19:06: Es ist ja unterschiedlich.
00:19:07: trotzdem haben wir es geschafft ganz viele von unseren Erkenntnissen Erfahrungen die wir im flughafs rechte Bereich durch die Automatisierung und Standardisierung haben auch zum Beispiel ins Arbeitsrecht zu übertragen.
00:19:19: Und der Anwalt, der bei unserer Partnerkanzlei arbeitet und an dem Fall arbeitet kann sich voll und ganz auf die wirkliche, anweitliche Arbeit konzentrieren und eben auf den Kontakt mit dem Kunden.
00:19:30: aber vieles rund um das administrative habe ich alle Unterlagen vorliegen.
00:19:34: welche Fristen gelten beispielsweise?
00:19:36: wie formuliere ich jetzt ein Schriftssatz zur dieser Konstellation?
00:19:39: Ganz viele von den Themen sind entweder zu hundert Prozent automatisiert oder sehr hochautomatisiert und am Ende profitiert unser Kunde davon, weil sich der Anwalt eben nur noch wirklich um den Kunden kümmern muss und ohne individuellen Fall.
00:19:51: Vielleicht nochmal so ein paar Kennzahlen zu euch damit man ein bisschen einschätzen kann wie groß seid ihr also?
00:19:56: das ist jetzt von bist denkbar?
00:19:57: Wir sind in Summe über alle Bereiche über dreihundert Mitarbeitende davon ungefähr zweihundertzwanzig Mitarbeiter in Berlin in Deutschland der Rest an unseren europäischen Standorten in Dänemark und Budapest verteilt in Europa.
00:20:11: Nur einmal direkt zum Unternehmen, du hattest jetzt gerade auch schon das Thema Verkehr angesprochen.
00:20:15: Da würde mich interessieren wie macht ihr das da?
00:20:17: Also ich kann mir vorstellen... Arbeitsrecht ist jetzt zum Beispiel schon wieder, wenn eine Abfindung gezahlt wird.
00:20:21: Dann kann man vielleicht irgendwie sich prozentualer Abfindungen beteiligen.
00:20:24: Entschädigungen ist ja total klar!
00:20:25: Aber wenn ihr jetzt verhindert, dass ich irgendwie zwei Punkte in Flensburg bekomme... Wie funktioniert das da?
00:20:29: Ist es dann einfach so ein Porschalbeträge?
00:20:31: oder wie läuft sowas?
00:20:32: Die Vergütung im Verkehrsrechtsbereich läuft so, dass häufig viele Verkehrsternehmer in Deutschland Rechtsschutzversicherung haben.
00:20:38: Das heißt entweder sie sind rechtsschutz versichert oder Sie zahlen uns selber.
00:20:43: Eine erfolgsbasierte Vergütigung macht da wenig Sinn weil die Bußen in Deutschland relativ gering sind, weil sich sagen kann okay du sparst ein achtzig Euro Bußgeld und davon nehmen wir einen Teil.
00:20:53: Das rechnet sich nicht.
00:20:54: also es gibt Selbstzahlermodell.
00:20:56: Und was total innovativ ist und wo wir auch die ersten am Markt waren die so ein eigenes Produkt angeboten haben ist Wir Haben Ein Club Modell das heißt wenn Du keine Rechtsschutzversicherung hast kannst du Clubmitglied werden.
00:21:08: mit einer vierundzwanzig Monats Clubmit Glied schafft.
00:21:11: Wir verteidigen dich dann in deinem ersten Fall und auch während der Mitgliedschaft für die weiteren Verkehrsrechtsfälle.
00:21:17: Und das ist wirklich ein innovatives Produkt, was es so noch nicht gab, weil es eine rückwirkende Versicherung ist quasi.
00:21:23: Weil alle anderen Versicherungen immer nur für die Zukunft versichern aber nicht wenn man schon ein Problem hat.
00:21:28: Das ist etwas zu viel anbieten unter dem Allright-Club.
00:21:31: Klingt jetzt natürlich schon so ein bisschen nach dem Motto nach drei Geschwindigkeitsüberträte und dann gibt's eine Gratis oder so?
00:21:36: Man könnte doch sagen, es hatten Geschmäckle!
00:21:38: Oder was war du willst dir jetzt sagen
00:21:39: dazu?!
00:21:40: Wir empfehlen sich immer an die geltenden Rechte und Regelungen zu halten.
00:21:43: Muss ich jetzt natürlich auch sagen, ist aber auch so... wir können auch niemals garantieren dass beispielsweise in Geschwindigkeitsüberschreitung das Verfahren eingestellt wird oder es nicht zu einer Buße kommt.
00:21:52: Wir können letzten Endes nur die rechtlichen Möglichkeiten ausloten.
00:21:56: Wir könnten prüfen wurden Fehler gemacht im Verfahren?
00:21:58: Und wenn Fehler gemacht wurden und nichts zweifels Fall festgestellt werden kann, dass der Vorwurf berechtigt war dann wird das Verfahn eingestellt.
00:22:05: Wir empfehlen tatsächlich, sich immer an die Regeln zu halten.
00:22:08: Ich glaube das ist der springende Punkt dabei.
00:22:10: also es wirkt halt sehr schnell so als nach dem Motto ich kann schnell fahren dann gebe ich das da ein und dann ist das ohne Konsequenzen.
00:22:17: Aber es geht ja nicht darum, dass ihr Leuten, die zurecht geblitzt worden sind irgendwie davon bewahrt.
00:22:21: Sondern ich selber hatte es tatsächlich schon mal einmal so, das es schlichtweg im Nachhinein rauskam und das einfach gar nicht ich gemeint war sondern auf der Nebenspur und die hatten das Ding falsch ausgerichtet.
00:22:30: So dann ist man wieder alleine und dann müsste man wieder durch diesen ewig langen Prozess gehen und ich glaube, das ist ein bisschen der Punkt den man da glaube ich ganz gut nochmal raussarbeiten kann.
00:22:40: also Ich bin selber im Vorfeld nämlich gefragt worden danach ne?
00:22:43: Also als ich erzählt habe wo ich hingehe ach Furchtbar, was die da machen und ich dachte eigentlich gerade nicht.
00:22:49: Weil es geht ja darum Leuten wie du schon sagtest zum Recht zu verhelfen.
00:22:53: Richtig!
00:22:54: Das ganze ist... Du hast selber das Wort Ich hab's auch schon verwenden disruptiv.
00:22:58: Warum disruptiv?
00:22:59: Weil, wie wir schon die ganze Zeit gesagt haben ja das Rechtswesen eigentlich anders funktioniert in Deutschland.
00:23:04: Also wenn man jetzt einfach mal die Vorurteile nimmt dann geht man in irgendeine Rechtsanwaltskanzlei mit holzgetäffelter Decke und wird dann von irgendeinem Juristen empfangen der erstmal hundert und neunzig Euro fürs Erstgespräch nimmt und danach einem erklärt was er eigentlich alles nicht machen kann.
00:23:21: also so habe ich es hier immer erlebt.
00:23:23: Ich kann mir jetzt vorstellen, dass insbesondere weil ihr jetzt ja offenbar in immer mehr solche Bereiche geht.
00:23:29: Dass so eine Branche das gar nicht so gut aufnimmt und es gar nicht So toll findet wenn da Leute kommen die sagen okay sowas kann man auch digitaler machen sowas Kann man auch schneller machen besser organisieren?
00:23:41: Man kann vielleicht auch sogar die Erfolgschancen erhöhen indem man standardisiert.
00:23:45: was erlebt ihr da oder kriegt ihr davon gar nicht viel mit weil sie sich dann gar nicht an euch wenden?
00:23:50: Also wir sind auf alle Fälle eine große Konkurrenz in unseren Rechtsgebieten auch für niedergelassene Anwälte, weil es eben so einfach wird.
00:23:57: Wir arbeiten vollständig digital.
00:23:59: der Kunde kann über die digitalen Kanäle zu uns kommen.
00:24:02: Wir haben ein transparentes Pricing.
00:24:04: diese Hürde zum Anwalt zu gehen wird definitiv gesenkt und das erhöht natürlich auch den Zugang zurecht dass die Verbraucher zu ihren Recht kommen.
00:24:12: Für einzelne Anwält wirds dadurch natürlich schwieriger mit uns zu konkurrieren.
00:24:16: Die melden sich jetzt aber bei uns nicht und sagen wir finden euch blöd sondern ich glaube das ist die individuelle Herausforderung, dass es zunehmend schwieriger wird für Einzelanwälte oder kleinere Kanzleien und das ist insbesondere beim Thema Kundengewinnung der Fall.
00:24:29: Weil die meisten Verbraucher suchen heute online nach einer Lösung.
00:24:32: ja und da ist Google das größte Einfallstor selbst wenn nicht die KI-Tools jetzt noch neue dazukommen.
00:24:39: und nur wenn man bei Google gut ranked unter viel Geld ausgibt dann kriegt man auch viele Mandanten kleinere Kanzleien deutlich schwieriger und deswegen arbeiten wir auch daran, für unser Unternehmen die Marke Alright wirklich in Deutschland zu etablieren als die Anlaufstelle für Verbraucherrechtsfragen.
00:24:57: So dass man eigentlich gar nicht mehr jedes Mal wieder neu auf die Suche gehen muss.
00:25:00: sowie du es auch geschrieben hast aber zu welchem Anwalt gehe ich jetzt bei diesem Thema?
00:25:04: Sondern so einfach wie wenn ich eine Ferienwohnung buche, gehe ich zu Airbnb und wenn ich ein Rechtsproblem habe dann gehe ich zur Allright.
00:25:10: Und so wollen wir die Marke etablieren und arbeiten ganz stark daran.
00:25:15: Macht es natürlich nochmal deutlich schwieriger für die kleineren Kanzlein- und Anwälter draußen!
00:25:19: Das kann ich mir vorstellen.
00:25:20: Ich hätte halt vermutet, dass es vielleicht auch einfach Bestrebungen gibt oder gegeben hat... Also den Markt ist ja doch recht stark reguliert.
00:25:28: Auch was bestimmte Dinge angeht bis hin zu sehr starren Gebührensatzungen und ich weiß nicht was alles.
00:25:33: gab es da so irgendwie Bestrebung das auch tatsächlich von der rechtlichen Seite einzuschränken?
00:25:37: Oder seid ihr da einfach sauber aufgestellt, dass das von Anfang an undenkbar war.
00:25:42: Wir sind ganz sauber aufgestellt, das vorne weg.
00:25:44: In den letzten Jahren gab es eher eine leichte Liberalisierung des Rechtsmarkts sogar.
00:25:48: also auch Anwälte können heute in bestimmten Konstellationen zum Beispiel nach einem Erfolgsprinzip abrechnen.
00:25:54: aber klar dass RVG das Rechtsanwaltsvergütungsgesetz ist da immer noch maßgebend.
00:26:00: ich sage mal eine große Hürde für uns und vor allem auch andere Investoren ist das Fremdbesitzverbot.
00:26:05: Das bedeutet dass eigentlich nur anwälter Anwaltskanzleien besitzen dürfen.
00:26:09: Das heißt, wir als FlightRide dürfen keine eigene Kanzlei besitzen.
00:26:13: Deswegen haben wir das gelöst indem wir eine Partnerkanzlei haben die vollständig unabhängig von uns ist aber prozessional und operativ sehr sehr eng integriert ist so dass es für den Kunden eine sehr angenehme Kundenerfahrung ist.
00:26:27: Aber die eigentliche Dienstleistungen beispielsweise im Arbeitsrecht erbringt dann eine Kanzlei die unabhängig ist.
00:26:34: Das wäre jetzt so ein bisschen die Frage, wie baut man sowas auf?
00:26:37: Wie organisiert man so etwas.
00:26:38: Also mich interessieren ja auch immer letztlich Geschäftsmodelle, Unternehmertum... ...wie baut mal sowas.
00:26:43: So jetzt hast du ja selber schon gesagt ihr seid keine Rechtsanwaltskanzlei!
00:26:47: Ihr dürft es auch gar nicht sein in dieser Form.
00:26:50: Du hast mir jetzt gerade hier so'n bisschen rumgeführt durch eure Räumlichkeiten hier in Berlin.
00:26:54: Ich glaube ich habe noch nie einen Unternehmen gesehen oder Büroräume gesehen Die soweit weg sind von dem wie man sich sonst eine Rechtsanwaltskanzlei vorstellt was ihr ja auch nicht seid Aber das ist ja das Gebiet, in dem er arbeitet.
00:27:06: Weil es wirkt hier alles extrem nach Start-up, nach Aufbruch, Leute kochen.
00:27:11: Jeder hat was anderes an und es ist ein total offenes Büro.
00:27:14: Es ist auch kulturell bei euch offenbar eine völlig andere Welt, in der ihr unterwegs seid.
00:27:19: Wie ist das entstanden?
00:27:20: Einfach weil dieser digitale Teil Internetplattformen aufbauen oder so... Hat das das verursacht?
00:27:26: oder wie ist das so
00:27:27: entstanden?!
00:27:28: FlightRide ist letzten Endes ein Tech-Unternehmen, wie viele andere Unternehmen hier in Berlin auch.
00:27:34: Wir sind im Jahr zwei Tausendzehn gegründet worden und haben eigentlich diesen Startup-Spirit immer beibehalten und nicht versucht zu Corporate zu werden oder irgendwelche Vorgaben zu machen.
00:27:43: Und die beiden Rechtsgebiete sind dann eben dazugekommen und haben diesen Spirit mit aufgesogen.
00:27:48: Und ich bin davon überzeugt, dass das Teil unseres Erfolgserlebnisses oder Erfolgsgeheimnisses ist und so wir wirklich tolle Mitarbeitende auch finden die keine Lust haben auf die Strukturen in einer ganz klassischen Kanzlei mit vielen Vorgaben sondern eher auf den Startup umfällt.
00:28:05: Trotzdem juristisch arbeiten können und wollen eine gute juristische Ausbildung bekommen.
00:28:09: innerhalb der Gruppe können viele Anwälte zum Beispiel in Fachanwalt machen, im Arbeitsrecht oder im Verkehrsrecht.
00:28:15: Das heißt wir bieten genau die gleiche Ausbildungsmöglichkeit oder sogar besser in den Bereichen weil wir eben so eine hohe Anzahl an Fällen und unterschiedliche Fällen dann in dem Arbeitsrecht- oder Verkehrs Recht auch ermöglichen.
00:28:26: Von daher kriegen wir ganz tolle Mitarbeitende und können die motivieren sprechen.
00:28:30: Das klingt jetzt sehr easy, wo ich tatsächlich mal richtig nachhaken wollen würde aus einer Leadership-Perspektive.
00:28:35: Also es sind ja durchaus extremst unterschiedliche in Anführungsstrichen Gewerke die ihr hier habt.
00:28:41: Ihr habt irgendwelche Techies, die irgendwelchen Entwicklungen machen müssen, ihr habt Marketing und Leute... Du sagtest ja ne?
00:28:49: Die Vermarktung bei.
00:28:50: sowas ist extrem wichtig.
00:28:51: zum Beispiel diese Geschichte mit den Verkehrsrechts Geschichten, die sammeln immer irgendwie auch auf vielen Autobahntoiletten.
00:28:57: Habe ich die euch gesehen aber das geht auch bis hin zu online und digitaler Werbung.
00:29:02: also dann eben die Rechtsanwälte so dass es ja aus einer Leadership Perspektive durchaus herausfordern würde.
00:29:07: ich sagen oder achtet ihr einfach darauf dass wenn rechtsanwalt zu euch kommt dass der von vornherein schon diesen spirit hat ist?
00:29:14: Ich kann mir gar nicht vorstellen dass es da genügend gäbe.
00:29:16: Also wie macht ihr das?
00:29:17: Dass sie den dann kriegen?
00:29:18: Also
00:29:18: ich glaube die erste Basis, damit man bei uns anfangen kann ist das mal hinter unserer Mission steht und dass es eben Giving People Access to Justice.
00:29:26: Und alle unseren Mitarbeitenden stehen hinter dieser Mission und das ist egal ob er im Tech-Bereich arbeitet ein Entwickler ist oder im Marketing Bereich oder Jurist ist.
00:29:35: Ich glaube das ist schonmal einen Faktor, dass allen nach dem gleichen Ziel streben warum das so gut funktioniert und dass jetzt die Anwälte angeht.
00:29:43: da Stellen wir typischerweise relativ junge Anwälte ein, die entweder direkt von der Uni kommen oder vielleicht schon zwei, drei, vier Jahre Berufserfahrung haben.
00:29:51: Die haben Lust genau auf dieses Umfeld.
00:29:53: Ja?
00:29:54: Die kennen ja noch nicht das, sag ich mal, Oldschool-Anwaltsumfeld und die kommen mehr dann letzten Endes zu uns weil sie genau darauf Lust haben.
00:30:02: Wie viel Startup seid ihr noch also... Das eine ist ja jetzt so dieses, wie das hier im Büro wirkt.
00:30:08: Aber ein Unternehmen mit irgendwie über drei Hundert Mitarbeitenden seit Zwei-Tausendzehn ist jetzt auch schon ne gewisse Zeit vergangen.
00:30:15: also ich erlebe halt bei vielen.
00:30:16: irgendwann kommt es um Prozess wo dann das Startup übergeht in ein etabliertes Unternehmen und was ja auch wieder dann intern etwas verändert.
00:30:24: Wo steht ihr da jetzt?
00:30:25: Ja wahrscheinlich sind wir wenn du so fragst schon eher einen Grown up.
00:30:28: Wir haben natürlich klare Prozesse auf wie wir unser Unternehmen führen.
00:30:32: wir arbeiten beispielsweise mit OKAs Also jedes Quartal setzen wir uns hin im Leadership Team in den einzelnen Bereichen, definieren unsere Ziele berechnen die dann runter.
00:30:41: In entsprechende Key Results und Actions und versuchen die dann entsprechend zu tracken.
00:30:45: also das sind ja schon Strukturen die man vielleicht eine ganz early Phase eines Startups noch nicht hat.
00:30:51: gleichzeitig denke ich sind für dynamisch genug um auch kurzfristig auf Entscheidungen reagieren zu können.
00:30:56: Ich geb dir vielleicht mal ums konkret zu machen, ein Beispiel.
00:30:59: Als Corona kam war ja klar okay wenn keine Flüge mehr am Himmel sind dann gibt's auch keine entschädigungsberechtigten Verspätungen und Corona selber aber nicht inschädigungsperechtigt weil Corona in außergewöhnlicher Umstand war.
00:31:11: Und wir haben innerhalb von zwei Wochen kompletten neues Produkt an den Staat gebracht und zwar das Thema Ticketpreisrückerstattung.
00:31:17: Du erinnerst dich viele Airlines haben alle flüge storniert weil sie das mussten.
00:31:21: Aber die Airlines haben die Ticketpreise nicht zurückerstattet, auch die Lufthansa.
00:31:25: So irgendwelche
00:31:25: Wautschah ausgegeben ja?
00:31:27: Ich habe auch noch einen von denen, den ich da nie wieder eingelöst hab.
00:31:30: Ja
00:31:30: genau so!
00:31:31: Wautchah oder gar nichts und eigentlich hatten die Reisen in Anspruch auf die Geldrückerstattung.
00:31:35: Da haben wir innerhalb von zwei Wochen dieses Produkt an den Start gebracht.
00:31:38: Ein neuen Claimcheck auf der Website, der andere Fragen stellt.
00:31:41: Als wir das in unserem klassischen Produkt haben, in unseren Backend-CRM mussten wir verschiedene Änderungen machen und natürlich die rechtlichen Prozesse dahinter.
00:31:48: Und das hat einfach gezeigt welche Agilität wir haben obwohl wir schon ein größeres Unternehmen sind aber können auch noch schnell auf Umfeldänderung reagieren.
00:31:57: Also ich grad ganz spannend fand als du mich hier durchgeführt hast.
00:31:59: es waren sehr viele Leute da.
00:32:01: so Das ist ja auch so ein Thema, ne?
00:32:03: Also die Diskussion um Homeoffice oder Remote-Working haben sich ein bisschen verschoben wieder in den letzten Jahren.
00:32:08: Aber trotzdem ist es ja gerade in so einem Techumfeld, in so nem Startup-Umfeld immer noch etwas wo sehr viele sagen naja remote oder gar nicht aber bei euch sitzen ja sehr viele einfach da am Schreibtisch gerade wie kommt das?
00:32:20: ist das einfach?
00:32:21: müssen die das ist hier Teil der Office Kultur?
00:32:24: oder wie wird das bei euch gehandhabt?
00:32:26: Ja, die ehrliche Antwort ist wir haben eine klare Regel.
00:32:30: Die zwei Tage die Woche soll jeder ins Büro kommen was glaube ich relativ flexibel ist.
00:32:34: ja und
00:32:35: trotzdem gibt es Teams sind die meisten vier oder fünf tage im Büro das ist einfach ne Team Dynamik weil's Spaß macht mit den Kollegen dann in dem Büro zusammen zu arbeiten.
00:32:44: Ich muss aber auch zugeben, dass es auch Teams gibt.
00:32:46: Die kratzen so an der Zweitagegrenze und daher hast du dir vielleicht heute auch einen guten Tag ausgesucht, da das wirklich viel los ist.
00:32:52: Ich persönlich glaube ganz stark daran, dass man sich immer wieder persönlich sieht im Büro und dass man eben auch mal über Themen spricht wo man nicht gerade in den Termin mit einer Videokonferenz eingestellt hat.
00:33:02: deswegen ich poche darauf, dass wir uns auch im Büros sehen.
00:33:05: Wir versuchen auch über weitere Veranstaltungen die Mitarbeitenden ins Büro zu kriegen feste zu machen um diesen Austausch zu fördern.
00:33:12: So eine Remote-Only Kultur wäre nichts, wo ich glaube dass das langfristig wirklich so ein Unternehmen zusammenhält.
00:33:18: Ich hatte im letzten Jahr im Frühjahr einen Gast von einem richtigen Startup in Reihenform aus der Fintech-Szene Lukas Zerner in dem so eine Steuerberatungs App gegründet integral also auch eigentlich gar nicht so ganz weit weg von dem was ihr tut.
00:33:32: Der hat damals gesagt, das fand ich ganz spannend.
00:33:34: Dass es bei ihnen im Startup fast eine Präsenzpflicht gibt dauerhaft weil er einfach sagt gerade in einem Start-Up brauche ich diese Dynamik dass Menschen miteinander arbeiten und nicht jeder für sich irgendwo und das kann halt Teams oder Zoom oder wie sie alle heißen Nicht ersetzen.
00:33:51: Wie siehst du das so persönlich?
00:33:54: Ich stimme dem zu, dass man sich sehen muss.
00:33:56: Das habe ich auch versucht zu betonen insofern auch für neue Kolleginnen und Kollegen die zum Unternehmen dazu kommen.
00:34:02: Die lernen ja ganz viel durch beobachten und einfach mal was mitkriegen oder nochmal schnell eine Frage beim Sitznachbar zu klären.
00:34:08: Und das funktioniert aus meiner Sicht nur ganz ganz schwierig wenn man vollständig remote ist.
00:34:12: Gleichzeitig gibt es natürlich den Zielkonflikt, dass heute viele Mitarbeitende sich schon daran gewöhnt haben auch teilweise aus dem Homeoffice zu arbeiten oder auch weitere Anfahrtswege haben und dann damit argumentieren das ja auch Arbeitszeit verloren geht.
00:34:25: Wir haben viele Mitarbeiter die Familie haben kleine Kinder haben und da bieten wir halt einfach Flexibilität an.
00:34:31: und ich glaube da am Ende muss man so ein Mittelweg finden.
00:34:34: oder wir haben für uns einen guten Mittelweg gefunden, dass man beide Seiten gerecht wird mit Team-Tagen, wo dann das gesamte Team ins Büro kommt.
00:34:42: Zusammen Essen geht sich austauschen kann, Workshops machen kann.
00:34:45: und dann gibt es eben die anderen Tage, wo man vielleicht ein bisschen weniger Termine hat.
00:34:48: Die macht man aus dem Homeoffice und kann dann die Themen abarbeiten.
00:34:52: Als kleiner Disclaimer.
00:34:53: Wir sprechen ja häufig so Themen ab.
00:34:55: Das was ich jetzt gerade frage habe, haben wir vorher überhaupt nicht abgesprochen.
00:34:57: Es kam nicht so ein bisschen in diesem Office-Rundgang einfach als Gedanke gerade.
00:35:00: Ich hab zum Beispiel, als ich kurz auf dich gewartet habe... ...als ich gekommen bin, habe ich gesehen dass neue Mitarbeiter rumgeführt wurde, denen alles gezeigt wurde.
00:35:07: Ich habe auch bei mindestens einem Schreibtisch so ein Welcome-Ding gesehen, wo offenbar neue Leute gerade bei euch anfangen.
00:35:13: So grad diese ganze Textszene macht ja eine Zeit durch die sie sich vielleicht vor zwei oder drei Jahren nicht hätte vorstellen können.
00:35:19: Dass eben das nicht mehr so ist dass es alles immer nur aufwärts geht und im Prinzip Entwickler sich komplett aussuchen kann wo sie hingehen.
00:35:28: jetzt seid ihr in dem Bereich der wahrscheinlich vielleicht von Krise sogar eher profitiert?
00:35:31: Kann ich mir vorstellen?
00:35:33: Gerade mit so einer Arbeitnehmervertretung und sowas vielleicht auch ein eher krisensichereres Umfeld.
00:35:39: Wie verändert sich das gerade bei euch?
00:35:40: Also jetzt nicht, was die Geschäftshand angeht sondern so diese... Gerade dieses Homeoffice-Ding ist ja finde ich auch etwas wo früher viele gesagt hätten naja entweder ihr gebt mir Home Office oder ich suche mir einen der nächsten Zehen um mich buhlen und ich glaube da hat sich doch auch einiges verändert.
00:35:55: oder wie erlebt ihr das so?
00:35:56: Ja würde ich auf alle Fälle bestätigen.
00:35:59: also Ich merke eine sehr große Zufriedenheit bei den Mitarbeitenden In den letzten zwölf Monaten oder achtzehn Monaten, die man vielleicht vor drei Jahren bevor die Zinsen gestiegen sind und Ukraine Krieg ausgebrochen ist so nicht beobachtet hat.
00:36:12: Da hat jeder immer gedacht oh in einem anderen Unternehmen es ist besser ich kriege vielleicht mehr Geld oder mehr Benefits im anderen Start-up
00:36:18: Oder noch ein cooleres Geschäftsmodell oder noch was anderes
00:36:21: oder einen Zehenwechsel
00:36:22: in zwei Jahren.
00:36:23: Genau
00:36:24: dort gab's Mitarbeiterbeteiligungsprogramme mit irgendwelchen Virtual Shares usw.
00:36:29: die nach ganz, ganz viel klangen.
00:36:31: Und da ist glaube ich ein großer Realismus eingetreten und wir sind ein wachsendes profitables Unternehmen.
00:36:37: Wir sind halt auch nicht abhängig von irgendwelchen Finanzinvestoren, die uns noch mehr Geld zur Verfügung stellen und das hat definitiv an Attraktivität gewonnen und deswegen haben wir für uns glaube ich aktuell einen sehr guten Sweetspot.
00:36:49: Das heißt unsere Mitarbeitenden sind extrem zufrieden und wir kriegen auch tolle Bewerbungen wenn wir mal neue Kollegen und Kolleginnen suchen.
00:36:56: Ja, da merkt man halt dass es nur Startup.
00:36:58: Nur cool, nur innovativ manchmal gar nicht alles ist sondern auch so ein Grown-Up wie du gerade sagst das gar nicht so schlecht ist.
00:37:05: Wir sind jetzt schon die ganze Zeit im Thema Leadership.
00:37:07: ich will gleich auf jeden Fall nochmal auch inhaltlich auf einen Rechtsgebiet nämlich diese ganzen Fluggastrechte kommen weil mich das als Reisender auch persönlich interessiert.
00:37:14: was mich noch mal interessieren würde ist Du hast ja selber erzählt dass du... Du hast das beschrieben als du hast versucht ein Unternehmen zu gründen und Ich rede hier ja auch ganz viel mit Unter nie mehreren, die etwas selber gegründet haben.
00:37:27: Da gibt es jetzt durchaus einen Unterschied zu CEOs wie du einer bist, die in ein bestehendes Geschäftsmodell einsteigen.
00:37:34: Ich kann mir vorstellen gerade in so einem Umfeld wie hier... wo etwas Neues geschaffen worden ist, dass es durchaus was anderes ist als wenn ich jetzt irgendwie weiß ihn nicht.
00:37:42: Jetzt machen wir das mal ganz groß bei Procter & Gamble als CEO-Einsteiger.
00:37:46: Da hast du sowieso bestehende Strukturen, wo das klar ist und externe CEOs gibt und so.
00:37:52: Du bist also als Nichtgründer in bestehendes Geschäftsmodell eingeschickt?
00:37:55: Wie siehst du deine Rolle da?
00:37:57: Weil du musst ja trotzdem das total vorantreiben!
00:37:59: Ganz viel Neues.
00:38:01: dir immer überlegen, was sonst häufig die Gründer selber machen.
00:38:04: oder sehe ich das
00:38:05: falsch?!
00:38:05: Also ich sehe mich eigentlich selber als Unternehmer, selbst wenn es vielleicht nicht mein Unternehmen ist.
00:38:11: Obwohl ich Angestellter CEO bin denke ich als Unternehmer und handle auch genauso wie mein Unternehmen wäre.
00:38:19: Von daher versuche ich das eigentlich genau so zu machen wie es ein Gründer machen würde.
00:38:23: Ich bin von der Persönlichkeit her wahrscheinlich weniger jemand der in riesigen Visionen denkt Moonshots denkt sondern größeren Realismus an den Tag legt.
00:38:34: Das liegt eher an meiner Persönlichkeit, würde ich sagen.
00:38:36: Von daher setzen wir uns super ambitionierte Ziele die wir dann aber auch erreichen wollen und geben alles dafür dass wir die erreichen und machen da einen sehr klaren Plan.
00:38:44: vielleicht was sich aus meiner McKinsey Zeit mitbringe?
00:38:47: Ich wollte gerade
00:38:47: sagen das klingt jetzt... Da kommt der McKinselberater durch.
00:38:51: ne?
00:38:52: Genau das ist richtig!
00:38:53: Und das unterscheidet mich wahrscheinlich von einem klassischen Gründertypen der riesige Visionen hat oder Weg dahin noch unklarer ist, meine Perspektiven und Ziele für die Organisationen sind erreichbarer wenn auch ambitioniert.
00:39:08: Aber am Ende denke ich wie ein Unternehmer und versuche das Unternehmen bestmöglich voranzubringen mit unserem Team hier was wir haben.
00:39:14: Ja ich finde es spannend weil ich hatte im letzten Jahr Alice Hannemann Stranger zu Gast.
00:39:18: sie ist geschäftsführende Gesellschafterin eines Unternehmens aus der Baumbranche und die war vorher auch Beraterin bei McKinsay und hat dann so diese McKinsley Prinzipien wie sie sagte in Die Immobilien und Bau Branche reingebracht und so was wie Lean Management auf dem Bau und sowas, was es sonst überhaupt nicht gibt.
00:39:36: Und ist damit extrem erfolgreich.
00:39:38: So meine in Anführungsstrichen Vorteile gegenüber Tech Start-ups – jetzt seid ihr schon ein bisschen größer aber wenn man nochmal diesen Begriff nimmt – ist ja dass da Leute häufig sitzen mit extremen genialen Ideen und Visionen und auch wahnsinnig großen technischen Fähigkeiten die dann eben dieses operative Nichts so wirklich drauf haben.
00:39:58: Kann es sein, also wenn du sagst, du bist auf der einen Seite denkst wie ein Unternehmer.
00:40:01: Aber hast du dieses McKinsey-Gen noch in dir?
00:40:03: Dass das eigentlich genau die Kombi ist, die dann so ein Laden wie Flight Ride und All Right braucht oder...
00:40:08: Ja ich denke da dass das hilft, warum wir uns den letzten Jahren so gut entwickelt haben Und ich denke das ist das Richtige für die Gruppe.
00:40:15: Das ist das was sich anbieten kann und es funktioniert gut.
00:40:18: Ich will nichts über andere Firmen sagen.
00:40:20: Es gibt extrem erfolgreiche noch viel schneller wachsende Unternehmen auch im Deckbereich zu riesigen Bewertungen, die es schaffen, Investoren davon zu überzeugen.
00:40:29: Diese Gelder zubereitzustellen und für bestimmte Geschäftsmodelle braucht man einfach viel Upfront Investment und Kapital.
00:40:35: Ich glaube da hängt so wirklich vom jeweiligen Geschäfts-Modell ab.
00:40:38: Wir haben einen Weg eingeschlagen von profitablen Wachstum.
00:40:44: Also wir haben eigentlich fast alles was sie gemacht haben aus dem eigenen Cashflow herausgemacht.
00:40:48: Das ist eben eine andere Art zu wachsen als wenn man stark durch, sag ich mal Venture Kapital wächst.
00:40:54: Peuturch aus substanzieller wahrscheinlich, oder?
00:40:57: Ich bild mir da kein Urteil!
00:41:00: Wir haben unseren Weg gefunden und der passt gut für uns und da sind wir auch im guten Weg.
00:41:04: Wie gesagt es hängt auch vom Geschäftsmodell ab wann man die Profitabilitätsschwelle erreicht.
00:41:09: Was
00:41:10: ich jetzt noch spannend finde ist wenn man mal die Vorurteile gegen McKinsey Berater nimmt... Nach dem Motto, die wissen in der Theorie immer alles gut.
00:41:20: Müssen es aber nie selber umsetzen oder verantworten?
00:41:24: Die sagen dann immer anderen was man tun könnte und müssen es aber nicht selber tun.
00:41:29: So jetzt bist du in der einen Rolle gewesen und abhängig mal davon wie viel da war halt an diesem Vorteil dran ist, aber du bist in dieser Rolle gewesen Und bist heute in einer, wo du wirklich die operative Verantwortung hast.
00:41:41: Wie hat sich so dieser Schritt für dich angefühlt?
00:41:43: Der Switch ist dir einfach gefallen oder ist das gar nicht so eine große Veränderung oder eben doch?
00:41:49: Ich glaube es ist auf alle Fälle eine Veränderungen und es war die Veränderungsveränderung, die ich gesucht habe was für mich der Grund war warum ich auch von McKinsey dann weg wollte weil ich eben diese Gesamtverantwortung haben wollte und die Themen anstoßen umsetzen und dann auch am Ende erfolgreich zum Ende führen wollte und möchte.
00:42:04: und da glaube ich is ein großer Unterschied Weil du es als Kritik genannt hast, ich glaube man muss manchmal auch mal ganz konzeptionellen Problemen durchdringen und angehen.
00:42:13: Die überlegen wie die bestmögliche Lösung aussehen würde.
00:42:17: Und dann auch versuchen danach das umzusetzen bestmöglich.
00:42:21: Ich glaube McKinsey hat eine ganz große Stärke darin mit dem ganzen externen Wissen was dazu reinkommt genau diese Probleme dann so runter zu brechen oder Lösungswege aufzuzeigen.
00:42:31: Das muss man einfach machen um dann die richtigen Entscheidungen treffen zu können den richtigen Weg einzuschlagen.
00:42:36: Wir sind zu klein, um uns mit Kindsee leisten zu können.
00:42:38: Das heißt wir müssen das quasi als Team selber machen sowohl die konzeptionelle Arbeit als dann auch die Umsetzung.
00:42:44: Ich kann sagen ich wollte diese Gesamtverantwortung haben dieses unternehmerische Denken für das gesamte Unternehmen und vor alle Bereiche unten diverses Team haben wir ja auch schon jetzt drüber gesprochen Und dass macht auch die faszination meines Jobs aus einfach mit so einem unterschiedlichen team wirklich Dinge aufzubauen und das Unternehmen weiterzuentwickeln.
00:43:03: Wie würdest du so deine eigenen Führungsprinzipien beschreiben, dein Stil?
00:43:07: Also ich weiß es ist total schwierig das von sich selber zu machen.
00:43:10: Aber ich kann jetzt schlecht die Leute von da draußen kurz rein bitten und sagen, beschreib mal den Chef!
00:43:15: Also wie würdest Du Deine eigene Art zu führen beschreiben?
00:43:17: Ich versuche immer mit gutem Beispiel voranzugehen also dass was ich für meinen Mitarbeitenden erwarte, das versuche ich auf alle Fälle... vorzuleben.
00:43:25: Das fängt mit kleinen Dingen an, von der Officepräsenz über Pünktlichkeit bei Terminen beispielsweise und eine ehrliche Kommunikation weil ich glaube nur wenn wir ehrlich und sage mal ohne negative Emotionen miteinander kommunizieren dann können wir alle Argumente auf den Tisch legen und uns dann für die beste Weg entscheiden.
00:43:41: genau diese Ehrlichkeit in dieser offene transparente Kommunikations das sind glaube ich Sachen die mich auszeichnen.
00:43:47: Kommen
00:43:49: wir mal zum Schluss auf dieses große Thema Fluggastrechte.
00:43:52: Das ist ja mindestens das Thema gewesen, was euch mal sozusagen zu einer Gründung gebracht hat also woraus ihr entstanden seid und ich vermute es ist immer noch ein sehr sehr wichtiges Thema für euch.
00:44:03: Also es gab mal vor ein paar Wochen im Spät-Herbst Anfang Winter letzten Jahres habe ich mal so Berichte gelesen dass es so Bestrebungen innerhalb der EU gibt diese zu verändern, um nicht so sagen radikal zu beschneiden.
00:44:19: Also vielleicht damals mit dem Kleinexkurs.
00:44:21: also das was wir jetzt als Fluggersrechte kennen ist ja gar nicht so selbstverständlich weltweit.
00:44:25: wenn man in den USA fliegt und dort Airlines in Anspruch nimmt dann also gefühlt können die ziemlich machen was sie wollen mit einem also da gibt es diese diese Regelungen so nicht.
00:44:35: Dann gab es diesen Vorschlag, wir können von den drei Stunden auf sechs Stunden gehen.
00:44:39: Das hätte für euch wahrscheinlich einen dramatischen Einschnitt im Geschäftsmodell bedeutet vermute ich mal oder?
00:44:45: Ja du sprichst in der Vergangenheit die Diskussionen laufen tatsächlich.
00:44:49: Okay das kriegt man so gar nicht mit gerade eine Öffentlichkeit.
00:44:52: Für mich wirkte so ja ne wurde zurück gewesen.
00:44:54: und dann aber offenbar ist es noch aktuell.
00:44:57: genau Der Europäische Rat also Die Mitgliedstaaten der Europäischen Union haben sich auf ein Kompromiss geeinigt Diese Verspätungsgrenze nach oben anzupassen, das ist auf vier oder sechs Stunden von heute drei Stunden.
00:45:09: Das würde bedeutende sechzig Prozent weniger reisende Anspruch auf eine Entschädigung hätten als sie es heute haben.
00:45:14: Es gab aber noch weitere Änderungen beispielsweise die Absenkung der Entschadigungssummen um zwanzig Prozent und die Ausweitung der außergewöhnlichen Umstände, also mehr Ausreden für die Airlines könnte man sagen.
00:45:25: Und das ist der aktuelle Vorschlag vom Rat.
00:45:27: Das ist extrem schlecht für die Reisenden weil sie dann quasi keine Entschädigung mehr kriegen nur noch einen ganz kleinen Teil davon und für uns als Unternehmenwesen entsprechend auch nicht ideal.
00:45:37: wir sind allerdings sehr zuversichtlich dass das europäische Parlament die über sechshundert Abgeordneten die Verbraucherrechte nicht abschwächen wollen.
00:45:45: Ich finde, in einer Zeit wo Europaskepsis sowieso sehr hoch ist dann gibt es einige wenige Verordnungen die die Verbraucher wirklich abschieben und schützen.
00:45:54: Dazu gehört die Roaming-Verordnung das uns einem Handy in Europa telefonieren kann aber eben auch die Flugersrechteverordnung die Reisenden bei Flugproblemen absichern.
00:46:03: Und das Parlament sieht das auch so.
00:46:04: und das Parlament sagt auf gar keinen Fall dürfen wir die Fluchersrechten abschwächen sondern wir müssen sie viel mehr stärken.
00:46:10: Und deswegen hat jetzt auch das Parlament in den Verhandlungen mit dem Rat gesagt, so geht es nicht.
00:46:15: Drei Stunden Verspätungsgrenze muss bleiben die Entschädigungen müssen nach oben angepasst werden und wir brauchen noch bessere Regelung fürs Handgepäck und noch weitere.
00:46:24: von daher ich bin sehr zuversichtlich dass in den weiteren Verhandlungen die jetzt noch laufen werden In einem Vermittlungsverfahren was bald starten wird in ein paar Monaten Das am Ende Die Flughaßrechte hoffentlich auf dem Niveau bleiben wo sie sind oder sogar sich noch verbessern.
00:46:38: Wer dem Podcast auf das hört weiß, ich bin jetzt nicht der größte Fan von irgendwelchen Regulierungen und Ticket da sehr liberal.
00:46:44: Aber es gibt ein paar Dinge die natürlich einfach total Sinn machen und also genau das was du gerade gesagt hast ne?
00:46:49: Das ist mir grade auch nämlich in den Kopf gekommen!
00:46:51: Also die EU hat ja leider nicht den allerbesten Rufgrade so und jetzt ausgerechnet die Dinge wegzunehmen wo man immer sagen kann Mensch guck mal wie großartig es ist dass es diese europäische Union gibt also ausgerechnet daran zu gehen.
00:47:06: Ich hab auch das Gefühl, dass jetzt so aus Perspektive eines Geschäftsreisenden sowas wie diese Fluggastrechte auch irgendwie zur Verlässlichkeit ganz stark beitragen.
00:47:16: Weil sie ja einfach für ein Unternehmen, für eine Airline durchaus im Rahmen sind wo sie eben nicht einfach können, wie Sie wollen.
00:47:24: So auch nicht einmal eben sagen wir überbuchen jetzt oder was auch immer sondern es hat Konsequenzen und das hat ja auch dann Auswirkungen auf die Verläßlichkeits kann mir nicht vorstellen, dass das in irgendeiner Form positive Auswirkungen auf den Wirtschaftsstandort Europas hätte.
00:47:39: Absolut!
00:47:39: Die Steuerungswirkung, die von der Verordnung und insbesondere auch für eine Entschädigungszahlung ausgeht, ist extrem hoch – und das zeigen auch die Studien, die gemacht wurden zwischen Europa-und den USA -, dass man klar sieht es gibt siebzig Prozent weniger Verspätung über drei Stunden wenn die Verordnung anwendbar ist.
00:47:56: und wenn sie nicht anwendbaar ist weil es heute so dass wenn man von Europa mit einer amerikanischen Airline von Europa in die USA fliegt, dann gilt die Verordnung.
00:48:05: Und auf dem Rückflug gilt sie bei einer amerikäischen Airline nicht.
00:48:09: Wissenschaftler haben verglichen wie sich die Verspätung unterscheiden und immer wenn die Verordnungen gilt waren es siebzig Prozent weniger Verspäthung über drei Stunden als wenn die Vorordnung nicht gilt.
00:48:18: Da sieht man einfach wie effizient letzten Endes so eine Regulierung auch ein Flugsystem macht und deswegen funktioniert das in Europa viel viel besser als in Amerika.
00:48:26: du hast es angesprochen.
00:48:27: Leute, die vielen in Amerika fliegen wissen.
00:48:29: Da gibt es viel mehr Probleme, Stornierungen und Überbuchung als wir das in Europa haben.
00:48:33: Eigentlich müsste man jetzt auch auf Wettbewerbsgleichheit und Gerechtigkeit schaute ja eher dafür sorgen dass dann auch die amerikanischen Airlines auf den Weg in die EU diese Standards erfüllen müssten.
00:48:42: eigentlich müsste das doch so mit Landenrechten gehen.
00:48:45: Soal ich als Rechtsleihe würde du das so sehen?
00:48:48: Ja das europäische Parlament hat jetzt im Vorschlag genau das vorgeschlagen.
00:48:52: also vielleicht kommt das.
00:48:53: Aber ich habe schon gehört, dass die Trump-Administration gesagt hat sie fände das nicht so gut wenn jetzt auch amerikanische Airlines da vollumfängig drum kommen.
00:49:00: und ob es dann in der aktuellen politischen Lage wirklich durchkommt werden wir sehen.
00:49:04: Es ist halt auch da wieder ne?
00:49:05: Also es hat halt immer verschiedene Seiten.
00:49:07: also USA fliege ich jetzt gerade sowieso nicht aber als ich das noch oft gemacht habe hab' ich genau deswegen Penibel vermieden mit United oder ähnlichen zurück zu fliegen.
00:49:18: Das habe ich einfach nicht gemacht.
00:49:19: Ich ausschließlich europäische Airlines genommen.
00:49:21: Also von daher, es ist durchaus ... Es kann vielleicht auch positiv eine Wettbewerbssache sein.
00:49:26: Das was sie da ja tut, ist ja sehr politisch.
00:49:30: Eigentlich wenn man jetzt mal sich einfach nur normal sachlich euer Unternehmen anschaut oder ihr Geschäftsmodell anschaut dann ist das hier weit weg vom politischen.
00:49:38: Ihr macht ne Rechtsberatung, ihr sorgt dafür dass Leute eine Entschädigung bekommen usw.. Und durch diese Diskussionen würde ich es jedenfalls empfinden werdet ihr gerade in fast so eine Rolle eines politischen Akteurs gedrängt.
00:49:51: Ich kann mir vorstellen, dass das gar nicht die Komfortzone eines CEOs eines Unternehmens ist, plötzlich da so stark aktiv werden zu
00:49:58: müssen.".
00:49:59: Wir legen am Ende ja nur die Fakten auf dem Tisch und wir sagen was würden beispielsweise eine Veränderung der Regulierung für die Reisenden bedeuten?
00:50:05: Dass zum Beispiel sechzig Prozent der Reisende dann keinen Anspruch mehr hätten oder wir können da legen.
00:50:10: warum müssen wir über hunderttausendmal im Jahr klagen?
00:50:14: weil die Airlines eben nicht zahlen?
00:50:15: Und was wir jetzt in den letzten Monaten viel gemacht haben, ist einfach diese Fakten an die politischen Stakeholder zu bringen.
00:50:22: Das heißt, die Politik mache ich ja nicht als CEO sondern ich verteile Informationen damit die Politiker letzten endesfaktenbasierten Entscheidungen treffen können
00:50:30: Ist ja schon ein Interessensvertretung.
00:50:32: Es ist vielleicht nicht das, was normalerweise so die typische Rolle eines CEOs ist – auch wenn natürlich CEOs immer politischer werden in den letzten Jahren – es ist ja schon plötzlich eine andere Rolle, die durch einen ist als sonst vielleicht?
00:50:44: Ja
00:50:44: meine Gesprächspartner haben sich auf alle Fälle geändert in den achtzehn Monaten.
00:50:47: Wir sind viel im Brüssel unterwegs und sprechen dort mit Abgeordneten... Aber es geht am Ende darum, die Informationen, die wir haben auch an die richtigen Stellen zu bringen.
00:50:57: Und die Airlines machen natürlich das gleiche und am Ende ist es dann an den politischen Entscheidern wirklich abzuwägen welche Informationen stimmen oder was Gewichte ich vielleicht auch höre.
00:51:06: Am Ende hoffen wir darauf dass die Flugersrechte zumindest mal auf dem aktuellen Niveau erhalten bleiben.
00:51:11: Wie ist das so wenn du fliegst ja selber auch?
00:51:13: Wenn du in der Lufthansa-Lounge in Frankfurt Vielleicht dem CEO der Lufthansa-Begegnisse oder ähnliches.
00:51:19: Wie ist das Gefühl dann?
00:51:21: Sprecht ihr miteinander, kennt man sich...
00:51:25: Ich kenne den Karstenspor nicht und habe ihn auch noch nicht getroffen.
00:51:28: Ich werde immer wieder gefragt ob es Probleme gibt wenn ich reise, ob ich die schlechten Sitzplätze kriege oder die besonders guten Plätze im Flugzeug.
00:51:35: Nein!
00:51:35: Ich darf weiterfliegen.
00:51:36: Es gibt da keine Probleme.
00:51:38: von daher.. Die Airlines sehen unser Geschäftsmodell kritisch was wir nicht ganz nachvorziehen können Klar.
00:51:44: Weil am Ende ist es das Verhalten der Airlines, die die Reisenden zu uns schicken.
00:51:49: Viele Reisen haben schon gar keine Lust mehr direkt zur Airline zu gehen weil sie wissen Sie kriegen gar keine Antwort oder es dauert sehr lange oder es wird irgendwie auf außergewöhnliche Umstände verwiesen und so weiter.
00:51:59: Und das haben letztendlich die Airline selber in der Hand.
00:52:02: Mich beeinflusst das beim Fliegen nicht.
00:52:04: Wenn man mal ehrlich ist... Ist es ein legitimes Business?
00:52:07: Und damit durchaus sollte da ja auch eher so eine sportliche Beziehung sein.
00:52:14: Man zieht jetzt vielleicht nicht an einem Strang, aber da jetzt so ne Gegnerschaft oder so wäre ja irgendwie auch komisch.
00:52:19: Aber mein Aufruf also es muss ja jetzt nicht Kasen... Also natürlich Kasenspoor wäre herzlich willkommen hier bei mir in der Chefetage, aber wenn ein anderer CEO einer Lufthansa-Gruppen Airline oder einen anderen Airline das Gefühl hat sie oder er möchte jetzt hier mal die Perspektive de Airlines in der Cheffetage zeigen dann?
00:52:37: Schreibt mir einfach und das kriegen wir bestimmt
00:52:38: hin.
00:52:39: Und wer sich mal mit mir austauschen möchte, darf ich auch gerne direkt bei mir melden und wir gehen mal einen Kaffee trinken?
00:52:44: Und vielleicht machen wir dann einfach das Gipfelgespräch Airlines & Flight Ride.
00:52:49: Einen
00:52:49: gemeinsamen Podcast.
00:52:50: Ja perfekt!
00:52:51: Jetzt haben wir ein Plan also meldet euch da draußen bitte.
00:52:55: Also ihr habt es jetzt gehört... Das war sehr, sehr spannend.
00:53:00: Vielen herzlichen Dank!
00:53:01: Viele interessante Einblick.
00:53:02: ich bin wirklich gespannt wie das da weitergeht in dem Bereich.
00:53:05: Ich hoffe dass das eher ausgebaut wird.
00:53:08: Im Moment nicht mehr ganz so viel am Fliegen weil die innerdeutschen Verbindungen leider nicht mehr so gut sind wie sie mal waren aber ich erlebe es halt bei der Bahn.
00:53:16: Also ich als Reisender fühle mich oft sehr hilflos, weil die Entschädigungen bei der Bahn sind eigentlich so marginal.
00:53:20: Dass ich manchmal schon keine Lust mehr habe und die haben jetzt auch ganz viele Ausreden, warum sie nicht zahlen müssen.
00:53:24: Und ich glaube das Verlässlichkeit in Reisen, in der Mobilität einfach etwas ist was auch für ein Wirtschaftsstadtort extrem wichtig ist und von daher hoffe ich mal nicht nur für euer Geschäftsmodell sondern auch für mich dass das so nicht kommt.
00:53:37: Ja vielen Dank live!
00:53:39: Ich hofft es auch.
00:53:39: Das Gespräch hat ganz viel Spaß gemacht.
00:53:42: Danke, gleichfalls.
00:53:43: Jetzt musst du noch die letzte Frage beantworten, die hier jeder gestellt bekommt.
00:53:46: Nämlich die Schlussfrage.
00:53:48: Du machst viel Sport jetzt.
00:53:50: beim Schwimmen kann man schlecht wahrscheinlich Kopfhörer drin haben aber wenn man joggt und dann wirst du wahrscheinlich in Zukunft immer die Chefetage hören als absoluter Fan-und Stammhörrer?
00:53:59: Das ist der Moment wo du ja sagst.
00:54:00: Ja
00:54:01: absolut!
00:54:02: Irgendwann krieg ich es hin dass die Gäste das einfach von alleine sagen.
00:54:06: Nein aber wen möchtest du denn bei mir mal hören wenn du demnächst rein schaltest?
00:54:10: Ich hatte einen Mitgründer bei meinem Legehennen Management System und das war Hans Martin Vetter.
00:54:16: Und er hat inzwischen vor dreieinhalb Jahren ein neues Unternehmen gegründet, und zwar SMETCH!
00:54:21: Das ist eine BTV-Plattform, wo überschüssige Ware insbesondere im Textilbereich angeboten wird und dann von Abnehmern wieder weitervertrieben wird.
00:54:29: Cool!
00:54:29: Ist ein super tolles Unternehmen.
00:54:30: die Jungs und Mädels haben gerade noch sieben Millionen Seat Funding bekommen, ich glaube letzte Woche oder so... Ja?
00:54:37: ...ist ein ganz toller Gesprächspartner und ein super Geschäftsmodell was glaube ich auch für viele deiner Hörer spannend ist.
00:54:43: dem kann ich dir auf LFL empfehlen.
00:54:44: Werde ich auf jeden Fall anfragen.
00:54:45: das heißt wir haben jetzt mindestens drei Podcast Episoden die aus dieser Episode mit dir entstehen, das was du gerade beschrieben hast.
00:54:52: Dann das Einzelngespräch mit einem Airline Chef und das Gipfelgespräch!
00:54:55: So also ist doch perfekt
00:54:56: genauso.
00:54:57: Vielen Dank wenn es euch da draußen auch gefallen hat Wenn ihr ein bisschen etwas mitnehmen konntet ihr euch inspirieren lassen konnte dann abonniert auf jeden Fall den Kanal falls ihr das noch nicht getan habt.
00:55:07: Also warum eigentlich nicht?
00:55:08: Also bitte ne.
00:55:09: also jetzt mal klicken wenn ihr Fragen habt.
00:55:11: die Kontaktdaten findet in den Schaunotes.
00:55:13: auch wenn ihr Anregungen habt oder Ideen für neue Gäste, die ich mal einladen sollte, schreibt mir sehr gerne.
00:55:20: Ihr findet dort natürlich auch den Link zum einem LinkedIn-Profil.
00:55:23: Wir können auch da den Jan Frederik drinnen verlinken wenn er jetzt nickt.
00:55:27: Er nickt!
00:55:28: Er will auch neue Kontakte – sehr, sehr gut.
00:55:30: Danke.
00:55:30: Live nochmal.
00:55:31: Super dass ihr hier war.
00:55:32: Es hat Spaß gemacht
00:55:32: und ja, wenn ihr abonniert habt dann hören wir uns ganz bald wieder.
00:55:35: Da freue mich total drauf.
00:55:36: Bis dahin tschüss.